Perfekt gemacht 3 – die Montage des Macan

Eine Symphonie mit 225 Takten: die Montage des Macan gipfelt in der Hochzeit. So wird die Vereinigung von Karosserie und Motor in Fachkreisen genannt.

Der Macan ist wie jeder Porsche ein Sinnbild für das optimale Zusammenspiel von Mensch und Maschine. Der Produktionsprozess bezieht mehrere Standorte und viele Lieferanten ein – und gipfelt in der hochmodernen Fertigung im Werk Leipzig. In unserer Serie „Perfekt gemacht – so entsteht der Macan“ begleiten wir den kompletten Produktionsprozess des kompakten SUV. Der dritte Teil wirft einen Blick hinter die Kulissen der Montage.

Werk Leipzig, Montage, Infografik, 2014, Leipzig, Porsche AG
Die Grafik in höherer Auflösung finden Sie in der linken Spalte (Downloads)

Inzwischen hat der Macan die Unterbodenlinie passiert und damit so wichtige Teile wie Bremsleitungen und den Tank an Bord. An der Exterieurlinie hat er nicht nur seine Türen wiederbekommen, sondern ist jetzt auch mit Heck- und Frontscheibe ausgestattet – und auf der Motorhaube prangt das Porsche-Wappen. Jetzt steuert er auf die Mixlinie und damit auf die Hochzeit zu. Mixlinie deshalb, weil hier nun auch der Cayenne hinzukommt, und somit drei Baureihen in dieser Fabrik auf einer Linie laufen. Eine Leipziger Besonderheit. Übrigens, die Sechszylinder-Benzin-Aggregate stammen aus Stuttgart-Zuffenhausen. Per Lkw gelangen sie nach Leipzig ins Versorgungszentrum Montage und von dort zur sogenannten Antriebaufrüstung. Sie erfolgt parallel zur Karosseriemontage.

Die Hochzeit findet vollautomatisch statt

Während die Karosserie per Gehänge einschwebt, nähern sich Fahrwerk und Antriebsstrang der Vermählung auf einem fahrerlosen Transportsystem (FTS). Die feierliche Vereinigung findet vollautomatisch statt. Trauzeugen sind die Mitarbeiter eine Station später, die die Federbeine in den dafür vorgesehenen Aufnahmen verschrauben. Zur Aussteuer gehört in der Folge das Befüllen mit Kraftstoff, Brems- und Kühlflüssigkeit sowie Motoröl. Am Ende der Mixlinie steht der Macan schließlich auf eigenen Rädern.

Jetzt wartet noch das Prüffeld beziehungsweise Finish. Porsche hat es für den neuen SUV um eine Linie erweitert. Hier werden die Software aufgespielt, Bremsen getestet, Scheinwerfer eingestellt, Fahrerassistenzsysteme kalibriert und – erstmals der Motor gestartet. Bevor es dann auf die Reise zum Kunden geht, bittet Porsche den Macan noch einmal zum Tanz. Diesmal allerdings nicht zum Roboter-Reigen, sondern zur Kurven-Kür auf der Einfahrstrecke. Der Macan ist beim Menschen angekommen.

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