22.07.2018

Nick Yelloly fährt auf dem Hockenheimring zum zweiten Saisonsieg

Auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg gelang Nick Yelloly beim fünften Lauf des Porsche Mobil 1 Supercup ein souveräner Start-Ziel-Sieg.

Damit jubelte der Brite Nick Yelloly (Fach Auto Tech) am Sonntag bereits zum zweiten Mal in dieser Saison über Platz eins. „Ich hatte einen guten Start, das war die Basis für den Sieg. Unbedrängt vorneweg zu fahren, sieht vielleicht einfach aus. Trotzdem musst du die Konzentration permanent hochhalten. Das ist mir erfolgreich gelungen“, sagte Yelloly. In seinem Porsche 911 GT3 Cup belegte der Italiener Mattia Drudi (Dinamic Motorsport) den zweiten Platz. Michael Ammermüller (BWT Lechner Racing) aus Deutschland überquerte als Dritter die Ziellinie.

Direkt nach dem Start setzte sich Yelloly bei bewölktem Himmel und 24 Grad Celsius vom Feld ab. Nach 14 Runden beendete der Fahrer aus dem britischen Solihull 3,6 Sekunden vor Drudi den Lauf als Erster. Spannende Positionskämpfe gab es auf der deutschen Traditionsstrecke um die Plätze hinter Yelloly. Drudi ging von Rang drei ins Rennen und setzte den vor ihm gestarteten Mikkel Pedersen (MRS GT-Racing) auf Anhieb unter Druck. In der dritten Runde zog der 20-Jährige an dem Dänen vorbei. Den zweiten Platz gab der Fahrer aus dem italienischen Misano Adriatico bis zum Schluss nicht mehr ab. „In den letzten Runden haben meine Reifen mehr und mehr abgebaut, daher bin ich am Ende kein zu großes Risiko mehr gegangen. Nach Silverstone ist es bereits meine zweite Podiumsplatzierung. Das ist natürlich super“, sagte Drudi.

Dritter Platz für Ammermüller

Hinter Drudi belegte der Führende der Meisterschaft Ammermüller den dritten Platz, nachdem er von der fünften Position ins Rennen gegangen war. Dem 32-Jährigen gelang es, in der siebten Runde sowohl Pedersen als auch Porsche-Junior Thomas Preining (A/BWT Lechner Racing) zu überholen. „Das war ein ziemlich aufregendes Rennen mit engen Abständen zwischen den Autos. Beim Überholmanöver habe ich etwas mehr riskiert und wurde belohnt“, sagte Ammermüller. Teamkollege Preining sah als Vierter die Zielflagge. Der 20-Jährige bot den Zuschauern auf den vollen Formel-1-Tribünen über mehrere Runden ein packendes Duell mit Pedersen. Im zwölften Umlauf zog Preining in der ersten Kurve am 21-Jährigen vorbei. „Ich war schnell unterwegs und habe auf einen Fehler von Mikkel Pedersen gelauert. Die Geduld hat sich ausgezahlt und ich freue mich über 14 wichtige Punkte in der Meisterschaft“, sagte Preining. Hinter dem Porsche-Junior sicherte sich Dylan Pereira (L/Momo Megatron Lechner Racing) den fünften Platz. Pedersen erreichte das Ziel als Sechster.

Porsche-Junior Julien Andlauer (martinet by ALMERAS) ging vom achten Rang ins Rennen. Der Franzose konnte sich um eine Position verbessern und wurde als Siebter gewertet. „Im Feld gab es viele harte Zweikämpfe. Mit mehr Risiko wäre vielleicht eine bessere Platzierung drin gewesen, aber ich wollte nicht in einen Crash geraten und das Rennen ohne Punkte beenden“, sagte Andlauer. Jaap van Lagen (Fach Auto Tech) aus den Niederlanden erreichte auf der 4,574 Kilometer langen Strecke den achten Platz. Den Spitzenplatz in der ProAm-Wertung belegte der Norweger Roar Lindland (Lechner Racing Middle East).

Nach fünf Rennen geht Ammermüller als „Halbzeitmeister“ in die zweite Saisonhälfte. Der Lechner-Pilot führt mit einem Sieg und 81 Punkten vor Yelloly. Der 27-Jährige steht bei zwei Siegen und 76 Zählern. Den dritten Rang in der Fahrer-Wertung belegt Pereira mit 58 Punkten.

Für den sechsten Lauf reist der Porsche Mobil 1 Supercup vom 27. bis zum 29. Juli nach Budapest. Auf dem Hungaroring war der internationale Markenpokal seit seiner Debütsaison 1993 jedes Jahr zu Gast.

Ergebnisse

Hockenheim, Lauf 5 von 10
1. Nick Yelloly (GB/Fach Auto Tech)
2. Mattia Drudi (I/Dinamic Motorsport)
3. Michael Ammermüller (D/BWT Lechner Racing)
4. Thomas Preining (A/BWT Lechner Racing)
5. Dylan Pereira (L/Momo Megatron Lechner Racing)
6. Mikkel Pedersen (DK/MRS GT-Racing)
7. Julien Andlauer (F/martinet by ALMERAS)
8. Jaap van Lagen (NL/Fach Auto Tech)
9. Zaid Ashkanani (KWT/MRS GT-Racing)
10. Larry ten Voorde (NL/Team Project 1)

Punktestand nach 5 von 10 Läufen:
Fahrer-Wertung
1. Michael Ammermüller (D/BWT Lechner Racing), 81 Punkte
2. Nick Yelloly (GB/Fach Auto Tech), 76 Punkte
3. Dylan Pereira (L/Momo Megatron Lechner Racing), 58 Punkte

Rückblick auf das Qualifying

Beim Zeittraining für den fünften Lauf des Porsche Mobil 1 Supercup am Hockenheimring sicherte sich Nick Yelloly (Fach Auto Tech) die Pole-Position. Am Samstag stoppte die Zeit im Qualifying bei 1:43.379 Minuten, als der Brite auf seiner schnellsten Runde die Ziellinie überquerte. „Besser hätte es für mich nicht laufen können. Ich habe darauf gesetzt, dass die Strecke nach dem Regen am Ende der Session besser wird. Auf meiner letzten Runde hatte ich dann freie Fahrt und die Strategie hat sich ausgezahlt“, sagte Yelloly. Beim Rennen am Sonntag geht der Däne Mikkel Pedersen (MRS GT-Racing) von der zweiten Position ins Rennen. Den dritten Startplatz auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg sicherte sich in seinem Porsche 911 GT3 Cup Mattia Drudi (Dinamic Motorsport) aus Italien.

Am Vormittag regnete es in Hockenheim, wodurch der Asphalt zu Beginn des Zeittrainings nass war. Daher starteten bei 20 Grad Celsius alle Fahrzeuge mit Regenreifen in das halbstündige Qualifying. Die beste Zeit auf feuchter Strecke setzte zunächst Porsche-Junior Thomas Preining (A/BWT Lechner Racing). Spannend wurde es dann in den letzten fünf Minuten: Die Strecke trocknete immer mehr ab und auf Slicks konnten die Fahrer schnellere Runden fahren. Das führte zu einer Vielzahl von Positionswechseln. Mit Ablauf der Zeit stand Preining auf der Spitzenposition, doch Yelloly und Pedersen befanden sich noch auf einer schnellen Runde. Erst fuhr Pedersen eine neue Bestzeit, dann unterbot Yelloly die Runde des 21-Jährigen und sicherte sich die Pole-Position. „Da ich zuvor noch nie in Hockenheim gefahren bin, habe ich damit ehrlich gesagt nicht gerechnet. Ich freue mich total und gehe selbstbewusst ins Rennen“, sagte Pedersen. Der Pilot aus dem dänischen Struer absolvierte seine beste Runde in 1:43.632 Minuten und startet im internationalen Markenpokal zum ersten Mal aus der vordersten Startreihe.

Drudi mit persönlicher Bestzeit

Auch Drudi gelang seine Bestzeit, nachdem die Uhr bereits abgelaufen war. Der Fahrer aus dem italienischen Misano Adriatico beendete seine beste Runde mit 1:43.895 Minuten. „Das war ein wirklich verrücktes Qualifying. Ich hatte etwas Glück, dass ich kurz vor Ende der Session noch über die Ziellinie gefahren bin und dadurch eine weitere schnelle Runde fahren konnte“, sagte Drudi. Ebenfalls aus der zweiten Startreihe geht Preining ins Rennen. Der Porsche-Junior fuhr im Qualifying insgesamt 14 Runden, seinen schnellsten Umlauf schaffte Preining an seinem 20. Geburtstag in 1:44.131 Minuten. „Grundsätzlich bin ich zufrieden, denn ich war schnell unterwegs. Ich hätte aber gern noch Zeit für eine weitere Runde gehabt, denn die Bedingungen waren am Ende deutlich besser“, sagte Preining.

Das Qualifying auf nassem Asphalt

Von der fünften Position startet der Führende in der Meisterschaft Michael Ammermüller (BWT Lechner Racing). Hinter dem Deutschen platzierte sich Dylan Pereira (Momo Megatron Lechner Racing) aus Luxemburg. Die siebtschnellste Zeit auf der 4,574 Kilometer langen Traditionsstrecke erreichte Porsche-Routinier Jaap van Lagen (Fach Auto Tech). Der Niederländer wird durch eine Strafe vom letzten Rennen in Silverstone allerdings um fünf Plätze nach hinten versetzt. Daher startet der polnische Gaststarter Igor Walilko (MSG Huber Racing) von Position sieben.

Andlauer startet von Rang acht

Porsche-Junior Julien Andlauer (martinet by ALMERAS) beginnt das Rennen auf der Strecke in der Schwetzinger Hardt vom achten Rang. Der 19-jährige Franzose fuhr in den finalen Minuten des Zeittrainings seine beste Runde in 1:44.798 Minuten. „Das war ein schwieriges Qualifying mit einer nassen Strecke, die am Ende aber immer trockener wurde und für andere Bedingungen sorgte. Ich war kurz vor Schluss noch auf einer schnellen Runde, aber habe im zweiten Sektor leider einen Fehler gemacht“, sagte Andlauer. Bester Fahrer in der ProAm-Wertung war Roar Lindland (Lechner Racing Middle East) aus Norwegen.

Der fünfte Lauf des Porsche Mobil 1 Supercup startet am Sonntag um 12:05 Uhr deutscher Zeit. Fans können die Geschehnisse auf www.racecam.de per Livetiming und über das Webradio verfolgen. Eurosport sendet das Rennen in mehr als 60 Länder. Außerdem überträgt der Sender Sky den internationalen Markenpokal sowohl in Großbritannien als auch in Italien live.

In qualifying for round five of the Porsche Mobil 1 Supercup, Nick Yelloly (Fach Auto Tech) secured pole position. On Saturday, the British driver topped the time sheets with 1:43.379 minutes during his fastest lap on Germany’s Hockenheimring. Taking up the race on Sunday alongside the Englishman on the first grid row is Mikkel Pedersen (MRS GT-Racing) from Denmark. Italy’s Mattia Drudi (Dinamic Motorsport) planted his 485 hp Porsche 911 GT3 Cup on the third grid spot at the Hockenheimring Baden-Württemberg. #porsche #porschenews #porschenewsroom #PorscheMobil1Supercup #Porsche911 #911GT3Cup #Porsche911GT3 #Porsche911GT3Cup #motorsport #racing #racingislife #instacar #car #sportscar #racecar #racetrack #sport #sports #adrenaline #porscheraces #porschemotorsport #porschelife #porschepix #pmsc #hockenheim #hockenheimring

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Qualifying Hockenheimring

1. Nick Yelloly (GB/Fach Auto Tech), 1:43.379 Minuten
2. Mikkel O. Pedersen (DK/MRS GT-Racing), 1:43.632 Minuten
3. Mattia Drudi (I/Dinamic Motorsport), 1:43.895 Minuten
4. Thomas Preining (A/BWT Lechner Racing), 1:44.131 Minuten
5. Michael Ammermüller (D/BWT Lechner Racing), 1:44.329 Minuten
6. Dylan Pereira (L/Momo Megatron Lechner Racing), 1:44.568 Minuten
*7. Jaap van Lagen (NL/Fach Auto Tech), 1:44.675 Minuten
8. Igor Walilko (PL/MSG Huber Racing), 1:44.788 Minuten
9. Julien Andlauer (F/martinet by ALMERAS), 1:44.798 Minuten
10. Zaid Ashkanani (KWT/MRS GT-Racing), 1:45.203 Minuten

*wird auf Grund einer Sportstrafe der Stewards von Silverstone um fünf Plätze nach hinten versetzt.

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