Start in die DTM-Saison: Zwei Porsche-Kundenteams mit drei 911 GT3 R dabei

Am kommenden Wochenende (24. bis 26. April) startet die DTM im österreichischen Spielberg in die Saison 2026. Das Teilnehmerfeld umfasst 21 Rennwagen von acht Marken. Die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG ist im Jahr ihres 75. Motorsport-Jubiläums mit zwei Kundenteams vertreten. Neu im Kreis der Porsche-Teams ist dabei Land-Motorsport. Hier kommt Bastian Buus aus Dänemark zum Einsatz. Der Österreicher Thomas Preining und Ricardo Feller aus der Schweiz bilden die Fahrerpaarung bei Manthey.

In der DTM-Saison 2023 hat das Porsche-Kundenteam Manthey die Hersteller-, Team- und Fahrerwertung gewonnen. Auch im vergangenen Jahr feierte die Mannschaft aus Meuspath in der Eifel mit dem Porsche 911 GT3 R die Titel im Fahrer- und Team- sowie im Rookie-Championat. „Unabhängig von diesen Erfolgen der jüngeren Vergangenheit starten wir in diesem Jahr erneut bei null“, betont Maximilian Müller, GT-Rennbetreuung bei Porsche Motorsport. „Der sicherlich nochmals stärker gewordenen Konkurrenz stellen wir uns mit der optimierten Version des Porsche 911 GT3 R.“

Für die neue Saison präsentiert DTM-Partner Pirelli zudem einen neuen, speziell für die Serie entwickelte Einheitsreifen, der unter anderem sein optimales Temperaturfenster schneller erreichen soll.

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Bei Manthey bekommt der österreichische Werksfahrer Thomas Preining, ehemaliger Porsche-Junior und DTM-Meister 2023, einen neuen Teamkollegen. Der Eidgenosse Ricardo Feller übernimmt die Startnummer 90 vom letztjährigen DTM-Champion Ayhancan Güven aus der Türkei. „Mit Ricardo und Thomas gehen wir mit einem starken und in der Serie sehr erfahrenen Duo in die neue Sprintsaison“, blickt Nicolas Raeder, Geschäftsführer der Manthey GmbH, voraus. „Alle sind hochmotiviert und freuen sich auf den Saisonauftakt. Im Qualifying werden wir dann den ersten richtigen Anhaltspunkt dafür haben, wo wir stehen.“

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2025 konnte Feller im Audi R8 von Land-Motorsport das Sonntagsrennen im österreichischen Spielberg gewinnen. In seinem zweiten DTM-Jahr setzt das Team aus Niederdreisbach im Westerwald erstmals einen Porsche 911 GT3 R ein. Diesen pilotiert der Porsche Mobil 1 Supercup-Champion von 2023, Bastian Buus. Obwohl der 22-jährige Däne in der DTM debütiert, gilt der ehemalige Porsche-Junior nicht als Rookie. Diese Wertung schreibt die DTM für Serien-Neueinsteiger mit maximal „Gold“-Fahrerstatus aus – die Motorsporthoheit FIA ordnet Buus auf Basis seiner bisherigen Erfolge jedoch in der höchstmöglichen Kategorie „Platin“ ein.

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„Bastian passt von seiner Art perfekt zu uns und setzt unsere Teamtradition fort, dass wir schon immer gern mit jungen talentierten Fahrern arbeiten“, lobt Teamchef Christian Land. „Seine Erfahrungen mit dem 911 GT3 R aus den vergangenen beiden Jahren hilft uns beim Kennenlernen des neuen Rennwagens. Ich bin optimistisch, dass wir zeitnah in der neuen Saison gute Ergebnisse einfahren werden.“

Sportlicher Modus der DTM bleibt unverändert

Die Renndauer aller 16 Saisonläufe beträgt weiterhin 55 Minuten plus eine Runde. Sollte das Safety-Car zum Einsatz kommen, kann sich die Renndistanz um bis zu zwei „Joker“-Runden verlängern. Während die Samstagsläufe einen Pflicht-Boxenstopp zwischen der 20. und der 40. Rennminute beinhalten, müssen die Fahrer an den Sonntagen gleich zweimal zum Reifenwechsel bei ihren Teams vorfahren. Das erste Performance-Boxenstoppfenster öffnet sich dabei zwischen der zehnten und der 25. Rennminute, das zweite von der 35. bis zur 45. Minute. Das Vorheizen der Reifen bleibt untersagt.

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Auch 2026 schreibt der ADAC für die DTM fünf Wertungen aus: Fahrer, Rookies, Teams, Hersteller und „Pit Stop Challenge“. Die Punkteverteilung für die Ränge eins bis 15 eines Rennens erfolgt nach bewährtem Schema: 25-20-16-13-11-10-9-8-7-6-5-4-3-2-1. Die beiden bestplatzierten Fahrzeuge einer Marke punkten für die Herstellerwertung. Die Top-Drei eines Qualifyings erhalten zusätzliche Zähler für die Fahrerwertung (3-2-1). Gleiches gilt für die drei schnellsten Pflichtboxenstopps pro Wertungslauf, die für die „Pit Stop Challenge“ der Teams den Ausschlag geben.

Die DTM als weltweite Erfolgsgeschichte

Als Folgeserie der ursprünglichen DTM/ITC (1984 bis 1996) ging die DTM im Jahr 2000 neu an den Start und trug bis 2005 den Namenszusatz „Deutsche Tourenwagen-Masters“. Seit der Saison 2021 ist das Championat für Rennwagen nach dem FIA GT3-Reglement ausgeschrieben. Damit stellt die DTM für Porsche als einem der weltweit größten Anbieter im Kundensport eine ideale Bühne dar. Im Dezember 2022 erwarb der ADAC die DTM-Markenrechte. In der vergangenen Saison stieg die Zahl der Besucher vor Ort im Vergleich zum Vorjahr um 9,4 Prozent auf 516.500 an den acht Rennwochenenden.

DTM live im Streaming und TV

In Deutschland können DTM-Fans sämtliche Sessions auf der Streaming-Plattform Joyn sowie alle Rennen live auf dem Free-TV-Sender ProSieben verfolgen. Joyn überträgt zudem samstags und sonntags ganztägig das an der Rennstrecke produzierte Fan-TV. Der DTM-eigene YouTube-Kanal streamt neben allen Qualifyings und Rennen auch die freien Trainingssitzungen am Freitag live in deutscher und englischer Sprache.

Fahrerstimmen vor der DTM-Saison 2026

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Ricardo Feller und Thomas Preining
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Bastian Buus

Thomas Preining (Porsche 911 GT3 R #91): „Dass zum Saisonauftakt gleich mein Heimrennen im Kalender steht, stellt für mich ein Highlight dar. In der vergangenen Woche haben wir hier ein umfangreiches Testprogramm erfolgreich abgespult und dabei viele Erkenntnisse rund um unseren neuen Porsche 911 GT3 R und den neuen DTM-Reifen gewonnen. Wir konnten auch ein paar Runden im Regen fahren. Wir hatten somit die bestmögliche Vorbereitung auf das erste Rennwochenende.“

Ricardo Feller (Porsche 911 GT3 R #90): „Ich freue mich auf mein erstes DTM-Rennen am Steuer des 911 GT3 R. Wir hatten vergangene Woche einen produktiven Testtag am Red Bull Ring und fühlen uns gut vorbereitet für die Saison. Das Team hat mich sehr gut aufgenommen, ich verstehe mich mit allen sehr gut. Die Abläufe an den Rennwochenenden werden uns sicher nochmals enger zusammenschweißen. Ich glaube, uns steht ein gutes Jahr bevor.“

Bastian Buus (Porsche 911 GT3 R #29): „Das sportliche Niveau der DTM liegt hoch. Für den Erfolg kommt es auf jedes Detail an. Ich muss daher meine Hausaufgaben machen und sehr konzentriert agieren. Dabei hilft mir, dass ich den 911 GT3 R aus den vergangenen beiden Saisons bereits gut kenne. Konkrete Ziele habe ich mir für meine erste DTM-Saison nicht gesetzt – abgesehen davon, dass ich als Rennfahrer prinzipiell jedes Rennen, bei dem ich starte, gewinnen will.“

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