17.03.2019

Super in Sebring: Porsche siegt auch im Zwölfstundenrennen

Porsche hat am „Super Sebring“-Rennwochenende einen weiteren Sieg eingefahren. Nick Tandy und seine Teamkollegen Patrick Pilet und Frédéric Makowiecki fuhren im Zwölfstundenrennen der IMSA Weathertech SportsCar Championship im Porsche 911 RSR auf den ersten Platz.

Rennen

Das Fahrertrio im Auto mit der Startnummer 911 wiederholte damit nicht nur seinen Erfolg aus dem Vorjahr, sondern rundete ein höchst erfolgreiches Wochenende für Porsche ab. Am Tag zuvor hatten die Rennwagen aus Weissach im 1.000-Meilen-Rennen bereits beide GTE-Klassen der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC gewonnen. Das Schwesterauto mit der Nummer 912 von Earl Bamber (Neuseeland), Laurens Vanthoor (Belgien) und Mathieu Jaminet (Frankreich) erreichte im spannenden Langstreckenklassiker in den USA den fünften Platz.

In der Startphase des Rennens hatte mangelnder Grip bei starkem Regen beide Porsche 911 RSR zunächst weit zurückgeworfen. Bei verbesserten Bedingungen zur Rennmitte spielte das erfahrene Porsche GT Team die Stärken des Autos immer mehr aus. Dank guter Taktik, fahrerischer Klasse und einer fehlerlosen Mannschaftsleistung kämpfte sich die Startnummer 911 wieder in das Spitzenfeld. Im spannenden Finale konnte Nick Tandy alle Angriffe der Konkurrenz abwehren und nach zwölf Stunden mit einem Vorsprung von 1,951 Sekunden den Zielstrich überqueren. Tandy, Pilet und Makowiecki sind das erste Fahrertrio, dem zwei Siege im IMSA-Rennen in Sebring in Folge gelungen sind. Die Piloten der Startnummer 911 haben durch den Sieg die Spitze in der Gesamtwertung übernommen. Die Crew im Auto mit der Startnummer 912 war in der Frühphase zwei Runden zurückgefallen. Die beeindruckende Aufholjagd der Daytona-Podestplatz-Gewinner endete auf dem fünften Rang.

Das Rennen in der GTD-Klasse

In der GTD-Klasse lag der Porsche 911 GT3 R des Kundenteams Pfaff Motorsports über rund die Hälfte der Renndistanz an der Spitze. Porsche-Entwicklungsfahrer Lars Kern (Weissach) und seine kanadischen Teamkollegen Scott Hargrove und Zacharie Robichon wurden für eine enorm starke Leistung jedoch nur wenig belohnt. Beim Austausch eines defekten Sensors am über 500 PS starken GT3-Rennwagen aus Weissach verlor die Mannschaft entscheidend an Boden und erreichte das Ziel nach zwölf Stunden auf Platz zehn. Zuvor hatte das Trio das Rennen über weite Strecken souverän angeführt. Porsche-Werksfahrer Patrick Long (USA) und seine Landsleute Nicholas Boulle und Patrick Lindsey verpassten im baugleichen Fahrzeug von Park Place Motorsports das Podest auf Rang sechs nur knapp.

Der dritte Saisonlauf der IMSA Weathertech SportsCar Championship findet am 13. April in Long Beach (USA) statt.

Stimmen zum Rennen

Fritz Enzinger (Leiter Motorsport): „Ich bin schon sehr lange im Motorsport, aber so etwas habe ich noch nie erlebt. Wir haben innerhalb von 48 Stunden ein 1.000-Meilen-Rennen und ein Zwölfstundenrennen mit unseren Werksteams an einem Schauplatz gewonnen. Das ist unglaublich. Mich hat beeindruckt, wie fokussiert jeder Einzelne gearbeitet hat. Das zeichnet Porsche aus. Auch die erfolgreichen Auftritte unserer Kundenteams darf man nicht vergessen. Es war eines der schönsten Wochenenden im Motorsport, das ich jemals erlebt habe – grandios.“

Pascal Zurlinden (Gesamtprojektleiter GT-Werksmotorsport): „Wir sollten die Veranstaltung vielleicht in ‚Porsche Super Sebring’ umbenennen. Drei Pole-Positions, drei Siege – was will man mehr. Unsere Mannschaft hat alles richtig gemacht. Am Ende, als es wirklich drauf ankam, waren wir da. Der entscheidende Moment war, als wir uns mit einem perfekt getimten Boxenstopp in die Führungsrunde zurückgebracht haben. Unsere Strategie war es abzuwarten und im richtigen Moment zuzuschlagen. Jetzt werden wir feiern!“

Patrick Pilet (Porsche 911 RSR #911): „Es fühlt sich irgendwie unwirklich an. Wir sind von der Pole gestartet, waren dann auf dem letzten Platz und feiern am Ende unseren zweiten Sebring-Sieg in Folge – unfassbar! Unser Team ist einfach etwas ganz Besonderes. Wir haben nie aufgegeben, immer an unsere Chance geglaubt und stehen nun als Sieger da. Das ist unbeschreiblich.“

Weitere Stimmen in der Pressemitteilung.

Ergebnis Rennen

GTLM-Klasse
1. Pilet/Tandy/Makowiecki (F/GB/F), Porsche 911 RSR, 330 Runden
2. Hand/Müller/Bourdais (USA/D/F), Ford GT, 330 Runden
3. Garcia/Magnussen/Rockenfeller (E/DK/D), Corvette C7.R, 330 Runden
5. Bamber/Vanthoor/Jaminet (NZ/B/F), Porsche 911 RSR, 330 Runden

GTD-Klasse
1. Ineichen/Bortolotti/Breukers (CH/I/NL), Lamborghini Huracan GT3, 320 Runden
2. Potter/Lally/Pumpelly (USA/USA/USA), Lamborghini Huracan GT3, 320 Runden
3. MacNeil/Vilander/Westphal (USA/FIN/USA), Ferrari 488 GT3, 320 Runden
6. Long/Lindsey/Boulle (USA/USA/USA), Porsche 911 GT3 R, 320 Runden
10. Kern/Robichon/Hargrove (D/CDN/CDN), Porsche 911 GT3 R, 318 Runden

Alle Ergebnisse: http://imsa.alkamelsystems.com

Qualifying

Das Porsche GT Team startet von den ersten beiden Plätzen in das Zwölfstundenrennen von Sebring (USA). Patrick Pilet (Frankreich) und Laurens Vanthoor (Belgien) fuhren im Qualifying zum zweiten Saisonlauf der IMSA Weathertech SportsCar Championship die schnellsten Rundenzeiten. Die beiden Porsche 911 RSR, die beim Langstreckenklassiker in Florida (USA) erneut im Design des legendären Brumos-Teams antreten, gehen erstmals gemeinsam aus der ersten Reihe in ein Rennen der nordamerikanischen Sportwagen-Meisterschaft. Porsche hat am sogenannten „Super-Sebring-Rennwochenende“ eine bislang perfekte Bilanz. Am Vortag hatten die Werksfahrerkollegen Kévin Estre (F) und Michael Christensen (Dänemark) die Pole-Position für das 1.000-Meilen-Rennen der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC erreicht.

Pilet (Frankreich) nutzte den Grip der frischen Reifen in der ersten schnellen Runde optimal aus. Mit Bestzeiten in allen drei Sektoren der 6,02 Kilometer langen Rennstrecke zeigte der Franzose das große Potenzial des Porsche 911 RSR deutlich auf. Pilet hatte das Zwölfstundenrennen in Sebring im Vorjahr mit seinen Werksfahrerkollegen Nick Tandy (Großbritannien) und Frédéric Makowiecki (Frankreich) im Rennwagen mit der Startnummer 911 gewonnen. Vanthoor (Belgien) verpasste in seinem ersten schnellen Umlauf den Sprung an die Spitze, konnte sich aber im zweiten Versuch noch an allen Autos der konkurrierenden Hersteller in der GTLM-Klasse vorbeischieben. Der Belgier teilt sich das Cockpit der Startnummer 912 mit Werksfahrer Earl Bamber (Neuseeland) und Porsche Young Professional Mathieu Jaminet (Frankreich). Das Trio hatte beim Saisonauftakt in Daytona einen Podestplatz eingefahren.

In der GTD-Klasse fuhr Zacharie Robichon im Porsche 911 GT3 R des Kundenteams Pfaff Motorsports (Nummer 9) auf den dritten Startplatz. Der Kanadier teilt sich das Cockpit des rund 500 PS starken Rennwagens mit Porsche-Entwicklungsfahrer Lars Kern (Weissach) und Scott Hargrove (Kanada). Im baugleichen Auto von Park Place Motorsports (Startnummer 73) absolvierte Nicholas Boulle das Qualifying. Der US-Amerikaner wird gemeinsam mit Porsche Werksfahrer Patrick Long (USA) und Landsmann Patrick Lindsey von Rang 14 in das Zwölfstundenrennen gehen. Der zweite Saisonlauf der IMSA Weathertech SportsCar Championship startet am Samstag, 16. März um 10:340 Uhr Ortszeit (15:40 Uhr MEZ).

Ergebnis Qualifying

GTLM-Klasse
1. Pilet*/Tandy/Makowiecki (F/GB/F), Porsche 911 RSR, 1:55,899 Minuten
2. Bamber/Vanthoor*/Jaminet (NZ/B/F), Porsche 911 RSR, + 0,143 Sekunden
3. Garcia*/Magnussen/Rockenfeller (E/DK/D), Corvette C7.R, + 0,259

GTD-Klasse
1. Farnbacher/Hindman*/Marks (D/USA/USA), Acura NSX GT3, 1:59,917 Minuten
2. Auberlen/Foley*/Machavern (USA/USA/USA), BMW M6 GT3, + 0,382 Sekunden
3. Kern/Robichon*/Hargrove (D/CDN/CDN), Porsche 911 GT3 R, + 0,587
14. Long/Lindsey/Boulle* (USA/USA/USA), Porsche 911 GT3 R, + 2,233

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