PCCD: Ammermüller gewinnt turbulentes Rennen auf dem Norisring

Zweiter Saisonsieg für Michael Ammermüller im Porsche Carrera Cup Deutschland: Der Deutsche gewann am Sonntag den achten Lauf auf dem Nürnberger Norisring, nachdem zuvor die ersten Drei nach einer Kollision ausschieden. Porsche-Junior Julien Andlauer gewann am Samstag den siebten Lauf.

8. Lauf

„Ehrlich gesagt, habe ich schon darauf spekuliert, dass Konkurrenten vor mir auf diesem engen Stadtkurs das Rennen nicht beenden können. So ein perfekter Rennausgang war aber natürlich nicht vorhersehbar“, sagte Ammermüller. Hinter seinem Porsche 911 GT3 Cup erreichten Leon Köhler (D/MSG/HRT Motorsport) und Porsche-Junior Julien Andlauer (F/BWT Lechner Racing) das Ziel.

Beim Lauf im Rahmen der DTM startete Henric Skoog (Overdrive Racing by Huber) von der Pole-Position. Der Schwede verteidigte sich nach dem Start erfolgreich gegen seine beiden Teamkollegen Larry ten Voorde (Niederlande) und Igor Walilko aus Polen. Die Schlüsselszene des Rennens ereignete sich in der 21. Runde: Gemeinsam fuhr das Trio in die erste Kurve, dabei kollidierten die Fahrzeuge. Das Safety-Car musste anschließend auf die Strecke und für die drei Huber-Piloten war das Rennen vorzeitig beendet. Größter Profiteur war Ammermüller. Der Routinier zog vorbei und übernahm die Führung, die er bis zum Rennende nicht mehr abgab. Seinen Siegerpokal erhielt er von Karsten Sohns, dem Geschäftsführer der Porsche Deutschland GmbH. Für den 19-jährigen Köhler vom Team MSG/HRT Motorsport bedeutet Rang zwei die erste Podiumsplatzierung im deutschen Carrera Cup. „Natürlich habe ich von den Ausfällen profitiert, aber ich bin mit dem Ergebnis total zufrieden. Es gibt kein besseres Gefühl, als auf dem Podium zu stehen“, sagte ein überglücklicher Köhler. 

Porsche-Junior Andlauer lag vor dem Unfall des Führungstrios auf Position vier. Der 20-Jährige musste bei seinem Ausweichmanöver allerdings die Außenbahn nehmen, wodurch er sich nicht gegen Ammermüller und Köhler verteidigen konnte. „Für die Meisterschaft ist es ein super Ergebnis. Hätte ich nach der Kollision nicht so einen großen Bogen fahren müssen, wäre der Sieg drin gewesen“, erklärte Andlauer. Als Vierter sah Jaap van Lagen (NL/Förch Racing) die Zielflagge. Porsche-Junior Jaxon Evans (Team Project 1 – JBR) erreichte Rang fünf. „Die Atmosphäre hier am Norisring war wirklich fantastisch. Ich konnte mich im Rennen um vier Plätze verbessern, das Rennen hat Spaß gemacht“, sagte Evans. Hinter dem Neuseeländer belegten David Kolkmann (D/Black Falcon), Luca Rettenbacher (A/MSG/HRT Motorsport) und Jean-Baptiste Simmenauer (F/Lechner Racing Team) die weiteren Plätze.

Matthias Jeserich (CARTECH Motorsport by Nigrin) feierte auf dem 2,3 Kilometer langen Stadtkurs seinen ersten Sieg in der Amateur-Klasse. Der Deutsche gewann vor Andreas Sczepansky (D/QA Racing by Kurt Ecke Motorsport) und Carlos Rivas (L/Black Falcon Team Textar). Trotz seines Ausfalls ist ten Voorde Halbzeitmeister im Porsche Carrera Cup Deutschland. Der Youngster führt mit 123 Punkten und liegt damit 4,5 Zähler vor Andlauer. Ammermüller (100,5 Punkte) belegt nach acht Läufen den dritten Platz in der Meisterschaft. Bester Rookie ist Evans mit 123,5 Punkten. In der Amateur-Wertung führt Rivas (147,5 Zähler).

7. Lauf

Der siebte Lauf des Porsche Carrera Cup Deutschland auf dem Norisring sorgte für reichlich Action bis zur letzten Kurve. Porsche-Junior Julien Andlauer (F/BWT Lechner Racing) setzte sich am Samstag auf dem Stadtkurs in Nürnberg gegen 29 Konkurrenten durch. Das Podium komplettierten sein deutscher Teamkollege Michael Ammermüller und Porsche-Junior Jaxon Evans (NZ/Team Project 1 – JBR). „Nach meinem Geburtstag am Freitag ist der Sieg ein schönes Geschenk. Von Startplatz fünf aus zu gewinnen, war eine echte Herausforderung“, sagte Andlauer, der über seinen zweiten Saisonsieg im 485 PS starken Porsche 911 GT3 Cup jubelte.

Der siebte Saisonlauf fand im Rahmen der DTM bei heißen Temperaturen von 30 Grad Celsius statt. Larry ten Voorde (NL/Overdrive Racing by Huber) startete von der Pole-Position und geriet durch Ammermüller direkt unter Druck. Dabei kam es zu einer Berührung beider Fahrzeuge. Henric Skoog (S/Overdrive Racing by Huber) nutzte die Situation und übernahm die Führung. Doch ten Voorde gelang noch in der ersten Runde der direkte Konter. Kurz darauf zogen auch Andlauer, Ammermüller und Evans an Skoog vorbei. In der 15. Runde übernahm Andlauer die Führung, nachdem er den Fahrer aus Boekelo beim Ausgang der Spitzkehre am Dutzendteich überholte. Dabei touchierten sich die Fahrzeuge und für ten Voorde war das Rennen wegen eines Schadens an der Aufhängung vorzeitig beendet. Gegen Ende des Rennens setzte leichter Regen ein, doch Andlauer fuhr souverän ins Ziel.

Teamkollege Ammermüller belegte nach 31 Runden Platz zwei. „Ich hatte einen super Start, aber leider kam es dann zu einer Berührung mit Larry ten Voorde. Sonst wäre vielleicht auch der Sieg drin gewesen“, sagte Ammermüller. Porsche-Junior Evans setzte sich in einem packenden Duell um den dritten Rang gegen Jean-Baptiste Simmenauer (F/Lechner Racing Team) durch. Der Neuseeländer freute sich über seine zweite Podiumsplatzierung in dieser Saison: „Jean-Baptiste Simmenauer hat mich richtig unter Druck gesetzt, der Kampf hat großen Spaß gemacht. Nach Hockenheim endlich wieder unter den ersten Drei zu stehen, fühlt sich großartig an.“

Den fünften Platz erreichte Skoog vor Leon Köhler (D/MSG/HRT Motorsport), dem besten Fahrer aus dem Porsche Carrera Cup Deutschland Talent Pool, und Luca Rettenbacher (A/MSG/HRT Motorsport). Als Achter sah Igor Walilko (PL/Overdrive Racing by Huber) auf der 2,3 Kilometer langen Strecke die Zielflagge. Den Sieg in der Amateur-Klasse sicherte sich Stefan Rehkopf (Huber Racing). Hinter dem Deutschen folgten Georgi Donchev (BG/Huber Racing) und Carlos Rivas (L/Black Falcon Team Textar). Für Richard Wagner sind die Läufe auf dem Norisring ein Highlight im Rennkalender. Der 19-Jährige kommt aus der Stadt Amberg, die nur rund 70 Kilometer von Nürnberg entfernt liegt. Wagner überquerte die Ziellinie auf der 13. Position und fuhr mit einer speziellen Fahrzeugbeklebung: ein rot-schwarzes Design und das Logo vom deutschen Fußballverein 1. FC Nürnberg.

Zu den Besuchen auf dem einzigen Stadtkurs Deutschlands zählt an diesem Rennwochenende auch Karsten Sohns. Der Geschäftsführer der Porsche Deutschland GmbH verfolgte das Rennen live und übergab Andlauer seinen Siegerpokal auf dem Podium. Spitzenreiter in der Meisterschaft bleibt nach sieben Läufen weiterhin ten Voorde mit 123 Punkten. Verfolger Andlauer konnte durch seinen Sieg den Rückstand verkürzen und steht bei 102,5 Zählern. Ammermüller folgt als Dritter mit 75,5 Punkten.

Der achte Lauf des Porsche Carrera Cup Deutschland findet am Sonntag um 11:15 Uhr ebenfalls im Rahmen der DTM auf dem Norisring statt. Henric Skoog steht zum ersten Mal in seiner Karriere auf der Pole-Position. Der deutsche TV-Sender Sport1 überträgt den Lauf live.

Info

Für die Läufe neun und zehn reist der Porsche Carrera Cup Deutschland zum dritten Mal in dieser Saison ins Ausland: Vom 9. bis zum 11. August fährt der nationale Markenpokal auf dem Circuit Zandvoort in den Niederlanden. Larry ten Voorde (Boekelo) und Jaap van Lagen (Ede) gehen auf der Rennstrecke an der Nordsee vor heimischem Publikum an den Start.

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Verbrauchsangaben

  • 13,2 l/100km
  • 303 g/km

911 GT3 RS

Kraftstoffverbrauch/Emissionen*
Kraftstoffverbrauch* kombiniert 13,2 l/100km
CO2-Emissionen* kombiniert 303 g/km