16.07.2017

Niederländer Larry Ten Voorde fährt zum Sieg in der Eifel

Auf dem Nürburgring gelang Larry Ten Voorde sein erster Sieg im Porsche Carrera Cup Deutschland. Beim gemeinsam mit dem Porsche Sports Cup ausgetragenen „Porsche Motorsport Race Weekend“ verwies der Niederländer in seinem Porsche 911 GT3 Cup am Sonntag Porsche-Junior Thomas Preining auf den zweiten Rang.

Der Deutsche Wolfgang Triller vom Team raceunion Huber Racing sicherte sich bei dem Einladungsrennen im Rahmen der Sportwagen-Weltmeisterschaft (WEC) den dritten Platz. „Ich musste zu Beginn unter diesen Bedingungen erstmal die richtige Linie finden, da die Kerbs sehr glatt waren. Das Duell zwischen Thomas Preining und mir war extrem eng. Daher freue ich mich ganz besonders über den Sieg“, sagte Ten Voorde.

Bei leichtem Regen sowie einer Außentemperatur von 14 Grad Celsius rollten die 37 Fahrzeuge beim erstmalig vom Porsche Carrera Cup Deutschland und dem Porsche Sports Cup ausgetragenen „Porsche Motorsport Race Weekend“ mit Regenreifen auf die Strecke. Als die Ampelanlage beim rollenden Start zum 30-minütigen Lauf erlosch, wurde das Fahrerfeld auf Grund eines stehengebliebenen Fahrzeugs bereits zwei Runden vom Safety-Car angeführt. Da das Ergebnis vom Samstag die Startaufstellung für das zweite Einladungsrennen bildete, begann Preining (A/Konrad Motorsport) als Führender. Der Porsche-Junior konnte diese Position auf nasser Strecke zunächst verteidigen, doch Ten Voorde  (Team Deutsche Post by Project 1) hielt den Abstand gering. Die beiden Youngster tauschten im weiteren Rennverlauf mehrfach die Positionen und lieferten sich einen packenden Kampf um Platz eins. Im zehnten Umlauf setzte Ten Voorde das entscheidende Manöver, als er am Ende der Start-Ziel-Geraden die Führung übernahm und nach zwölf Runden zum Sieg fuhr. „Leider war ich einmal etwas zu spät auf der Bremse. Es war ein intensiver, aber ein sehr fairer Zweikampf mit Larry Ten Voorde“, sagte Preining.

Zahlreiche Überholmanöver und enge Zweikämpfe

Ein volles Fahrerfeld mit Fahrern aus sieben Nationen bot den Zuschauern zahlreiche Überholmanöver und enge Zweikämpfe. Henric Skoog (S/raceunion Huber Racing) startete den Lauf von Position drei und überquerte auf diesem Rang liegend die Ziellinie. Wegen unerlaubten Abkürzens wurde der 21-Jährige nach Rennende allerdings mit einer 15-sekündigen Zeitstrafe belegt und als Vierter gewertet. Den dritten Platz auf dem Podium sicherte sich daher Triller, der damit bester Amateurfahrer wurde. „Die Bedingungen waren schwierig, aber ich hatte einen riesigen Spaß auf der Strecke. Es war toll, gemeinsam mit dem Porsche Sports Cup an den Start zu gehen“, sagte Triller. Hinter dem Routinier aus Mengkofen fuhr Stefan Rehkopf (D/Cito Pretiosa) auf Position fünf, nachdem er im fünften Umlauf Jörn Schmidt-Staade (D/Cito Pretiosa) überholte. Der Fahrer aus Düsseldorf beendete das Einladungsrennen auf der 5,148 Kilometer langen Traditionsstrecke als Sechster. Die beiden Teamkollegen komplettierten damit das Podium in der Amateur-Wertung.

Bei der Siegerehrung überreichten Michael Steiner (Vorstand Forschung und Entwicklung der Porsche AG), Dr. Frank-Steffen Walliser (Leiter Motorsport und GT-Fahrzeuge der Porsche AG) und Karsten Sohns (Geschäftsführer der Porsche Deutschland GmbH) die Pokale. Die Einladungsrennen beim „Porsche Motorsport Race Weekend“ wurden nicht als offizielle Läufe des Porsche Carrera Cup Deutschland gewertet, wodurch es keine Punkte für die Meisterschaft zu holen gab.

Rückblick: 1. Rennen

Der nationale Markenpokal ging auf dem Nürburgring gemeinsam mit dem Porsche Sports Cup beim „Porsche Motorsport Race Weekend“ im Rahmen der Sportwagen-Weltmeisterschaft (WEC) an den Start. Larry Ten Voorde (NL/Team Deutsche Post by Project 1) sowie Henric Skoog (S/raceunion Huber Racing) erreichten Rang zwei und drei. „Larry Ten Voorde ist ein sehr starkes Rennen gefahren. Trotzdem habe ich die Ruhe bewahrt und dann meine Chance zum Überholen genutzt. Mein erster Sieg im 911er fühlt sich überragend an“, sagte Preining.

Erstmalig trugen der Porsche Carrera Cup Deutschland und der Porsche Sports Cup einen gemeinsamen Lauf aus. Beim Porsche Motorsport Race Weekend mit 37 Startern aus sieben Nationen wurden die Motorsport-Fans in der Eifel Zeuge von packenden Positionskämpfen und Überholmanövern. Von der Pole-Position aus gestartet, setzte sich Ten Voorde nach dem rollenden Start des 30-minütigen Rennens an die Spitze des Feldes. Der Schwede Henric Skoog vom Team raceunion Huber Racing begann das Rennen von Position drei aus und überholte direkt in der ersten Kurve Preining. Doch der Porsche-Junior ließ den 21-Jährigen nicht davonziehen. Im dritten Umlauf holte sich Preining Platz zwei zurück. Nachdem der Linzer zu Ten Voorde aufschloss, lieferten sich die beiden Nachwuchsrennfahrer ein hartes aber faires Duell um die Führung. In der zehnten Runde verbremste sich der Fahrer vom Team Deutsche Post by Project 1 nach der Start-Ziel-Geraden. Preining nutzte die Gelegenheit, sicherte sich die Führung und überquerte nach 15 Umläufen als Erster die Ziellinie. „Mein Rennbeginn lief sehr gut und ich konnte mich erfolgreich absetzen. Ein kleiner Fehler war leider entscheidend, aber Sonntag greife ich wieder an“, sagte Ten Voorde.

Start des Rennens

Den dritten Platz auf der 5,148 Kilometer langen Strecke sicherte sich Skoog. „Das war ein aufregendes Rennen. Ich bin schon öfter rollend gestartet, das hat mir geholfen. Jetzt müssen wir analysieren, warum Thomas Preining und Larry Ten Voorde schneller waren“, sagte Skoog. Hinter dem Fahrer aus dem schwedischen Torshälla kämpften Wolfgang Triller (D/raceunion Huber Racing) und Jörn Schmidt-Staade (D/Cito Pretiosa) um Rang vier. Nach mehreren Positionswechseln beendete Triller das Rennen als bester Amateurfahrer auf dem vierten Platz vor Schmidt-Staade. Der Luxemburger Tom Kieffer (BLACK FALCON) wurde Sechster. Da das Einladungsrennen beim Porsche Motorsport Race Weekend nicht als offizieller Meisterschaftslauf des Porsche Carrera Cup Deutschland gewertet wurde, gab es auf dem Traditionskurs in der Eifel keine Punkte für die Gesamtwertung zu gewinnen.

Die Pokale auf dem Podium wurden von Michael Steiner (Vorstand Forschung und Entwicklung der Porsche AG), Andreas Haffner (Vorstand Personal- und Sozialwesen der Porsche AG) und Altfrid Heger, dem Vizemeister des Porsche Carrera Cup Deutschland aus dem Jahr 1993, übergeben.

Rennergebnisse

1. Rennen:
1. Thomas Preining (A/Konrad Motorsport)
2. Larry Ten Voorde (NL/Team Deutsche Post by Project 1)
3. Henric Skoog (S/raceunion Huber Racing)
4. Wolfgang Triller (D/raceunion Huber Racing)
5. Jörn Schmidt-Staade (D/Cito Pretiosa)
6. Tom Kieffer (L/BLACK FALCON)
7. Stefan Rehkopf (D/Cito Pretiosa)
8. Christian Kosch (L/BLACK FALCON)
9. Wolf Nathan (NL/raceunion Huber Racing)
10. Peter Scheufen (D/Cito Pretiosa)
Nicht klassifiziert:
Carlos Rivas (L/BLACK FALCON)

2. Rennen:
1. Larry Ten Voorde (NL/Team Deutsche Post by Project 1)
2. Thomas Preining (A/Konrad Motorsport)
3. Wolfgang Triller (D/raceunion Huber Racing)
4. Henric Skoog (S/raceunion Huber Racing)
5. Stefan Rehkopf (D/Cito Pretiosa)
6. Jörn Schmidt-Staade (D/Cito Pretiosa)
7. Carlos Rivas (L/BLACK FALCON)
8. Peter Scheufen (D/Cito Pretiosa)
9. Wolf Nathan (NL/raceunion Huber Racing)
10. Tom Kieffer (L/BLACK FALCON)
Nicht klassifiziert:
Christian Kosch (L/BLACK FALCON)

Info

Auch die nächsten beiden offiziellen Rennen des nationalen Markenpokals finden in der Eifel statt. Im Rahmen der DTM fährt der Porsche Carrera Cup Deutschland vom 8. bis 10. September auf dem Nürburgring.

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