Auf einen Blick
- Pole-Position und Platz 3 für Wehrlein am Sonntag
- Nico Müller nach Sieg am Samstag im zweiten Rennen ohne Punkte
- Porsche feiert 75 Jahre Motorsport beim Heim-E-Prix
Am Samstag hatte Nico Müller auf dem Gelände des früheren Flughafens Tempelhof seinen ersten Sieg in der vollelektrischen Rennserie gefeiert. Der Schweizer kam im zweiten Rennen auf Platz 13 ins Ziel. In der Schlussphase war er im Kampf um Platz 5 in eine Kollision verwickelt. Jake Dennis und Felipe Drugovich belegten für das Kundenteam Andretti Formula E die Plätze 6 und 9. Damit landeten drei Fahrzeuge mit Porsche-Technik in den Top Ten.
Ex-Weltmeister Wehrlein startete wie schon im Vorjahr von der Pole-Position in den Sonntagslauf. Zu Beginn des 37 Runden langen Rennens ließ er sich zurückfallen und sparte Energie. Gegen Ende aktivierte er als erster Fahrer der Spitzengruppe seinen letzten Attack Mode und übernahm die Führung, fiel auf älteren Reifen anschließend jedoch auf Rang 3 zurück. Für den Deutschen war es das vierte Podium im achten Saisonrennen sowie sein zweiter Podestplatz in Berlin. Mit Rang 3 und den zusätzlichen Punkten für die Pole-Position übernahm Wehrlein erneut die Führung in der Fahrerwertung.
Ehe ihn die Kollision zurückwarf, hatte sich Wehrleins Teamkollege Müller von Startplatz 11 auf Platz 6 nach vorne gekämpft. Nach dem Sieg am Vortag verpasste er die Punkteränge. Porsche behauptet weiterhin die Führung in der Team- und in der Herstellerwertung.
Last chance to watch Pink Pig racing (for now). 🐷⬇️
— Porsche Formula E Team (@PorscheFormulaE) May 3, 2026
Oh, and there was a podium as well. 😅 pic.twitter.com/7GSxoACeJZ
Rückkehr der „Sau“-Livery
Beim Berlin E-Prix gingen die beiden werkseigenen Porsche 99X Electric in der legendären „Sau“-Livery an den Start. Mit dieser besonderen Lackierung setzte Porsche ein visuelles Highlight und brachte als Dank an die Fans einen echten Publikumsliebling zurück auf die Strecke. Seinen Ursprung hat das ikonische Design im Jahr 1971, als der Porsche 917/20 bei den 24 Stunden von Le Mans erstmals im „Pink Pig“-Look antrat. Ein zweiter Auftritt folgte 2018 ebenfalls in Le Mans: Michael Christensen, Kévin Estre und Laurens Vanthoor feierten am Steuer des Porsche 911 RSR den Sieg in der GTE-Pro-Kategorie, wodurch die Livery endgültig Kultstatus erreichte. Das siegreiche Fahrzeug war in Berlin vor Ort und bot den Fans die Möglichkeit, es aus nächster Nähe zu erleben.
75 Jahre Porsche Motorsport vor vollen Tribünen
Die beiden Rennen in Berlin fanden vor ausverkauften Tribünen statt. Im Rahmen seines Heimspiels würdigte Porsche seine 75-jährige Motorsportgeschichte. Über das gesamte Wochenende hinweg war eine Ausstellung historischer Rennfahrzeuge zu sehen, darunter legendäre Modelle wie der Porsche 550 Spyder und der Porsche 917. An beiden Renntagen absolvierten ausgewählte Fahrzeuge zudem Paraderunden auf der Strecke.
Racing for Charity
Unter dem Motto „Racing for Charity“ setzt die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG in der aktuellen Formel-E-Saison ein starkes gesellschaftliches Zeichen und unterstützt weltweit schwerkranke Kinder. Für jede Rennrunde der beiden werkseigenen Porsche 99X Electric spendet der Stuttgarter Sportwagenhersteller 400 Euro an die gemeinnützigen Organisationen Kinderherzen retten e.V., Interplast Germany e.V. und die Ferry-Porsche-Stiftung. Nachdem Pascal Wehrlein und Nico Müller auch beim achten Saisonrennen in Berlin die maximale Anzahl an Runden absolvierten, steht der Spendenbetrag bei 216.000 Euro.
Anlässlich des Berlin E-Prix schloss sich die Formel E dem guten Zweck an: Im Rahmen ihres „Better Futures Fund“ tätigt sie eine ergänzende Spende in Höhe von 25.000 Euro. Mit dem Förderprogramm stärkt die vollelektrische Weltmeisterschaft wohltätige Organisationen und Projekte in den Austragungsländern der Rennen.
Stimmen zum Berlin E-Prix
Florian Modlinger, Gesamtprojektleiter Formel E: „Zweites Rennen an diesem Wochenende in Berlin und ein weiteres Podium – diesmal für Pascal, dazu die Pole-Position und sehr wichtige Punkte für die Meisterschaft. Für Nico war es ebenfalls ein starkes Rennen von Startplatz 11 aus. Im Kampf um Platz 5 kollidierte er leider mit einem anderen Fahrzeug. Ein Top-Fünf-Ergebnis wäre heute für ihn möglich gewesen. Insgesamt war es ein sehr starkes Wochenende, an dem wir den Vorsprung in der Team- und in der Herstellerwertung ausbauen konnten. Mein Dank gilt allen Fans für die Unterstützung an diesem Wochenende sowie dem gesamten Team – an der Strecke und im Werk.“
Pascal Wehrlein, Porsche-Werksfahrer (#94): „Das Podium war heute das Maximum. Ich bin von ganz vorne gestartet und habe versucht, viel Energie zu sparen. Evans und Rowland sind von weiter hinten ins Rennen gegangen und hatten am Ende etwas mehr Energie zur Verfügung. Insgesamt war es ein sehr guter Tag mit der Pole-Position und dem Podium. Einerseits bin ich sehr zufrieden mit heute, andererseits bin ich noch etwas enttäuscht vom gestrigen Tag. Wichtig war es aber, nach vorne zu schauen und den Fokus auf heute zu legen. Das ist uns gelungen. Danke ans Team, das Auto war das ganze Wochenende über stark und nahezu unschlagbar. Glückwunsch an alle, und jetzt freuen wir uns auf Monaco.“
Nico Müller, Porsche-Werksfahrer (#51): „Zweiter Tag in Berlin und weitere Punkte für das Team. Glückwunsch an Pascal zum Podium! Auch für mich sah es zwischenzeitlich richtig gut aus, aber dann kam die Kollision. Danach war leider nicht mehr viel möglich. Keine Punkte für uns, aber insgesamt ein starkes Wochenende mit vielen Punkten für das Team und meinem ersten Sieg. Dieses Momentum nehmen wir mit in den nächsten Teil der Saison.“
ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft – Punktestände nach 8 von 17 Rennen
Fahrerwertung
1. Pascal Wehrlein (GER), 101 Punkte – Porsche 99X Electric
2. Mitch Evans (NZL), 98 Punkte – Jaguar I-Type 7
3. Edoardo Mortara (SUI), 93 Punkte – Mahindra M12Electro
5. Nico Müller (SUI), 75 Punkte – Porsche 99X Electric
7. Jake Dennis (GBR), 66 Punkte – Porsche 99X Electric
10. Pepe Martí (ESP), 25 Punkte – Porsche 99X Electric WCG3
11. Dan Ticktum (GBR), 22 Punkte – Porsche 99X Electric WCG3
18. Felipe Drugovich (BRA), 2 Punkte – Porsche 99X Electric
Teamwertung
1. Porsche Formel-E-Team (GER), 176 Punkte
2. Jaguar TCS Racing (GBR), 163 Punkte
3. Mahindra Racing (IND), 107 Punkte
7. Andretti Formula E (USA), 68 Punkte
8. CUPRA KIRO (USA), 47 Punkte
Herstellerwertung
1. Porsche, 228 Punkte
2. Jaguar, 214 Punkte
3. Stellantis, 123 Punkte
Die offiziellen Punktestände finden sich auf den Seiten der Formel E.
So geht’s weiter
Das Porsche Formel-E-Team, Andretti Formula E und Cupra Kiro starten am 16. und 17. Mai 2026 beim Monaco E-Prix (Saisonrennen 9 und 10).
Porsche in der Formel E
Als aktueller Team- und Herstellerweltmeister bestreitet Porsche 2025/2026 seine siebte Formel-E-Saison. Neben dem werkseigenen Porsche Formel-E-Team startet das US-Kundenteam Andretti Formula E mit dem hocheffizienten Porsche 99X Electric der neusten Generation GEN3 Evo. Mit Cupra Kiro nimmt ein zweites Porsche-Kundenteam teil und setzt dabei auf 99X-Technik der Vorgängergeneration GEN3. In der Formel E gewinnt die Marke wertvolle Erkenntnisse für ihre Seriensportwagen.