Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) hat das von Porsche zur Prüfung vorgelegte Software-Update freigegeben. Porsche holt nun die betroffenen Fahrzeuge zum kostenfreien Software-Update in die Werkstätten. Konkret werden die Kunden voraussichtlich ab Kalenderwoche 45 von ihrem jeweiligen Porsche-Partner informiert und gebeten, einen Werkstatttermin zu vereinbaren. Das Software-Update wird dort etwa eine Stunde Zeit in Anspruch nehmen. Soweit erforderlich, stellt das Porsche Zentrum für diesen Zeitraum eine Ersatzmobilität zur Verfügung.

Die bisherigen Herstellerangaben bezüglich Kraftstoffverbrauch, maximale Motorleistung, maximales Drehmoment, Geräusch- und CO2-Emissionen hat das KBA bestätigt. Auch die Lebensdauer des Motors und des Abgasnachbehandlungssystems werden durch das Software-Update nicht negativ verändert.

 

Welche Schritte muss ich als Besitzer eines Cayenne 3,0-Liter-V6-Diesel unternehmen, um das kostenfreie Software-Update zu erhalten?

Der jeweilige Porsche-Partner wird sich voraussichtlich ab Kalenderwoche 45 bei den betroffenen Kunden zur Vereinbarung eines Termins melden. Das Software-Update wird etwa eine Stunde in Anspruch nehmen und ist für die Kunden selbstverständlich kostenlos. Soweit erforderlich, stellt das Porsche Zentrum für diese Zeit eine Ersatzmobilität zur Verfügung.

Steht das Software-Update auch für andere Diesel-Modelle für Porsche zur Verfügung?

Betroffen sind ausschließlich Fahrzeuge des Typs Cayenne 3,0-Liter-V6-Diesel der Emissionsklasse Euro 6. Das Software-Update wurde eigens für diese Fahrzeuge konzipiert. Die bisherigen Herstellerangaben bezüglich Kraftstoffverbrauch, maximale Motorleistung, maximales Drehmoment, Geräusch- und CO2-Emissionen hat das KBA bestätigt. Auch die Lebensdauer des Motors und des Abgasnachbehandlungssystems werden durch das Software-Update nicht negativ verändert.

Was hat es mit dem Rückruf auf sich, der vom deutschen KBA angeordnet wurde? Welche und wie viele Fahrzeuge sind betroffen?

Porsche hat Ende Juli Fahrzeuge des Typs Cayenne 3,0-Liter-V6-Diesel der Emissionsklasse Euro 6 für Deutschland zurückgerufen. Hintergrund ist, dass Porsche bei internen Untersuchungen Unregelmäßigkeiten in der Motorsteuerungssoftware festgestellt und diese aktiv dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) mitgeteilt hat. Die Behörde hat eine Umrüstung durch ein Software-Update im Rahmen eines Rückrufes angeordnet. Betroffen sind europaweit rund 21.500 Fahrzeuge der Baujahre 2014 bis 2017, davon 6.000 in Deutschland. Alle betroffenen Fahrzeuge sind technisch sicher und fahrbereit.

Am Montag, den 11. September 2017, hat Porsche beim KBA einen Lösungsvorschlag eingereicht, um die Fahrzeuge mittels eines Software-Updates in Ordnung zu bringen. Mit der vorliegenden Freigabe für die neue Software startet Porsche die für die Kunden kostenfreie Aktion und stellt die Vorschriftsmäßigkeit der betroffenen Fahrzeuge wieder her.

Was wird Porsche vorgeworfen? Was genau beanstandet das KBA?  Wie wurde der Sachverhalt identifiziert?

Porsche hat bei internen Untersuchungen Unregelmäßigkeiten in der Motorsteuerungssoftware dieser Fahrzeuge festgestellt und diese aktiv dem KBA mitgeteilt.

Hat das Software-Update Auswirkungen auf den Verbrauch der Fahrzeuge? Welchen Einfluss hat das Update auf Verbrauch, Garantie, Haltbarkeit, Schadstoffausstoß etc.?

Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) hat die bisherigen Herstellerangaben bezüglich Kraftstoffverbrauch, maximale Motorleistung, maximales Drehmoment, Geräusch- und CO2-Emissionen bestätigt. Auch die Lebensdauer des Motors und des Abgasnachbehandlungssystems werden durch das Software-Update nicht negativ verändert.

Nicht nur Porsche selbst, sondern auch das Kraftfahrtbundesamt hat die Eignung und die Wirksamkeit des Software-Updates umfassend geprüft und bestätigt.

Wann wird Porsche mit der Umsetzung des Software Updates beginnen? Wann wird das Update verfügbar sein?

Mit der vorliegenden Freigabe für die neue Software startet Porsche die für die Kunden kostenfreie Aktion und stellt die Vorschriftsmäßigkeit der betroffenen Fahrzeuge wieder her. Konkret werden die betroffenen Kunden voraussichtlich ab Kalenderwoche 45 von ihrem jeweiligen Porsche-Partner informiert und gebeten, einen Werkstatttermin zu vereinbaren. Das Software-Update wird dort etwa eine Stunde Zeit in Anspruch nehmen. Soweit erforderlich, stellt das Porsche Zentrum für diesen Zeitraum eine Ersatzmobilität zur Verfügung.

Wann wird der Kunde offiziell zur Verfügbarkeit des Software Update angeschrieben? Wie lange dauert die Aktion?

Die Halter der Fahrzeuge werden voraussichtlich ab Kalenderwoche 45 von ihrem jeweiligen Porsche-Partner informiert und gebeten, einen Werkstatttermin zu vereinbaren. Das Software-Update wird dort etwa eine Stunde Zeit in Anspruch nehmen. Soweit erforderlich, stellt das Porsche Zentrum für diesen Zeitraum eine Ersatzmobilität zur Verfügung.

Hat das Software Update mit den Vorwürfen zu tun, die „Der Spiegel“ in Ausgabe 24/2017 auf Basis eines eigenen Abgastests gegenüber Porsche formuliert hat?

Nein, Porsche hat bei internen Untersuchungen Unregelmäßigkeiten in der Motorsteuerungssoftware dieser Fahrzeuge festgestellt und diese aktiv dem KBA mitgeteilt. Diese Unregelmäßigkeiten stehen nicht im Zusammenhang mit der Getriebesteuerungssoftware.

Können Kunden das Update verweigern?

Bei einer amtlich angeordneten Rückrufaktion ist eine Durchführung eines Software-Updates verpflichtend. Sollten Kunden sich gegen das Software-Update entscheiden, riskieren sie den Entzug der Betriebserlaubnis; dies liegt nicht im Einflussbereich von Porsche oder der Porsche-Partner.

Findet sich diese Abschalteinrichtung, so wie sie im Porsche Cayenne zum Einsatz kam, auch in anderen Fahrzeugen, die Teil des Nachrüstprogramms sind? Falls ja, rechnet Porsche damit, dass das KBA auch bei weiteren Fahrzeugen den Einsatz einer unzulässigen Abschalteinrichtung feststellen wird?

Seit Monaten werden innerhalb des Volkswagen Konzerns mit Hochdruck eine große Anzahl von Diesel-Varianten in den unterschiedlichen Modellen auf technische Mängel und Optimierungspotenziale untersucht. Hierbei überprüft der Konzern in enger Abstimmung mit dem KBA und dem Bundesverkehrsministerium systematisch alle Motor- und Getriebevarianten und geht allen verfügbaren Hinweisen nach.

Was bedeutet konkret die Aussage des Vorstandsvorsitzenden Oliver Blume „Porsche übernimmt die volle Verantwortung“?

Ungeachtet dessen, dass Porsche selbst keine Diesel-Motoren entwickelt und produziert, trägt Porsche als Fahrzeughersteller gegenüber seinen Kunden und natürlich auch gegenüber den Behörden die Verantwortung für seine Produkte. Aus diesem Grund ist Porsche in sämtlichen Angelegenheiten weiterhin in engem Austausch mit den Behörden, insbesondere dem KBA. Porsche ist es ein großes Anliegen, die Kundenerwartungen hinsichtlich Qualität, Integrität und Service in vollem Umfang zu erfüllen.

VW hat Umstiegsprämien für die Marken des Konzerns angekündigt. Was bietet Porsche in diesem Zusammenhang?

Porsche bietet Fahrzeughaltern, die von ihrem Wagen mit Dieselmotor der Emissionsklasse Euro 1 bis Euro 4 auf ein viertüriges Porsche-Neufahrzeug wechseln, eine Prämie an. Der Preisvorteil beläuft sich auf eine Ersparnis von 5.000 Euro, verbunden mit der endgültigen Stilllegung des bisherigen Diesel-Fahrzeuges. Die Sonderaktion gilt ab sofort europaweit und läuft bis zum 31. Dezember 2017. Mit der Initiative setzt Porsche ein Zeichen zur Erneuerung älterer Fahrzeugbestände durch moderne und umweltfreundlichere Automobile. Aus diesem Grund richtet sich das Angebot an alle Fahrer eines Diesel-Fahrzeuges der Emissionsklasse Euro 1 bis Euro 4, ganz unabhängig von Modell und Marke.

Verbrauchsangaben

Cayenne S Diesel Platinum Edition: Kraftstoffverbrauch kombiniert 8,2 – 8,0 l/100 km; CO2-Emissionen 215 – 209 g/km

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