„Ich freue mich sehr, zurück in Stuttgart zu sein“

Elina Svitolina kehrt auf die Bühne des Porsche Tennis Grand Prix zurück. Vor ihrem Auftaktmatch in der Porsche-Arena sprach die Weltranglistensiebte aus der Ukraine über ihre Rückkehr in die Top 10, ihre besondere Beziehung zu Team-Wettbewerben und ihr Engagement für Kinder und Jugendliche in ihrer Heimat.

Elina Svitolina genießt ihre Rückkehr zum Porsche Tennis Grand Prix. Die Ukrainerin, die 2021 bei ihrem bislang letzten Auftritt in Stuttgart das Halbfinale erreichte, fühlt sich gut vorbereitet und freut sich auf ihre Matches in der Porsche-Arena. Die Bedingungen auf dem Indoor-Sand seien ihr durch die jüngsten Einsätze mit dem ukrainischen Team im Billie Jean King Cup vertraut. „Ich freue mich sehr, nach einigen Jahren zurück zu sein“, sagte die 31-Jährige. „Das Teilnehmerfeld in Stuttgart ist immer besonders herausfordernd.“

Sportlich kommt Svitolina mit Rückenwind nach Stuttgart. Die Nummer 7 der Weltrangliste und hat sich nach der Geburt ihrer Tochter wieder in der Weltspitze etabliert. Dass sie erneut zu den Top 10 gehört, wertet sie als wichtigen Schritt, zufriedengeben will sie sich damit jedoch nicht. Sie wolle weiter nach oben, sagte sie, und auch bei den Grand-Slam-Turnieren wieder angreifen. Rückblickend sei dieses Comeback aber ein besonderer Erfolg.

Besondere Momente für die Ukraine

Mit besonderer Emotionalität sprach Elina Svitolina über die Bedeutung von Team-Wettbewerben und das Spielen für ihr Land. Billie Jean King Cup und Olympia seien für sie immer etwas Besonderes, sagte sie. Durch die ukrainische Flagge neben dem Platz spüre sie zusätzlichen Druck – zugleich sei das eine tägliche Motivation, alles zu geben. Als prägendsten Moment ihrer Karriere bezeichnete sie die Bronzemedaille von Tokio, die erste olympische Tennis-Medaille für die Ukraine.

Gerade in schwierigen Zeiten, so machte sie deutlich, könne Sport den Menschen in der Ukraine auch positive Momente schenken. Es bedeute ihr viel, ihrem Land mit Erfolgen und guten Nachrichten etwas zurückzugeben. Die Unterstützung ukrainischer Fans bei den Turnieranlagen nehme sie dabei sehr bewusst wahr.

Engagement für Kinder und Jugendliche

Eng mit diesem Gedanken verbunden ist auch die Arbeit ihrer Stiftung. Elina Svitolina berichtete, dass zu Beginn des Krieges Hunderte Kinder auf unterschiedliche Weise unterstützt worden seien – etwa mit Kleidung oder bei der Organisation ihres Trainingsalltags. Inzwischen sei die Stiftung breiter aufgestellt und fördere den Tennissport in der Ukraine mit verschiedenen Programmen.

Dazu gehören Nachwuchsturniere, Mental-Health-Angebote und regelmäßige Workshops, die sie gemeinsam mit Sergiy Stakhovsky, einem ehemaligen ukrainischen Tennisprofi, in unterschiedlichen Städten organisiert. Wenn dort Hunderte Kinder zusammenkämen und diese Momente mit professionellen Spielerinnen und Spielern teilen könnten, berühre sie das sehr, sagte Svitolina. Wann immer es ihr Zeitplan erlaube, wolle sie in die Ukraine zurückkehren und diese Arbeit fortsetzen.

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