WEC: Konsequente Rennvorbereitung für beide Porsche 919 Hybrid

Die Spannung vor dem ersten Schlagabtausch zwischen den Le-Mans-Prototypen von Porsche und Toyota steigt.

In den ersten beiden Trainings zum Saisonauftakt der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC in Silverstone (GB) hatte Toyota die Nase vorn. Das kommt nicht überraschend: Während die beiden Porsche 919 Hybrid zugunsten der Aerodynamik-Strategie für die ganze Saison derzeit auf hohen Anpressdruck verzichten, ist die japanische Konkurrenz mit einem High-Downforce-Paket besser für die 5,9 Kilometer lange Traditionsrennstrecke gerüstet.

Die beiden Porsche 919 Hybrid belegten im ersten der beiden 90-Minuten-Trainings am Vormittag die Plätze zwei und vier. Im insgesamt schnelleren Nachmittagstraining kamen die 919 auf die Positionen drei und vier. Der Porsche mit der Startnummer 2 von Earl Bamber (NZ), Timo Bernhard (DE) und Brendon Hartley (NZ) war jeweils der schnellere. Die interne Bestzeit fuhr Bamber in 1.40,500 Minuten. Für das Schwesterauto mit der Startnummer 1, das sich der amtierende Weltmeister Neel Jani (CH) mit André Lotterer (DE) und Nick Tandy (GB) teilt, fuhr der Deutsche die schnellste Runde in 1.41,201 Minuten. Bei Temperaturen um 13 Grad Celsius und dichter Bewölkung blieb es während der beiden WEC-Trainings trocken.

Hochspannung vor dem ersten Duell

Porsche, Weltmeister und Le-Mans-Sieger von 2015 und 2016, will erneut beide Titel verteidigen. In England rechnet das LMP1-Team mit einem schwierigen Auftakt. Denn zugunsten der Aerodynamik-Auslegung für die gesamte Saison wird der Porsche 919 Hybrid in Northamptonshire mit weniger Abtrieb antreten als für die schnellen Kurven des anspruchsvollen Grand-Prix-Kurses wünschenswert wäre.

Das GT-Werksteam kehrt nach einem Jahr Entwicklungspause in die Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC zurück und setzt zwei neuentwickelte 911 RSR ein. Der 510 PS starke Rennwagen aus Weissach, der auf der siebten Generation der Sportwagenikone 911 basiert, feierte im Januar beim 24-Stunden-Rennen in Daytona seine erfolgreiche Rennpremiere. Der Automobilsport-Weltverband FIA hat die GT-Kategorie in der WEC weiter aufgewertet: In dieser Saison wird erstmals ein offizieller Weltmeistertitel vergeben.

Der mit Hochspannung erwartete Start des 27 Sportwagen und Prototypen zählenden Feldes erfolgt am Sonntag um 12 Uhr Ortszeit auf dem 5,9 km langen Formel-1-Kurs. Das Rennen kann via Internet überall auf der Welt live verfolgt werden.

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