Auf einen Blick
- Laurin Heinrich und Nico Müller blicken hinter die Kulissen des Stuttgarter Weltklasseturniers.
- Die Porsche-Werksfahrer stehen mit Eva Bennemann vom Porsche Talent Team auf dem Platz und holen sich wertvolle Tipps.
- Besonders angetan sind sie von der Atmosphäre in der Porsche-Arena und der Interaktion zwischen Spielerinnen und Fans.
Laurin Heinrich hatte einen Raketenstart in die neue Saison der IMSA WeatherTech SportsCar Championship in den USA. Mit dem Porsche 963 gewann er die berühmten Langstreckenrennen in Daytona und Sebring. Auf dem Weg zum nächsten Rennen im kalifornischen Long Beach legte er einen kurzen Zwischenstopp in Stuttgart ein. Der Schweizer Nico Müller ist in dieser Saison mit dem Porsche-Werksteam in der ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft unterwegs. Im Pressezentrum der Porsche-Arena erzählen sie von ihrem ereignisreichen Tennis-Tag.
Euer Fitnessstudio war heute der Tenniscourt. Wie habt ihr die Tennisstunde mit Eva Bennemann erlebt?
Laurin Heinrich: Es war für uns eine besondere Ehre und Herausforderung, mit Eva spielen zu dürfen. Sie hat uns einige gute Tipps gegeben. Ich muss noch an der Vorhand arbeiten, Nico an der Rückhand. Doch am Ende hat es schon ganz gut geklappt.
Nico Müller: Ich hatte vor etwa 15 Jahren zum letzten Mal einen Schläger in der Hand. Doch Eva war sehr gnädig mit uns. Irgendwie ist der Ball immer vor unseren Füßen gelandet.
Wie war die Begegnung mit Eva, so von Spitzensportler zu Spitzensportlerin?
Müller: Es war ein extrem spannender Austausch. Es ist eine tolle Gelegenheit, sich mit jemandem wie Eva austauschen zu können, die in ihrem Sport auf einem Toplevel unterwegs ist. Tennis ist nicht unser Alltag, also ist es für uns interessant zu erfahren: Wie ist ihr Mindset? Wie geht sie an die Sache ran? Dadurch blickt man vielleicht auch aus einer völlig neuen Perspektive auf seinen Sport. Für uns war das heute jedenfalls ein sehr cooler Tag.
Heinrich: Ich finde es immer interessant, sich mit anderen Spitzensportlern auszutauschen. Auch wenn sich Motorsport und Tennis von der Competition her unterscheiden – gemeinsam ist die Hingabe und das Leben für den Sport. Deshalb interessiert es mich auch zu erfahren, was es im Tennis benötigt, um an die Weltspitze zu kommen. Da kann man sich sicherlich Dinge abschauen, die einen in seinem Sport weiterbringen.
Das ist euer erster Besuch beim Porsche Tennis Grand Prix. Wie ist euer Eindruck?
Müller: Super. Alles ist sehr professionell aufgezogen, was mich auch nicht wundert, schließlich ist der Turnierdirektor ein Schweizer. Und dann auch noch Schweizer Schoki zum Dessert – besser geht’s nicht. Aber im Ernst: Du sitzt nahe am Centre-Court und spürst hautnah, was die Athletinnen da abliefern, diese Kraft, diese Präzision, diese Konzentration. Im Fernsehen kommt das gar nicht so rüber. Das ist es, was Live-Sport ausmacht, was einen immer wieder packt, ganz egal, um welche Sportart es sich handelt. Das erleben zu dürfen, war ein Privileg.
Heinrich: Bei der Führung mit Anke Huber, der Sportlichen Leiterin des Porsche Tennis Grand Prix, erhielten wir sehr interessante Einblicke hinter die Kulissen und ins Profitennis allgemein. Darüber hinaus hat mich vor allem die tolle Atmosphäre begeistert, die extreme Spannung. Was mich auch beeindruckt hat, ist die Vorstellung der Spielerinnen vor ihren Matches. Sie werden den Zuschauern völlig verdient wie Filmstars präsentiert. Sehr cool. Da könnten wir uns im Motorsport auch noch was abschauen.
Ihr habt wie die Spielerinnen die traditionelle Porsche Driving Challenge absolviert, den Geschicklichkeitskurs mit allerlei Tücken. Wie war diese Erfahrung?
Müller: Das war echt witzig. Wir hätten gerne noch einen zweiten Versuch gehabt. Es hat aber auch so sehr viel Spaß gemacht.
Heinrich: Immer wenn Rennfahrer bei so einer Challenge unter sich sind, ist das etwas Besonderes. Die Zeiten, die die Spielerinnen vorgelegt haben, waren nicht schlecht. Wir haben Vollgas gegeben und alles probiert. Eine lustige Erfahrung.
Im Tennis wechseln sich blitzschnelle Entscheidungern mit Strategiefragen ab. Seht ihr Parallelen zum Motorsport?
Heinrich: Die Profis auf dem Platz müssen, wie ich heute gesehen habe, Entscheidungen extrem schnell treffen und auch vorausschauend agieren. Sie müssen das Spiel lesen, müssen sich immer überlegen, wohin sie den nächsten Ball spielen und mit welchen Mitteln sie ihre Gegnerin schlagen können. Da kann man schon Parallelen zum Motorsport ziehen. Der einzige Unterschied: Wir haben in einem Langstreckenrennen wie Daytona mehr als fünfzig Gegner.
Welche Gemeinsamkeiten gibt es in der Vorbereitung?
Müller: Abgesehen von der Fitness, die du mitbringen musst, studieren natürlich auch wir die Stärken und Schwächen unserer wichtigsten Konkurrenten. Leider sitzen wir außerhalb der Rennwochenenden kaum im Auto, schon eher im Simulator. Da beneide ich die Tennisspielerinnen. Die können Tag für Tag auf dem Platz trainieren.
Porsche im Tennis
Das Aushängeschild des Engagements der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG im weltweiten Damentennis ist der seit 1978 ausgetragene Porsche Tennis Grand Prix. Das Stuttgarter WTA-Turnier steht für Tradition und Innovation, genau wie die Marke Porsche. Als treuester Sponsor des internationalen Damentennis begleitet Porsche die weltweit älteste Indoor-Tennis-Veranstaltung der WTA von Anfang an. Seit 2012 ist Porsche zudem Premiumpartner des Deutschen Tennis Bundes (DTB) und engagiert sich mit dem Porsche Talent Team in der Nachwuchsförderung.