08.01.2017

IMSA: Erfolgreicher Test für neuen 911 RSR

Den offiziellen Test „The Roar before the Rolex 24“ hat das Porsche-Team am Wochenende dazu genutzt, den neuen 911 RSR für das Auftaktrennen der IMSA SportsCar Championship, die 24 Stunden von Daytona, vorzubereiten.

Die Motorsportsaison 2017 kann beginnen: Das Porsche GT Team ist gut gerüstet für die 24 Stunden von Daytona, das Auftaktrennen der in den USA und Kanada ausgetragenen IMSA SportsCar Championship. Den offiziellen Test „The Roar before the Rolex 24“ hat die Werksmannschaft am Wochenende dazu genutzt, den neuen 911 RSR für seine Rennpremiere beim weltberühmten Langstreckenklassiker in Florida am 28./29. Januar abzustimmen. Bei wechselhaftem Wetter absolvierten die 911 RSR mit den Startnummern 911 und 912 insgesamt 2.936 Kilometer auf dem Daytona International Speedway, der legendären Rennstrecke mit schnellen Steilkurven und einem engen Infield. Insgesamt waren in Daytona sechs Porsche-Werksfahrer für das Porsche GT Team und fünf für verschiedene Kundenteams im Einsatz, die das traditionsreiche Saisonauftaktrennen mit dem Porsche 911 GT3 R in Angriff nehmen werden.

Tag 3

Im 911 RSR mit der Startnummer 911 absolvierten Patrick Pilet (Frankreich), Dirk Werner (Würzburg) und Frédéric Makowiecki (Frankreich) an den drei Testtagen 1.431 Kilometer auf dem Daytona International Speedway. Ihre Teamkollegen Kévin Estre (Frankreich), Laurens Vanthoor (Belgien) und Richard Lietz (Österreich) kamen im zweiten 911 RSR mit der Startnummer 912 auf 1.505 Kilometer. Mit diesen Fahrertrios wird das Porsche GT Team nach den 24 Stunden von Daytona auch beim Zwölfstundenrennen in Sebring am 18. März antreten, dem zweiten großen Langstreckenklassiker der IMSA SportsCar Championship. Die Porsche-Werksfahrer Wolf Henzler (Nürtingen/TRG), Jörg Bergmeister (Langenfeld/Park Place Motorsports), Patrick Long (USA/Core Autosport), Michael Christensen (Dänemark/Alegra Motorsports) und Sven Müller (Bingen/Manthey Racing) absolvierten den Daytona-Test in den Porsche 911 GT3 R verschiedener Kundenteams, für die sie auch das Rennen fahren werden. Eine ganz besondere Bedeutung haben die 24 Stunden von Daytona für Dirk Werner, Laurens Vanthoor und Sven Müller: Für sie wird es das erste Rennen als Porsche-Werksfahrer.

„Das waren ganz wichtige Testkilometer, die wir für die Vorbereitung auf das Rennen an diesen drei Tagen gefahren sind“, sagte Marco Ujhasi, Gesamtprojektleiter GT Werksmotorsport. „Wir haben alles abarbeiten können, was wir uns vorgenommen haben und verstehen das Auto auf dieser Strecke jetzt deutlich besser. Dazu hatten wir wechselnde und sehr unterschiedliche Streckenbedingungen. Es war trocken und nass, warm und kalt – genau das, was man bei der Rennvorbereitung braucht, um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein. Für das Rennen und die Premiere unseres neuen 911 RSR fühlen wir uns bestens präpariert. Insofern waren das drei sehr erfolgreiche Tage in Florida.“

Tag 2

Nach einem heftigen Gewitterregen in der Nacht zum Samstag war die Strecke noch nass, als die Teams unter wolkenverhangenem Himmel die erste Trainingssession in Angriff nahmen. Das Wetter wurde zunächst auch nicht besser – im Gegenteil: Die gelegentlichen Regenschauer wurden von heftigen Winden begleitet, die am Vortag noch frühlingshaften Temperaturen sanken in Richtung zehn Grad Celsius. Erst im Verlauf der zweiten Tagessession hörte es auf zu regnen und die Strecke trocknete ab. Dem Porsche GT Team spielte dieser Wetterumschwung allerdings durchaus in die Karten. Der neue Porsche 911 RSR, der bei den 24 Stunden von Daytona seine Rennpremiere feiert, konnte bisher nur selten auf nasser Strecke getestet werden. Insofern war der zweite Tag des „The Roar before the Rolex24“ zwar nicht gerade angenehm für die vielen Fans, doch für die Porsche-Ingenieure brachten die drei am Samstag gefahrenen Sessions zahlreiche neue und wichtige Erkenntnisse.

Im 911 RSR mit der Startnummer 911 waren erneut die Franzosen Patrick Pilet und Frédéric Makowiecki zusammen mit dem neuen Porsche-Werksfahrer Dirk Werner (Würzburg) im Einsatz. Den zweiten 911 RSR mit der Nummer 912 teilten sich Kévin Estre (Frankreich), Porsche-Neuling Laurens Vanthoor (Belgien) und Richard Lietz (Österreich). Sie werden in dieser Besetzung nicht nur die 24 Stunden von Daytona bestreiten, sondern auch die 12 Stunden von Sebring, den am 18. März ausgetragenen zweiten Langstreckenklassiker der IMSA SportsCar Championship. Ihre Werksfahrerkollegen Wolf Henzler (Nürtingen/TRG), Jörg Bergmeister (Langenfeld/Park Place Motorsports), Patrick Long (USA/Core Autosport), Michael Christensen (Dänemark/Alegra Motorsports) und Sven Müller (Bingen/Manthey Racing) absolvieren den offiziellen Daytona-Test in den 911 GT3 R von Porsche-Kundenteams, für die sie auch das 24-Stunden-Rennen bestreiten werden.

Der 911 GT3 R startet in der Klasse GTD

Tag 1

Das Porsche GT Team testet mit zwei 911 RSR im neuen Werksdesign auf dem Daytona International Speedway. Sie treten gegen die starke Konkurrenz von BMW, Chevrolet, Ferrari und Ford in der Klasse GTLM an. Die Startnummer 911 teilen sich bei Test und Rennen Patrick Pilet (Frankreich), Dirk Werner und Frèdéric Makowiecki (Frankreich), die Fahrer der Startnummer 912 sind Laurens Vanthoor, Kévin Estre (Frankreich) und Richard Lietz (Österreich).

Fünf weitere Porsche-Werksfahrer bereiten sich noch bis Sonntag mit Kundenteams auf die 24 Stunden von Daytona vor: Jörg Bergmeister (Langenfeld/Park Place Motorsports), Michael Christensen (Dänemark/Alegra Motorsports), Wolf Henzler (Nürtingen/TRG), Patrick Long (USA/CORE Autosport) sowie Supercup-Champion Sven Müller (Manthey Racing). Sie fahren den Porsche 911 GT3 R, der vor einem Jahr in Daytona seine Rennstreckenpremiere mit dem neuen hochmodernen Vierliter-Sechszylinder-Boxermotor mit Direkteinspritzung feierte. Der Kundensportrenner, der von Porsche für die weltweiten GT3-Serien auf Basis des Seriensportwagens 911 GT3 RS konstruiert wurde, ist in der Klasse GTD am Start.

„Dieser Test ist sehr wichtig. Das ist der Startschuss für die neue Rennsaison. Nach der kurzen Weihnachtspause geht es in diesen drei Tagen darum, die ganzen Routinen und Abläufe im Team wieder einzustudieren und perfekt aufeinander abzustimmen“, sagt Marco Ujhasi, Gesamtprojektleiter GT Werksmotorsport: „Mit dem neuen 911 RSR müssen natürlich noch sehr viel lernen und verschiedene Parameter durchprobieren. Genau das tun wir hier von Session zu Session, da haben wir einen genauen Plan, den wir Punkt für Punkt abarbeiten. Am Sonntag können wir dann hoffentlich einen Strich drunter machen und wissen, wie wir in drei Wochen das Rennen angehen werden. Da wiederum ist die Zeit sehr knapp, so dass uns alles, was wir jetzt für das Setup erarbeiten, am Rennwochenende zugute kommt.“

Der neue 911 RSR

Der 911 RSR wird neben der IMSA SportsCar Championship werksseitig auch in der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC eingesetzt. Als Nachfolger des erfolgreichsten GT-Rennwagens der letzten Jahre, der zwischen 2013 und 2016 nicht weniger als 22 Siege und acht Meistertitel holte, ist er eine komplette Neuentwicklung: Fahrwerk, Karosseriestruktur, Aerodynamikkonzept, Motor und Getriebe wurden von Grund auf neu konstruiert. Der vor die Hinterachse gerückte Motor hat es den Konstrukteuren ermöglicht, einen besonders großen Heckdiffusor zu verbauen. In Kombination mit einem an den LMP1-Rennwagen 919 Hybrid angelehnten, hängend angebundenen Heckflügel konnten das Abtriebsniveau sowie die aerodynamische Effizienz signifikant verbessert werden.

Der besonders moderne und leichte Saugmotor gab den Ingenieuren in Weissach große Freiheiten bei der Entwicklung. Der Motor leistet je nach Restriktorgröße rund 375 kW (510 PS) und verteilt seine Kraft mittels eines per Schaltwippen betätigten sequenziellen Sechsganggetriebes mit Magnesiumgehäuse an die 31 Zentimeter breiten Hinterräder. Deutlich verbessert wurde auch die Servicefreundlichkeit: Komplette Elemente der Kohlefaserhaut lassen sich dank ausgeklügelter Schnellverschlüsse in kürzester Zeit komplett tauschen. Zudem können Veränderungen an der Fahrwerkeinstellung deutlich schneller und einfacher durchgeführt werden.

Neu im 911 RSR ist auch das so genannte „Collision Avoid System“. Mit diesem radargestützten Kollisionswarnsystem lassen sich auf einem Monitor im Cockpit selbst im Dunkeln die schnelleren Prototypen frühzeitig erkennen und Missverständnisse vermeiden. Ein neues Konzept des Sicherheitskäfigs sowie ein neuer, fest verschraubter Rennsitz erhöhen die Sicherheit für die Fahrer zusätzlich. Weil der Sitz fest mit dem Fahrzeug verbunden ist, lässt sich nun die Pedalbox verschieben und der Größe des Fahrers anpassen. Deutlich verbessert wurde auch die Servicefreundlichkeit des 911 RSR, der in Daytona erstmals im neuen Werksdesign antrat: Dieses hat die klare und dynamische Designsprache von Porsche Motorsport weiterentwickelt. Von einem erhöhten Standpunkt ist die angedeutete Silhouette des Porsche-Wappens zu erkennen. Die Grundfarben bleiben Weiß, Rot und Schwarz.

Das ist die IMSA SportsCar Championship

Die IMSA SportsCar Championship ist eine Sportwagenrennserie, die seit 2014 in den USA und Kanada ausgetragen wird. Sie ist aus dem Zusammenschluss der American Le Mans Series und der Grand-Am Series entstanden. Sportprototypen und Sportwagen starten dabei in vier verschiedenen Klassen: GTLM (GT Le Mans), GTD (GT Daytona), P (Prototype) und PC (Prototype Challenge). Der Porsche 911 RSR fährt in der Klasse GTLM, der Porsche 911 GT3 R in der Klasse GTD.

Verbrauchsangaben

911 GT3 RS: Kraftstoffverbrauch kombiniert: 12,7 l/100 km; CO2-Emission kombiniert: 296 g/km

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