12.12.2014

Zentrales Ersatzteillager vergrößert

Porsche hat die Lagerfläche seines zentralen Ersatzteillagers um die Hälfte erweitert. Ein Blick auf das logistische Rückgrat des Unternehmens.

Auf der von 113.000 auf 170.000 Quadratmeter vergrößerten Lagerfläche im Gewerbegebiet Eichwald nahe Sachsenheim sind über 100.000 Porsche-Teile abrufbar und werden mit zukunftsweisender Logistik an mehr als 800 Standorte in aller Welt geliefert. Für den Ausbau wurden insgesamt fast 80 Millionen Euro investiert.

„Im Gewerbegebiet Eichwald befindet sich das logistische Rückgrat unserer Porsche Ersatzteil-Organisation: Durch die Erweiterung der Logistik-Kapazitäten unterstützen wir unsere Händler in aller Welt, auch bei stark gestiegenen Fahrzeugverkäufen einen vorbildlichen Service für den Kunden anzubieten“, sagte Produktionsvorstand Dr. Oliver Blume anlässlich der Eröffnungsfeier für die Inbetriebnahme der neuen Gebäude.

Beste Lieferqualität im zentralen Ersatzteillager

„Wir konnten den Arbeitgeber in den Verhandlungen 2005 davon überzeugen, dass das Ersatzteillager in Sachsenheim und damit in Baden-Württemberg gebaut wird. Es lohnt sich, Produktivität und Flexibilität anzugehen, damit Arbeitsplätze gesichert – ja sogar ausgeweitet werden“, sagte Uwe Hück, Konzernbetriebsratsvorsitzender der Porsche AG.

Das zentrale Ersatzteillager befindet sich im gemeinsamen Gewerbegebiet der Kommunen Sachsenheim, Bietigheim-Bissingen, Oberriexingen und Sersheim, 19 Kilometer vom Porsche-Stammwerk in Zuffenhausen entfernt. Der erste Spatenstich wurde im Oktober 2007 vorgenommen. „Die dritte Baustufe ist willkommener Anlass für die konsequente Weiterentwicklung unserer Best in Class-Logistik“, sagte Jürgen Wels, Vorsitzender der Geschäftsführung der Porsche Logistik Gesellschaft.

Eine ausgeklügelte, zukunftsweisende Logistik mit schlanken, verschwendungsfreien Prozessen sorgt im zentralen Ersatzteillager für beste Lieferqualität. Mehr als 500 Fachkräfte sind in der logistischen Abwicklung im Einsatz und beliefern in der Regel innerhalb von 24 Stunden sämtliche Porsche-Zentren und Händler weltweit mit Ersatzteilen. Auch die im Ausland gelegenen Regionallager werden direkt aus Sachsenheim mit Porsche-Teilen beliefert. Dazu sind vor Ort 150 Flurförderzeuge und elf Schleppzüge im Einsatz. Das Routenkonzept sieht dabei zukünftig rund 420 Kilometer täglich zurückgelegte Strecke für die Schleppzüge vor. 200 Lkw sorgen Tag für Tag für die An- und Auslieferung der verschiedenen Porsche-Teile.

Uwe Hück: „Gewinne verpflichten, in die Region zu investieren“

Dazu bemerkte Sachsenheims Bürgermeister Horst Fiedler in seiner Funktion als Vorsitzender des Zweckverbands Eichwald: „Unsere Kommunen sind sehr stolz und glücklich, dass Porsche seinen hiesigen Standort ausweitet. Porsche ist eine der wichtigsten Firmen in unserem interkommunalen Gewerbegebiet. Eine Stärkung der Firma vor Ort begrüßen wir natürlich.“ Uwe Hück ergänzte: „Ich bin stolz auf unsere Porscheanerinnen und Porscheaner! Mein Motto: Gewinne verpflichten, in die Region zu investieren.“

Mit der Erweiterung des zentralen Ersatzteillagers setzt der Sportwagenhersteller auch in Sachen Nachhaltigkeit ein deutliches Signal. Porsche hat beim Ausbau des Standorts Sachsenheim auf die nachhaltige Bauausführung hohen Wert gelegt. So ist der Standort bereits seit 2011 nach der ISO-Norm 50001 (Energiemanagement) zertifiziert. Im Rahmen dieser Norm finden Auditierungen zur Kontrolle der Einhaltung eines ressourcenschonenden Energieeinsatzes statt. Darüber hinaus werden gerade neue Projekte auf innovative Ideen geprüft. Für den Ausbau wurden daher schon im Rahmen der Planung Meilensteine zur Energie-Effizienzsteigerung festgelegt. Zusätzlich wurde eine Dichtheitsprüfung des Gebäudes mittels des sogenannten „Blower Door Test“ durchgeführt. Insgesamt wurde durch diese Maßnahmen eine Unterschreitung der Energiesparverordnung um 44 Prozent erreicht.

Der Bau ist ein Bestandteil zur Absicherung des Wachstumkurses von Porsche

Der Ausbau des zentralen Ersatzteillagers ist ein wichtiger Bestandteil zur Absicherung des Wachstumskurses von Porsche. So investiert der Sportwagenhersteller allein in Deutschland mehr als eine Milliarde Euro in verschiedene Bauprojekte. Dazu zählen unter anderem der Neubau eines Antriebsprüfgebäudes im Entwicklungszentrum Weissach für 95 Millionen Euro und der weitere Ausbau des Werks in Leipzig für die künftige Vollfertigung des Panamera mit einem Investitionsvolumen in Höhe von rund 500 Millionen Euro.

In Zuffenhausen investiert Porsche bis 2016 über 300 Millionen Euro. Neben einem neuen Motorenwerk baut das Unternehmen dort bestehende Gebäude zu zentralen Werkstätten für Fahrzeuge um. Darüber hinaus entsteht derzeit ein neues Ausbildungszentrum. Hinzu kommen weitere 25 Millionen Euro, die am Mehrmarken-Standort Osnabrück für die Montage von Teilumfängen des Porsche Cayenne investiert werden.

Verbrauchsangaben

Panamera: Kraftstoffverbrauch/Emissionen* kombiniert: 10,7 bis 6,4 l/100 km; CO2-Emissionen: 249 bis 169 g/km

Cayenne: Kraftstoffverbrauch/Emissionen* kombiniert: 11,2 bis 9,9 l/100 km; CO2-Emission: 263 bis 236 g/km

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