Strecke

Sa Calobra, Cap de Formentor, Mallorca

Distanz

63 Kilometer

Besonderheit

Schmale Serpentinenstraßen mit engen Kehren, gefolgt von weiten und schneller zu durchfahrenden Kurven

 

Zaid Hamid aus London schreibt seit mehr als zehn Jahren für Automobilmagazine. Für seine Arbeit ist er schon einige der legendärsten Straßen der Welt gefahren, doch sein Wunsch nach bisher unentdeckten Strecken bleibt weiterhin ungestillt. Eine Route, die ihn schon lange gereizt hat, befindet sich auf der Balearen-Insel Mallorca.

„Ich bin immer auf der Suche nach neuen Straßen. Mallorca stand ganz oben auf meiner Liste, seit ich einen Video-Clip über einen Boxster GTS gesehen hatte, der auf der kurvenreichen Straße zum Leuchtturm am Cap de Formentor unterwegs war. Der Fahrer, ein britischer Journalist, trug ein so breites Grinsen im Gesicht, dass ich bei nächster Gelegenheit unbedingt selbst dorthin wollte.“

Zaid Hamid, Journalist, New York International Auto Show, 2019, Porsche AG
Journalist Zaid Hamid

Die Straße Ma-2141, die auf Mallorca aus einfach ersichtlichen Gründen als „die Schlange“ bekannt ist, beginnt an der Küste und windet sich in spektakulären Serpentinen den Berg hinauf. Die Strecke in den Ort Sa Calobra wurde in den 1930er-Jahren von dem spanischen Ingenieur Antonio Parietti geplant und ohne Maschinen angelegt, obwohl 31.000 Kubikmeter Gestein abgetragen werden mussten. Es gibt 50 Kurven – die meisten davon Haarnadelkurven –, die dem Fahrer höchste Konzentration abverlangen, da die Fahrbahn sehr eng ist. Die Straße steigt über 12,7 Kilometer bis auf eine Höhe von 682 Meter an und erreicht Steigungen von bis zu 11,5 Prozent.

„Die Strecke startet auf Meereshöhe zunächst recht unspektakulär, abgesehen davon, dass sie sehr schmal ist. Es dauert einige Kilometer, bis der Fahrer merkt, auf welch geradezu magische und natürliche Art und Weise die Straße in die Bergwelt der Serra de Tramuntana eingebettet ist“, erklärt Hamid. „Je höher man hinauffährt, desto steiler wird die Strecke, und umso schneller folgen die Haarnadelkurven aufeinander. So gerät man in einen Flow, der fast schon hypnotisch wirkt.“

Wenn die dichte Abfolge der Serpentinen wieder abnimmt und man über die rechte Schulter nach unten blickt, sieht man die in Schleifen angelegte Fahrbahn, die man gerade hinter sich gelassen hat. „Das Bild brennt sich ins Gedächtnis ein, und schon allein diese Aussicht macht den Muskelkater, den man vom vielen Lenken im Oberkörper bekommt, wieder wett. Kurz vor der Passhöhe flacht die Straße ab und man erhascht einen Blick auf das Kronjuwel von Sa Calobra.“

Die bemerkenswerteste Stelle der Straße nennt sich „Nus de Sa Calobra“, also „Krawattenknoten“: Hier führt die Straße in einer 270-Grad-Kurve unter sich selbst hindurch. „Damit wirkt sie eher wie eine Rennbahn von Hot Wheels als wie eine echte Bergstraße“, schwärmt Hamid und lacht. Kurz hinter der legendären Kurve endet die Strecke unter den Bögen eines Viaduktes, wo die Ma-2141 auf die Ma-10 trifft, die einige Kilometer weiter schließlich zur Ma-2200 wird. Diese Straße ist weniger anspruchsvoll und bietet eine kurze Verschnaufpause, bevor die zweite von Antonio Parietti geplante Straße auf der Insel erreicht wird.

„Die zweite Strecke führt zur nördlichsten Spitze der Insel und endet am Leuchtturm am Cap de Formentor. Das Cap ist ebenfalls als Touristen-Hotspot bekannt, aber ich war außerhalb der Saison dort, und außerdem regnete es. Daher hatte ich den Ort ganz für mich.“ Unterwegs war Zaid Hamid mit einem Porsche Macan S. Dank schneller Gangwechsel, einer Leistung von 260 kW (354 PS; Macan S: Kraftstoffverbrauch kombiniert 8,9 l/100 km, CO2-Emission kombiniert 204 g/km) und einem Drehmoment von 477 Nm waren die Höhenunterschiede einfach zu meistern.

„Die Lenkung bot eine hervorragende Rückmeldung und war optimal ausgewogen. Auch die Gewissheit, dass die Bremsen bergab kein Fading zeigen, war sehr beruhigend!“ Die Straße zum Cap de Formentor beginnt in Port de Pollenca ebenfalls auf Meereshöhe und erstreckt sich über 19 Kilometer bis zum Leuchtturm.

„Diese 19 Kilometer bis zum Leuchtturm bieten Fahrvergnügen pur“, erzählt Hamid. „Die erste Hälfte der Strecke ist geprägt vom Grün, das aus den Felsen hervorsprießt. Während man an Höhe gewinnt, bieten die gelegentlichen Serpentinen einen großartigen Ausblick auf das Mittelmeer.“ Der absolute Höhepunkt wartet aber Richtung Ende der Strecke. „Die Landzunge wird immer schmaler, ebenso wie die Straße selbst. Bei der Fahrt durch die weiten und schnellen Kurven eröffnen sich erste vielversprechende Ausblicke auf den Leuchtturm, der das Ende der Straße und der Insel markiert. Man sollte die mitunter auf die Straße springenden Zicklein im Blick haben, aber die Aussicht ist wirklich atemberaubend! Selbst an trüben Tagen gehören diese Straßen zu den faszinierendsten, die ich je erleben durfte.“

„Auf Ausfahrt mit:“

Da aufgrund der aktuellen Reisebeschränkungen Roadtrips nur schwer möglich sind, bietet der Porsche Newsroom seinen Lesern in seiner neuen Reihe „Auf Ausfahrt mit:“ die Möglichkeit, die schönsten Straßen des Planeten digital zu entdecken.

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Verbrauchsangaben

  • 0 g/km
  • 28,0 kwh/100 km

Taycan Turbo

Kraftstoffverbrauch / Emissionen
CO2-Emission kombiniert 0 g/km
Stromverbrauch kombiniert 28,0 kwh/100 km
  • 10,8 - 9,6 l/100 km
  • 246 - 219 g/km

718 Boxster GTS 4.0

Kraftstoffverbrauch / Emissionen
Kraftstoffverbrauch kombiniert 10,8 - 9,6 l/100 km
CO2-Emission kombiniert 246 - 219 g/km
  • 8,9 l/100 km
  • 204 g/km

Macan S

Kraftstoffverbrauch / Emissionen
Kraftstoffverbrauch kombiniert 8,9 l/100 km
CO2-Emission kombiniert 204 g/km