„Der Porsche Tennis Grand Prix ist eine erste Standortbestimmung auf Sand“

Vor ihrem Auftaktmatch beim Porsche Tennis Grand Prix sprach die Amerikanerin Coco Gauff über die besonderen Bedingungen in der Porsche-Arena, ihre Herangehensweise als Titelverteidigerin der French Open und den bewussten Blick auf langfristige Entwicklung statt kurzfristige Resultate. Zudem lobte sie die Entwicklung von Porsche Friend Eva Lys.

Coco Gauff sieht den Porsche Tennis Grand Prix als anspruchsvollen, aber wertvollen Auftakt in die Sandplatzsaison. Die 22-Jährige betonte, dass die Bedingungen auf dem Indoor-Sand in der Porsche-Arena für sie zu den herausforderndsten auf der WTA-Tour zählen. Gerade deshalb schätzt sie den Standort Stuttgart als frühen Härtetest.

„Der Belag hier ist speziell, ein bisschen rutschiger, und dazu kommt die Halle – das ist schon etwas anderes“, sagte die Amerikanerin. Sie fühle sich auf diesem Untergrund nicht automatisch am wohlsten, sehe darin aber auch einen Vorteil: Wer unter diesen Bedingungen einen guten Einstieg finde, könne mit Selbstvertrauen in die kommenden Wochen gehen.

Prozess statt Ergebnisdruck

Als amtierende French-Open-Siegerin richtet Coco Gauff den Blick vor Beginn der europäischen Sandplatzsaison bewusst nicht auf Titel oder Ranglistenrechnungen. Entscheidend sei für sie vielmehr, den gemeinsam mit ihrem Team erarbeiteten Spielplan konsequent umzusetzen. „Ich will mich mehr auf den Prozess als auf die Ergebnisse konzentrieren“, sagte sie. Schon aus früheren Erfahrungen wisse sie, wie schnell zusätzlicher Druck entstehen könne, wenn es nur um Titelverteidigung und Resultate gehe.

Auch mit Blick auf Stuttgart formulierte sie deshalb einen nüchternen Anspruch. Zwar traue sie sich grundsätzlich bei jedem Turnier viel zu, unabhängig davon, wer im Feld stehe. Dennoch gehe es ihr in dieser Phase weniger um den unmittelbaren Erfolg als darum, in Richtung Paris Schritt für Schritt in Form zu kommen. Ihr Turnierplan mit Stuttgart, Madrid und Rom sei bewusst darauf ausgerichtet, in Roland Garros in Bestform zu sein.

Dass sie in Stuttgart bislang nicht ihre besten Resultate erzielt habe, ändere nichts an ihrer positiven Haltung zum Turnier. „Dieses Turnier behandelt mich gut. Ich komme gerne hierher“, sagte sie. Auch deshalb halte sie an diesem Weg in die Sandplatzsaison fest.

Lob für Eva Lys

Positiv äußerte sich Coco Gauff über Porsche Friend Eva Lys, mit der sie in Stuttgart erstmals gemeinsam trainierte. Die Deutsche sei nicht nur eine großartige Person, sondern auch eine sehr gute Spielerin, sagte sie. Besonders aufgefallen sei ihr, wie nah Lys an der Grundlinie agiere und wie sauber sie ihre Schläge setze. Wenn sie gesund bleibe und ihren Rhythmus finde, traue sie ihr den Sprung in die Spitzengruppe zu: „Ich glaube, sie kann an einem guten Tag jede schlagen.“

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