04.11.2017

Startplätze zwei und vier für die Porsche 919 Hybrid in China

Nach einem schwierigen Qualifying starten die beiden Porsche 919 Hybrid von den Positionen zwei und vier zum Sechsstundenrennen auf dem Shanghai International Circuit.

LMP1 Qualifying

Das Trio Neel Jani (CH), André Lotterer (DE) und Nick Tandy (GB) ist für Startplatz zwei qualifiziert. Die Tabellenführer Earl Bamber (NZ), Timo Bernhard (NZ) und Brendon Hartley (NZ) mussten sich mit Position vier begnügen. Ein Reifendefekt verhinderte am Ende der 20-minütigen Qualifikation einen weiteren Versuch. Die Poleposition ging an den WM-Rivalen Toyota. Das Rennen am Sonntag verspricht Hochspannung.

Das Qualifying im Porsche mit der Startnummer 1 bestritten Lotterer und Tandy, sie erzielten eine Durchschnittszeit von 1.43,272 Minuten auf dem 5,45 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs. Bamber und Hartley erreichten im 919 mit der Startnummer 2 eine Durchschnittszeit von 1.43,497 Minuten. Schnellster Porsche-Mann war Tandy in 1.42,966 Minuten. Neel Jani und Timo Bernhard kamen heute nicht zum Einsatz. Im dritten freien Training am Samstagmorgen hatten die Qualifying-Fahrer mit den beiden Porsche-Prototypen die Plätze drei und vier belegt.

Am Samstag präsentierte sich Shanghai in strahlendem Sonnenschein bei Temperaturen um 16 Grad Celsius. Auch das Rennen am Sonntag (11:00 bis 17:00 Uhr Ortszeit, 04:00 bis 10:00 Uhr MEZ) soll bei trockener Witterung über die Bühne gehen.

Stimmen nach dem Qualifying

Fritz Enzinger, Leiter LMP1: „In einem Qualifying, das für uns ohne technische Probleme verlief, haben wir einen guten Mix aus erster und zweiter Startreihe erreicht. Wir können uns am Sonntag auf unser vorletztes Rennen freuen, denn über längere Distanzen fahren wir auf einem ähnlichen Level wie Toyota. Unser Ziel bleibt weiterhin, beide WM-Titel zu verteidigen.“

Andreas Seidl, Teamchef: „Gegenüber gestern konnte das Team gemeinsam mit den Fahrern nochmal einen guten Schritt nach vorne machen. Im Qualifying haben wir heute jedoch nicht alles auf den Punkt gebracht, sodass wir mit den Plätzen zwei und vier zufrieden sein müssen. Startreihe eins und zwei bietet uns aber eine brauchbare Ausgangsposition für das morgige Rennen – zumal es nicht der Nummer-8-Toyota war, der im Kampf um den Fahrertitel den WM-Punkt für die Poleposition erzielt hat. Wir erwarten einen sehr, sehr engen Kampf. Die perfekte Reifenwahl zum jeweils richtigen Zeitpunkt könnte die Entscheidung bringen. Jetzt bereiten wir uns akribisch vor und freuen uns auf den vorletzten WEC-Einsatz des Porsche 919.“

Fahrer Porsche 919 Hybrid Startnummer 1

André Lotterer (35, Deutschland): „Der zweite Startplatz ist eine gute Ausgangsposition für morgen. Eigentlich wollten wir um die Poleposition kämpfen, aber der Toyota war wirklich stark. Nick hat eine gute Runde vorgelegt, dann bin ich eingestiegen. Meine erste Runde wurde wegen Überschreiten der Streckenbegrenzung gestrichen, auf der zweiten hatte ich dann weniger Überrundungsverkehr und konnte mich verbessern, obwohl die Reifen nicht mehr so gut waren.“

Nick Tandy (32, Großbritannien): „Es ist natürlich gut, aus der ersten Reihe zu starten mit freiem Blick auf Kurve 1. Natürlich passt es uns nicht, dass wir einen Toyota vor uns haben, aber immerhin ist der andere hinter uns. Es wird ein harter Kampf und ein anstrengendes Rennen morgen. Wir freuen uns darauf! Glückwunsch an Toyota für die Leistung heute.“

Fahrer Porsche 919 Hybrid Startnummer 2

Earl Bamber (27, Neuseeland): „Ich habe auf der Einführungsrunde einen Fehler gemacht und mich gedreht. Dabei wurde der Reifensatz beschädigt, dies führte zu einem Plattfuß. Ich habe heute keine vernünftige Runde zustande gebracht. Das tut mir leid für Brendon, Timo und das Team.“

Brendon Hartley (27, Neuseeland): „Für mich lief es gut. Meine erste Runde war nicht sauber, aber meine zweite tatsächlich sehr gut. Ich war zufrieden und wir lagen im Rennen um die Poleposition. Dann ging leider etwas schief auf Earls Einführungsrunde und am Ende konnte er keine gute Zeit erzielen. Ich hätte gerne die Pole gehabt, denn sie lag in Reichweite, unser Auto war sehr schnell. Auf jeden Fall erwarte ich morgen einen guten Kampf.“

GT Qualifying

Der Porsche 911 RSR nimmt das Sechsstundenrennen auf dem Shanghai International Circuit am Sonntag aus der ersten Startreihe in Angriff. Im Qualifying zum vorletzten Saisonrennen der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC fuhren Michael Christensen (Dänemark) und Kévin Estre (Frankreich) im 510 PS starken Rennwagen mit der Startnummer 92 die zweitschnellste Zeit in der Klasse GTE-Pro. Auf dem 5,541 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs vor den Toren der chinesischen Wirtschaftsmetropole haben sie ihre zweite Pole-Position in dieser Saison nach dem Nürburgring nur um zwei Zehntelsekunden verpasst. Im zweiten vom Porsche GT Team eingesetzten 911 RSR mit der Startnummer 91 steht Richard Lietz (Österreich) und Frédéric Makowiecki (Frankreich) als Siebte des Qualifyings im Rennen eine Aufholjagd bevor. In Fuji waren sie zuletzt von der Pole-Position gestartet.

Auch in der Klasse GTE-Am steht ein 911 RSR in der ersten Startreihe. Das Porsche-Kundenteam Dempsey Proton Racing mit den in der FIA Endurance Trophy führenden Matteo Cairoli (Italien), Christian Ried (Schönebürg) und Marvin Dienst (Lampertheim) holte, wie schon in Fuji, den zweiten Startplatz. In dieser Kategorie setzen Porsche-Kundenteams den 911 RSR des Modelljahres 2015 ein.

Stimmen nach dem Qualifying

Dr. Frank-Steffen Wallser, Leiter Motorsport und GT-Fahrzeuge: „Das war wieder ein harter Kampf um die Pole. Michael hat mit der Nummer 92 eine Traumrunde hingelegt, und Kévin hat es gut nach Hause gebracht. Mit der ersten Startreihe sind wir sehr zufrieden und gehen zuversichtlich in das Rennen. Schade, dass die schnellste Runde von Fred mit der 91 gestrichen wurde. Auch in der Klasse GTE-Am ist in der Meisterschaft noch alles offen. Fahrer und Team von Dempsey Proton Racing liegen gut im Titelrennen und müssen aus Shanghai möglichst viele Punkte mit ins Saisonfinale nach Bahrain nehmen. Vom zweiten Startplatz aus ist alles möglich.“

Michael Christensen (911 RSR #92): „Das war schon eine nahezu perfekte Runde ohne Fehler. Ich habe den Peak der Reifen optimal erwischt. Deshalb bin ich danach gleich reingekommen, denn schneller wäre es nicht mehr gegangen.“

Kévin Estre (911 RSR #92): „Michael ist eine tolle Runde gefahren. Meine war leider nicht perfekt. Ein Ferrari kam mir bei seiner Ausfahrt aus der Box in die Quere, das hat sicherlich zwei bis drei Zehntel gekostet. Im Rennen wollen wir versuchen, möglichst schon beim Start in Führung zu gehen. Dann sollten wir auch am Ende weit vorne sein.“

Richard Lietz (911 RSR #91): „Das war eigentlich eine gute Runde. Ich war sehr zufrieden mit unserem 911 RSR. Das ist jetzt nicht die beste Ausgangsposition, doch im Rennen haben wir sechs Stunden Zeit, uns weiter nach vorne zu arbeiten.“

Frédéric Makowiecki (911 RSR #91): „In meiner ersten schnellen Runde ist mir ein Fehler unterlaufen. Ich war zu weit über der Streckenbegrenzung. Deshalb wurde die Runde gestrichen und ich musste einen neuen Anlauf nehmen, doch der Peak der Reifen war weg. Für das Rennen haben wir jedoch ein gutes Auto. Deshalb bin ich zuversichtlich – auch wenn das Überholen für uns auf dieser Strecke sehr schwierig sein wird.“

Der 911 RSR

Ergebnisse GT

Klasse GTE-Pro

1. Thiim/Soerensen (DK/DK), Aston Martin, 1:59,697 Minuten

2. Christensen/Estre (DK/F), Porsche 911 RSR, + 0,219 Sekunden

3. Calado/PierGuidi (I/I), Ferrari 488 GTE, + 0,550

4. Priaulx/Tincknell (GB/GB), Ford GT, + 0,602

5. Mücke/Pla (D/F), Ford GT, + 0,635

6. Rigon/Bird (I/GB), Ferrari 488 GTE, + 1,057

7. Lietz/Makowiecki (A/F), Porsche 911 RSR, + 1,086

8. Turner/Adam (GB/GB), Aston Martin, + 1,474

 

 

Klasse GTE-Am

1. Dalla Lana/Lamy/Lauda (CAN/P/A), Aston Martin, 2:02,357 Minuten

2. Ried/Cairoli/Dienst (D/I/D), Porsche 911 RSR, + 0,408 Sekunden

3. Flohr/Castellacci/Molina (CH/I/E), Ferrari 488 GTE, + 0,735

4. Mok/Sawa/Griffin (MYS/J/IRL), Ferrari 488 GTE, + 1,230

5. Barker/Foster/Al Qubaisi (USA/GB/UAE), Porsche 911 RSR, + 14,673

Livestream und TV

Das Rennen startet am Sonntag um 11.00 Uhr Ortszeit (04.00 Uhr MEZ). In voller Länge ist es von 03.30 bis 10.30 Uhr als kostenloser Livestream auf www.sport1.de zu sehen, ebenso live im Pay-TV bei Motorsport.TV von 03.45 bis 10.15 Uhr. Sport 1 überträgt von 06.00 bis 08.00 Uhr live und liefert gegen 10.30 Uhr den Zieleinlauf nach. Eurosport ist von 08.30 bis 10.15 Uhr live dabei. Die in der Basisversion kostenlose FIA WEC App bietet gegen Gebühr das komplette Rennen als Livestream plus aktueller Zeitnahme.

Die offizielle FIA WEC App ist in der Basis kostenlos und bietet gegen Gebühr eine erweiterte Version inklusive Livestream des kompletten Rennens und Zeitnahme. Der Livestream wird betreut und kommentiert vom FIA WEC TV-Team inklusive der Live-Interviews aus den Boxen.

Alle Ergebnisse

Alle Punktestände: http://www.fiawec.com/en/season/result
Alle Ergebnisse: http://fiawec.alkamelsystems.com

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