16.12.2016

Porsche unterstützt Cyber Valley

Als einer der Kernpartner beteiligt sich Porsche an einer der größten Forschungskooperationen Europas zu Künstlicher Intelligenz. Die Projektbeteiligten haben in Stuttgart den Starschuss gegeben.

Intelligente Systeme sind schon jetzt dabei, direkten Einfluss auf unser Handeln zu nehmen. Sie werden voraussichtlich einen der bisher größten Veränderungsprozesse anstoßen, den die moderne Zivilisation bisher zu bewältigen hatte. Bereits jetzt ist das Land Baden-Württemberg Heimat führender Forschungseinrichtungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz. In den kommenden Jahren wird auch Porsche aktiv dazu beitragen, einen internationalen Top-Standort für Künstliche Intelligenz zu schaffen: das Cyber Valley. Weitere Partner bei der Realisierung des Projekts sind die Universitäten Stuttgart und Tübingen, das Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme sowie Bosch, Daimler, BMW, ZF Friedrichshafen und Facebook.

Das Cyber Valley soll als internationales Zentrum für Grundlagenforschung und als Gründerplattform für marktfähige Anwendungen aufgesetzt werden. Dazu erhalten vielversprechende Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler mit bis zu 100 Doktoranden eine exzellente Ausbildung.

Steiner: „Das Cyber Valley ist eine ideale Ergänzung zum Projekt Mission E“

Mit seinen Anstrengungen in den Bereichen der Digitalisierung und Elektromobilität leistet Porsche schon heute einen großen Beitrag, die Entwicklung in diese Richtung aktiv zu gestalten. „Wir werden Ende des Jahrzehnts den ersten rein elektrisch betriebenen Sportwagen auf den Markt bringen“, sagt Michael Steiner, Mitglied des Vorstandes Forschung und Entwicklung der Porsche AG.

Michael Steiner unterzeichnet in Stuttgart den Letter of Intent zum Cyber Valley

„Das Projekt Mission E unterstreicht dabei nicht nur die Bedeutung unseres Stammsitzes in Stuttgart-Zuffenhausen. Vielmehr ist es ein Meilenstein für den Technologiestandort Baden-Württemberg. Das Cyber Valley ist eine ideale Ergänzung, um industrie- und standortübergreifend an den Schlüsseltechnologien für morgen zu arbeiten und wissenschaftlichen Nachwuchs für diese Themen auszubilden.“

Projekt Cyber Valley soll ein physisches Zentrum bekommen

Zunächst finanzieren das Land, die Industriepartner sowie ein Konsortium baden-württembergischer Stiftungen neun Cyber Valley Forschungsgruppen. Zusätzlich entstehen zehn Professuren an den Universitäten Stuttgart und Tübingen, die dem Cyber Valley international Gewicht verleihen sollen. Zwei Brückenprofessuren zum Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme gewährleisten die langfristige Ausrichtung des Projekts. Des Weiteren finanziert das Land Baden-Württemberg jeweils zwei zusätzliche Professuren.

Außerdem ermöglichen die Partnerunternehmen insgesamt zwei Stiftungslehrstühle in Stuttgart und Tübingen. Im Sommer 2017 folgt eine gemeinsame Graduiertenschule des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme sowie der Universitäten Stuttgart und Tübingen – die International Max Planck Research School Intelligent Systems.

Eine zweite Ausbaustufe beinhaltet ein gemeinsames Neubauvorhaben, um dem Cyber Valley auch ein physisches Zentrum zu geben. Dieses soll als Standort einer der größten europäischen Forschungskooperationen im Bereich der Künstlichen Intelligenz dienen. In den kommenden Jahren wird das Land mehr als 50 Millionen Euro in den Ausbau des Cyber Valley investieren.

Die Kooperationspartner im Neuen Schloss in Stuttgart

Was ist Künstliche Intelligenz?

Der Begriff Künstliche Intelligenz (KI) beschreibt lernfähige Systeme, die den kompletten Kreislauf von Wahrnehmung, Verständnis und Handeln vollziehen können. Daraus folgt die Fähigkeit, in komplexen und dynamischen Umwelten ohne fremde Hilfe zu agieren. Für Menschen und Tiere ist diese Fähigkeit selbstverständlich. In der Entwicklung intelligenter Systeme versuchen Wissenschaftler – gemäß dem Vorbild der Natur – die entsprechenden Steuer- und Regelungsmechanismen zu verstehen und sie auf künstliche Systeme zu übertragen.

In Zukunft wird Künstliche Intelligenz nicht nur virtuell, sondern auch in unserer realen Umgebung anzutreffen sein. Anknüpfungspunkte bieten nicht nur das autonome Fahren und die industrielle Produktion. Selbstlernende Systeme können auch bei der Diagnose und Behandlung von Krankheiten, bei der Auswertung gewaltiger Datenmengen oder bei Rettungseinsätzen eine wichtige Rolle spielen. Vor allem dann, wenn ein Einsatz von Menschen nicht mehr möglich oder zu gefährlich wäre.

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