„Ich fühle mich hier wie zu Hause“

Eva Lys blickt ihrem Auftaktmatch beim Porsche Tennis Grand Prix mit Zuversicht entgegen. Vor ihrem ersten Auftritt sprach die 24-Jährige über ihre Rückkehr nach einer komplizierten Knieverletzung, die besondere Atmosphäre in Stuttgart und den Weg zurück zu ihrer Bestform. Zugleich machte sie deutlich, warum ihre Gesundheit zuletzt Vorrang hatte – auch mit Blick auf den Billie Jean King Cup.

Für Porsche Friend Eva Lys ist der Porsche Tennis Grand Prix ein Turnier mit besonderem Stellenwert. In der Porsche-Arena fühle sie sich „wie zu Hause“, sagte sie vor ihrem Auftaktmatch in Stuttgart, das sie am Dienstagabend gegen die Spanierin Paula Badosa bestreiten wird. Gerade weil es nur wenige Möglichkeiten gebe, in Deutschland zu spielen, sei die Woche in der Porsche-Arena für sie etwas Besonderes. Hinzu komme, dass ihr die Bedingungen entgegenkämen: Hallenturniere lägen ihr generell, auch der Indoor-Sand in Stuttgart passe gut zu ihrem Spiel.

Ein wichtiger Teil davon ist ihre Position nah an der Grundlinie. Darin sieht Eva Lys eine ihrer größten Stärken. Sie habe ihr ganzes Leben so gespielt, sagte sie, und sei auch auf Sand groß geworden. Gerade deshalb fühle sie sich auf diesem Belag wohl. Trainingseinheiten mit Topspielerinnen wie Coco Gauff seien in dieser Phase besonders wertvoll, weil sie ihr helfen, ihr Timing und ihre Platzposition zu schärfen.

Schmerzfrei zurück auf dem Platz

Die vergangenen Monate standen für Eva Lys allerdings ganz im Zeichen einer langwierigen Knieverletzung. Nach einer Überstreckung im ersten Match der Saison in Sydney sei das volle Ausmaß zunächst nicht erkannt worden. Erst nach den Australian Open habe sich bei Untersuchungen in Deutschland herausgestellt, dass eine seitliche Sehne im Knie komplett gerissen war. Es folgten mehrere Wochen ohne Tennis und ein intensiver Reha-Prozess.

Umso erleichterter zeigte sie sich nun, wieder schmerzfrei auf dem Platz zu stehen. Die Matches in Miami und Charleston seien bewusst als Belastungstests angelegt gewesen, um zu sehen, wie das Knie auf Wettkampfniveau reagiert. „Ich bin sehr glücklich, dass ich mittlerweile schmerzfrei bin“, sagte sie. Auch wenn es nach ihrer Einschätzung noch einige Matches brauchen werde, bis sie wieder das frühere Niveau erreicht, sieht sie sich auf einem guten Weg.

Gesundheit vor Billie Jean King Cup

In diesem Zusammenhang erklärte Eva Lys auch ihre Absage für den Billie Jean King Cup. Die Entscheidung sei ihr nicht leicht gefallen, weil sie sehr stolz darauf sei, für Deutschland zu spielen. Nach Charleston habe sie ihr Knie jedoch erneut in Hamburg untersuchen lassen müssen. Ein weiteres Risiko wollte sie nicht eingehen, um die kommenden Wochen und Monate nicht zu gefährden. Ihre Gesundheit habe in dieser Situation oberste Priorität gehabt.

Gleichzeitig zeigte sie sich überzeugt, dass sie in Stuttgart bereits konkurrenzfähig ist. Sie fühle sich auf dem Platz wohl, ihre Schläge seien da, und auch die Bewegungen würden von Tag zu Tag besser. Nun gehe es darum, mit jedem Match weiter Sicherheit und Vertrauen zu gewinnen.

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