Auf einen Blick
- Zweiter Saisonsieg für Andretti-Pilot Jake Dennis
- Zweiter Podestplatz für Rookie Pepe Martí (Cupra Kiro)
- Nico Müller mit Punkten fürs Werksteam, Strafe für Pascal Wehrlein
Mit Platz 2 sicherte sich Pepe Martí das zweite Podium seiner Formel-E-Karriere. Als Dritter beim Monaco E-Prix im Mai hatte der Cupra-Kiro-Pilot erstmals das Podest erreicht. Porsche-Werksfahrer Nico Müller wurde Siebter, Teamkollege Pascal Wehrlein belegte Platz 14.
Das Andretti-Team verpasste in China seinen ersten Doppelsieg in der vollelektrischen Weltmeisterschaft, den es direkt nach dem Rennen noch feierte: Dennis’ Teamkollege Felipe Drugovich hatte die Ziellinie als Zweitplatzierter überquert und als solcher das Treppchen bestiegen. Aufgrund einer Zeitstrafe, die erst in den Abendstunden verhängt wurde, fiel er jedoch nachträglich auf den fünften Platz zurück.
Dennis und Drugovich waren von den Startplätzen 1 und 2 losgefahren. Das Duo behauptete sich bis kurz nach Rennhalbzeit, ehe eine Rotphase das Geschehen unterbrach. Beim Neustart fiel Dennis zunächst zurück, übernahm mit einer späten Attack-Mode-Aktivierung jedoch erneut die Führung. Die Ziellinie überquerte er vor António Félix da Costa (Jaguar TCS Racing). Noch während des Rennens hatte der frühere Porsche-Werksfahrer ebenfalls eine Zeitstrafe erhalten – Drugovich und Martí rückten einstweilen auf die Plätze 2 und 3 vor.
Pascal Wehrlein hatte sich anfangs von Platz 6 auf Platz 3 vorgearbeitet, Nico Müller von Position 14 auf Position 4. Auch Wehrlein erhielt fünf Strafsekunden für eine Kollision. Direkt vor Müller ins Ziel gefahren, fiel er wegen des Zeitaufschlags aus den Punkterängen heraus.
Der 99X Electric startete zum ersten Mal auf dem Straßenkurs von Sanya. Dank der Punkteausbeute von Dennis und Martí im Rennen baute Porsche seine Führung in der Herstellerwertung aus.
Racing for Charity
Unter dem Motto „Racing for Charity“ setzt die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG in der aktuellen Formel-E-Saison ein starkes gesellschaftliches Zeichen und unterstützt weltweit schwerkranke Kinder. Für jede Rennrunde der beiden werkseigenen Porsche 99X Electric spendet der Stuttgarter Sportwagenhersteller 400 Euro an die gemeinnützigen Organisationen Kinderherzen retten e.V., Interplast Germany e.V. und die Ferry-Porsche-Stiftung. Nachdem Pascal Wehrlein und Nico Müller beim elften Saisonrennen in Sanya die maximale Anzahl an Runden absolvierten, steht der Spendenbetrag bei 292.400 Euro.
Stimmen zum Sanya E-Prix
Florian Modlinger, Gesamtprojektleiter Formel E: „Ein starkes Ergebnis für Porsche und unsere Kundenteams – drei 99X unter den besten Fünf und ein weiterer Sieg für Andretti. Glückwunsch an Andretti und Cupra Kiro. Schon im Qualifying hat sich gezeigt, dass unser Paket auf diesem Kurs gut funktioniert – mit drei Porsche-Fahrzeugen in den Halbfinals der Duellphase. Für das Werksteam verlief der Tag enttäuschend. Nico bremste im Quali eine gelbe Flagge aus, Pascal hatte an einer Stelle Probleme beim Anbremsen. Im Rennen lagen beide kurz vor der roten Flagge auf den Plätzen 3 und 4. Pascal hatte noch sechs Minuten Attack Mode zur Verfügung, die Fahrer vor ihm nur vier. Die Ausgangsposition im Kampf um den Sieg war also gut. Beim Überholen kollidierte er aber mit einem Konkurrenten. Nur ein paar Punkte für Nico waren natürlich nicht das Ziel, mit dem wir nach Sanya gekommen sind. In Shanghai wollen wir es besser machen. Positiv ist, dass die Pace des 99X Electric bei der Hitze hier gestimmt hat. Auf ähnliche Bedingungen stellen wir uns auch in Shanghai und Tokio ein.“
Pascal Wehrlein, Porsche-Werksfahrer (#94): „Bis zur Rennunterbrechung sah es sehr vielversprechend aus. Wir waren in einer starken Position und hatten gute Chancen auf einen Podestplatz, vielleicht sogar auf den Sieg. Nach dem Neustart lief es dann nicht mehr. Die Kollision und die Strafe haben das Rennen für uns sehr schwierig gemacht. Ich habe heute alles gegeben und hart gepusht, um das Maximum herauszuholen, aber es hat nicht gereicht. Jetzt richten wir den Fokus auf die letzten sechs Saisonrennen. Das Wochenende hat gezeigt, dass das Auto schnell war und die Ausgangslage gestimmt hat.“
Nico Müller, Porsche-Werksfahrer (#51): „Das war kein einfacher Tag. Nach dem schwierigen Qualifying haben wir uns im Rennen stark nach vorne gearbeitet. Vor der roten Flagge lagen wir auf Platz 4 und hatten noch eine Minute und 50 Sekunden Attack Mode zur Verfügung. Das Timing der Unterbrechung hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Trotzdem konnten wir immerhin P7 holen. Mehr war unter diesen Umständen nicht möglich. Das entspricht aber natürlich nicht unseren Erwartungen. In Shanghai wollen wir wieder stärker sein.“
Punktestände nach 11 von 17 Rennen
Fahrerwertung
1. Mitch Evans (NZL), 128 Punkte – Jaguar I-Type 7
2. Oliver Rowland (GBR), 109 Punkte – Nissan e-4ORCE 05
3. Edoardo Mortara (SUI), 103 Punkte – Mahindra M12Electro
4. Pascal Wehrlein (GER), 101 Punkte – Porsche 99X Electric
5. Jake Dennis (GBR), 94 Punkte – Porsche 99X Electric
7. Nico Müller (SUI), 89 Punkte – Porsche 99X Electric
11. Pepe Martí (ESP), 58 Punkte – Porsche 99X Electric WCG3
12. Felipe Drugovich (BRA), 42 Punkte – Porsche 99X Electric
14. Dan Ticktum (GBR), 28 Punkte – Porsche 99X Electric WCG3
Teamwertung
1. Jaguar TCS Racing (GBR), 220 Punkte
2. Porsche Formel-E-Team (GER), 190 Punkte
3. Mahindra Racing (IND), 162 Punkte
4. Andretti Formula E (USA), 136 Punkte
8. CUPRA KIRO (USA), 86 Punkte
Herstellerwertung
1. Porsche, 324 Punkte
2. Jaguar, 283 Punkte
3. Mahindra, 158 Punkte
Die offiziellen Punktestände finden sich auf den Seiten der Formel E.
So geht’s weiter
Das Porsche Formel-E-Team, Andretti Formula E und Cupra Kiro starten am 4. und 5. Juli 2026 beim Shanghai E-Prix (Saisonrennen 12 und 13).
Porsche in der Formel E
Als aktueller Team- und Herstellerweltmeister bestreitet Porsche 2025/2026 seine siebte Formel-E-Saison. Neben dem werkseigenen Porsche Formel-E-Team startet das US-Kundenteam Andretti Formula E mit dem Porsche 99X Electric der neusten Generation GEN3 Evo. Mit Cupra Kiro nimmt ein zweites Porsche-Kundenteam teil und setzt dabei auf 99X-Technik der Vorgängergeneration GEN3. In der Formel E gewinnt die Marke wertvolle Erkenntnisse für ihre Seriensportwagen.