16.03.2019

Porsche startet von der Pole-Position in die 1.000 Meilen von Sebring

Mit einem Sieg beim 1.000-Meilen-Rennen in Sebring hat Porsche seine Führung in der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC weiter ausgebaut. Gianmaria Bruni und Richard Lietz erreichten im sechsten Saisonlauf in Florida im Porsche 911 RSR mit der Startnummer 91 den ersten Platz.

Rennen

Die Werksfahrerkollegen Kévin Estre (Frankreich) und Michael Christensen (Dänemark) fuhren in ihrem rund 510 PS starken Sportwagen aus Weissach auf Rang fünf. Das Duo im Fahrzeug mit der Startnummer 92 führt die Meisterschaft nach dem sechsten von acht Saisonrennen deutlich an. In der Herstellerwertung konnte Porsche seine Spitzenposition weiter ausbauen. In der GTE-Am-Klasse feierte das Team Dempsey Proton Racing den zweiten Sieg in Folge.

Das auf acht Stunden limitierte Rennen auf der 6,02 Kilometer langen Rennstrecke in Sebring (USA) verlief für Bruni (Italien) und Lietz (Österreich) über weite Strecken ohne jegliche Zwischenfälle. Dank fehlerfreier Fahrt, guter Taktik und perfekter Arbeit des Teams konnte der Porsche 911 RSR mit der Startnummer 91 auf dem zweiten Platz fahren. Einsetzender Regen rund 25 Minuten vor dem Ende machte einen zusätzlichen Boxenstopp notwendig, bei dem die Werksmannschaft von Manthey-Racing optimal arbeitete und das Fahrzeug von Bruni und Lietz an die Spitze brachte. Die siegreiche Fahrercrew verbesserte sich in der Meisterschaft auf den zweiten Platz. Ereignisreicher verlief das Rennen für die in der WM führenden Teamkollegen. Estre konnte die Spitze nach dem Start von der Pole-Position nicht verteidigen, kollidierte bei der anschließenden Aufholjagd mit einem Konkurrenten und wurde durch eine Stop-and-Go-Strafe erheblich zurückgeworfen. Die nur wenigen Überholmöglichkeiten auf der als „Buckelpiste“ bezeichneten Traditionsstrecke verhinderten eine Rückkehr an die Spitze des Feldes. Der Regen in der Schlussphase veränderte an dieser Situation nichts.

In der Kategorie GTE-Am feierte das Team Dempsey Proton Racing einen weiteren Erfolg. Porsche Young Professional Matt Campbell (Australien), Porsche Junior Julien Andlauer (Frankreich) und Christian Ried aus Schöneburg wurden im 911 RSR mit der Startnummer 77 für eine konstante und fehlerfreie Fahrt mit Platz eins belohnt. Das Porsche-Kundenteam Project 1 mit Werksfahrer Jörg Bergmeister (Langenfeld), dem US-Amerikaner Patrick Lindsey und Egidio Perfetti (Norwegen) verteidigte die Spitze in der Gesamtwertung mit Rang drei im Sebring-Rennen. Das Team Gulf Racing mit Porsche-Junior Thomas Preining (Österreich) und den beiden Briten Ben Barker und Michael Wainwright erreichte Rang vier. Das Auto mit der Startnummer 88 von Dempsey Proton Racing fuhren Porsche Young Professional Matteo Cairoli (Italien) und dessen Landsleute Giorgio Roda und Gianluca Roda auf den siebten Platz.

Stimmen zum Rennen

Fritz Enzinger (Leiter Motorsport): „Ich bin rundum begeistert. Nach dem Gewinn der Pole-Positions in WEC und IMSA nun der Sieg im ersten von zwei Rennen in Sebring – und das bei diesen schwierigen Bedingungen in der Schlussphase. Besser geht es gar nicht. Ich bin auch sehr stolz auf unsere Kundenmannschaften, die in der GTE-Am-Klasse großartige Leistungen gezeigt haben. Nun folgt noch das Zwölfstundenrennen der IMSA, das wir ebenfalls von Platz eins in Angriff nehmen werden. Da darf es gern so weiterlaufen wie bisher.“

Pascal Zurlinden (Gesamtprojektleiter GT-Werksmotorsport): „Was für ein perfekter Tag. Zuerst die Pole-Positions in beiden Serien, nun der Sieg im 1.000-Meilen-Rennen – besser geht es nicht. Beim letzten Boxenstopp im Regen hat unsere Mannschaft mit einem perfekten Reifenwechsel und der besseren Strategie mehr als fünf Sekunden auf den bis dato führenden BMW gut gemacht. Große Gratulation an die Mechaniker, die den Sieg dadurch erst möglich gemacht haben. Es wäre heute sogar ein Doppelsieg möglich gewesen. Leider ist das Auto mit der Nummer 92 aufgrund einer Strafe zurückgefallen. Wir haben die WM-Führung dennoch ausgebaut und freuen uns unheimlich.“

Gianmaria Bruni (Porsche 911 RSR #91): „Es ist ein fantastisches Ergebnis für uns Fahrer und für Porsche insgesamt. Wie die Mannschaft uns beim letzten Stopp an die Spitze gebracht hat, war einfach sensationell. Das zeigt, wie einzigartig stark unsere Truppe ist. Dass wir bei der Rückkehr der WEC nach Sebring im 1.000-Meilen-Rennen gewinnen konnten, ist schon ein Hammer. Für mich persönlich geht es aber noch weiter: Es war mein erster Rennsieg für Porsche. Das bedeutet mir unheimlich viel.“

Richard Lietz (Porsche 911 RSR #91): „Am Ende hat der Regen den Segen gebracht. Gimmi hat das Auto bei nasser Strecke sicher auf der Bahn gehalten, das Team beim letzten Reifenwechsel unglaublich schnell gearbeitet. Das hat das Rennen entschieden. Für uns ist alles perfekt verlaufen. Ich freue mich sehr über unseren ersten Sieg in der laufenden Saison.“

Weitere Stimmen finden Sie in der Pressemitteilung (Downloads).

Ergebnis Rennen

Klasse GTE-Pro
1. Lietz/Bruni (A/I), Porsche 911 RSR, 226 Runden
2. Tomczyk/Catsburg/Sims (D/NL/GB), BMW M8 GTE, 226 Runden
3. Priaulx/Tincknell/Bomarito (GB/GB/USA), Ford GT, 225 Runden
5. Christensen/Estre (DK/F), Porsche 911 RSR, 225 Runden

Klasse GTE-Am
1. Ried/Andlauer/Campbell (D/F/AUS), Porsche 911 RSR, 221 Runden
2. Flohr/Castellacci/Fisichella (CH/I/I), Ferrari 488 GTE, 221 Runden
3. Bergmeister/Lindsey/Perfetti (D/USA/N), Porsche 911 RSR, 221 Runden
4. Wainwright/Barker/Preining (GB/GB/A), Porsche 911 RSR, 221 Runden
7. Roda/Roda/Cairoli (I/I/I), Porsche 911 RSR, 219 Runden

Qualifying

Richard Lietz (Österreich) und Gianmaria Bruni (Italien) werden das sechste Saisonrennen der Sportwagen-Weltmeisterschaft (WEC) in ihrem rund 510 PS starken Rennwagen mit der Startnummer 91 von der achten Position angehen. In der GTE-Am-Kategorie fuhren die Porsche 911 RSR der Kundenteams Dempsey Proton Racing (Startnummer 77) und Project 1 (Nummer 56) auf die ersten beiden Positionen. 

Die beiden Werksautos des Porsche GT Teams warteten zu Beginn des Qualifyings zunächst in der Boxengasse ab, um bei ihren Angriffen auf die Bestzeit weniger Verkehr zu haben. Christensen setzte seine gute Position auf der Strecke in eine schnelle Rundenzeit um, sein Teamkollege Estre nutzte den Grip der frischen Reifen anschließend perfekt aus. Die Durchschnittszeit von 1:57.500 Minuten brachte das Duo an die Spitze des Feldes und sicherte einen zusätzlichen WM-Punkt. Bruni wurde hingegen bei seinen Qualifyingversuchen vom teils dichten Verkehr aufgehalten. In der GTE-Am-Klasse war Porsche Young Professional Matt Campbell der schnellste Fahrer der Zeitenjagd. Der Australier, der Anfang Februar das Zwölfstundenrennen in Bathurst (Australien) gewonnen hatte, wird gemeinsam mit seinen Teamkollegen Christian Ried (Schöneburg) und Porsche Junior Julien Andlauer (Frankreich) vom ersten Platz in das Rennen über 1.000 Meilen (oder acht Stunden) gehen.

Stimmen zum Qualifying

Pascal Zurlinden (Gesamtprojektleiter GT-Werksmotorsport): „Wenn man mit dem in der WM führenden Auto auf die Pole-Position fährt und somit einen weiteren Punkt kassiert, dann ist das perfekt. So haben wir uns den Auftritt in Sebring vorgestellt. Wir blicken mit großer Freude auch auf die Kundenteams, die sich mit den Startplätzen eins, zwei und fünf optimal für das lange Rennen positionieren konnten. Großes Kompliment an die Mannschaft von Project 1, die nach einem Zwischenfall bei den Testfahrten vor dem Rennwochenende ein komplett neues Auto aufbauen musste.“

Richard Lietz (Porsche 911 RSR #91): „Die Balance des Autos haben wir erstklassig hinbekommen. Unsere Änderungen an der Fahrwerksabstimmung waren perfekt. Das Auto war im Qualifying sehr gut. Im Gegensatz zu den Mitbewerbern haben wir auf einen zweiten frischen Reifensatz verzichtet. Wir hoffen, dass sich diese Strategie im Rennen für uns auszahlen wird und wir diesen Vorteil ausspielen können.“

Gianmaria Bruni (Porsche 911 RSR #91): „Wir sind wohl die einzige Crew, die auf den Einsatz eines weiteren frischen Reifensatzes verzichtet hat. Da war die richtige Entscheidung, denn zu Beginn meines Qualifyingversuches war die Strecke derart schmutzig, dass die erste Runde ohnehin nur zum Säubern der Reifen gedient hat. In der zweiten Runde bin ich auf einen Aston Martin aufgelaufen. Sonst wäre definitiv mehr als Startplatz acht drin gewesen.“

Ergebnis Qualifying

Klasse GTE-Pro
1. Christensen/Estre (DK/F), Porsche 911 RSR, 1:57.500 Minuten
2. Priaulx/Tincknell/Bomarito (GB/GB/USA), Ford GT, + 0,115 Sekunden
3. Mücke/Pla/Johnson (D/F/USA), Ford GT, + 0,214 Sekunden
8. Lietz/Bruni (A/I), Porsche 911 RSR, + 0,613 Sekunden

Klasse GTE-Am
1. Ried/Andlauer/Campbell (D/F/AUS), Porsche 911 RSR, 1:59.790 Minuten
2. Bergmeister/Lindsey/Perfetti (D/USA/N), Porsche 911 RSR, + 0145 Sekunden
3. Dalla Lana/Lamy/Lauda (CDN/P/A), Aston Martin Vantage GTE, + 0,286 Sekunden
5. Roda/Roda/Cairoli (I/I/I), Porsche 911 RSR, + 0,627 Sekunden
8. Wainwright/Barker/Preining (GB/GB/A), Porsche 911 RSR, + 4,007 Sekunden

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