07.08.2014

Starke Truppe

Es ist nicht nur das umfangreichste Motorsportprogramm der letzten Jahre, mit dem Porsche in die Saison 2014 gestartet ist. Auch der Fahrerkader von Porsche Motorsport ist auf Rekordgröße gewachsen.

„Einen so großen Kader hat es in der Firmengeschichte von Porsche noch nicht gegeben“, sagt Wolfgang Hatz, Vorstand für Forschung und Entwicklung der Porsche AG. „Wir sind sehr stolz auf unsere starke internationale Fahrerbesetzung.“

Für den Einsatz im Porsche 919 Hybrid in der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC mit den 24 Stunden von Le Mans als Saisonhöhepunkt hat Porsche sechs Fahrer verpflichtet: Timo Bernhard (D), Romain Dumas (F), Brendon Hartley (NZ), Neel Jani (CH), Marc Lieb (D) und Mark Webber (AUS). „Gleich drei der sechs Piloten kommen aus unserer eigenen Werksfahrerriege, zwei waren sogar Porsche-Junioren. Darauf sind wir besonders stolz“, sagt Wolfgang Hatz. Fritz Enzinger, Leiter LMP1, ergänzt: „Wir hatten eine beträchtliche Anzahl Bewerber aus allen Klassen um die Cockpits unserer zwei 919 Hybrid. Wir wollten Erfahrung, schieren Speed, technisches Verständnis, und wir wollten Teamplayer, denn das ist im Langstreckensport noch wichtiger als in jeder anderen Disziplin."

Als erste Fahrer gesetzt waren Timo Bernhard und Romain Dumas. Die beiden bringen die Erfahrung von jeweils sieben Gesamtsiegen bei 24-Stunden-Rennen mit – Nürburgring, Daytona, Spa und einen gemeinsamen Gesamtsieg in Le Mans mit Audi. Im Juli 2013 stieß der ehemalige Formel-1-Testfahrer Neel Jani zum Team, und seit Ende der Formel-1-Saison 2013 ist Mark Webber an Bord. Mit Brendon Hartley und Marc Lieb wurde die Mannschaft kurz vor Weihnachten komplett.

„Le Mans und Porsche, das ist Gänsehaut“

Brendon Hartley verließ früh seine Heimat Neuseeland, um seine Motorsport-Laufbahn in Europa voranzutreiben. Auf Erfolge in der Formel Renault und der Formel 3 folgte der ersehnte Formel-1-Vertrag – als Testfahrer und mit ergo wenig Einsatzmöglichkeiten, weshalb Hartley sich parallel Sportwagenrennen zuwandte. „Ich bin wahnsinnig stolz, dass sich Porsche für mich entschieden hat“, sagt er. „Und Le Mans hat mich schon bei meinem ersten Einsatz tief beeindruckt. Aber dort mit der Ikone Porsche in der LMP1 anzutreten, hat noch eine andere Dimension.“

Marc Lieb war gerade mal 20, als er im Jahr 2000 die Porsche-Junior-Fahrerauswahl gewann. Neben zahlreichen Klassensiegen holte auch er schon fünf Gesamtsiege bei 24-Stunden-Rennen, vier Mal auf dem Nürburgring, ein Mal in Spa. „Ich durfte mit Porsche schon in der ganzen Welt Siege feiern“, sagt er, „auch schon in der GT-Klasse in Le Mans. Und immer wieder haben dort die Menschen gefragt, wann wir in die LMP1-Klasse zurückkehren. Seit dieses Projekt beschlossen wurde, wollte ich nur eines: dabei sein. Le Mans und Porsche, das ist Gänsehaut, das kann ich gar nicht beschreiben.“

Seit 15 Jahren mit Porsche zusammen

„Ich bin seit 15 Jahren mit Porsche zusammen und empfinde die große Verantwortung, die mit der Rückkehr in die LMP1 verbunden ist“, sagt Timo Bernhard. „Bei der Entwicklung ist man als ganzer Fahrer gefordert. Die erste Prämisse ist nicht, schnell zu fahren, sondern alles aus dem Auto herauszufühlen und den Ingenieuren auch die kleinsten Details mitzuteilen.“ Romain Dumas sagt: „Der Klassensieg in Le Mans 2013 mit Marc Lieb und Richard Lietz im Werksteam mit dem Porsche 911 RSR war wirklich toll, aber jetzt stoßen wir auf neues Terrain vor, und mit all den komplexen technischen Neuerungen ist das eine gewaltige Herausforderung für unsere neue Mannschaft.“

„Es war immer mein Ziel, eines Tages in der WEC und in Le Mans um den Gesamtsieg kämpfen zu können“, sagt Neel Jani. „Dafür muss man Teil eines guten Werksteams sein, diesen Platz habe ich jetzt. Für Porsche zu starten, ist eine große Ehre und bedeutet viel Verantwortung. Wir wollen der tollen Motorsport-Historie von Porsche ein weiteres Kapitel hinzufügen, auch wenn das Zeit braucht. Die Technik ist komplett neu und wir müssen als Team zusammenwachsen.“

Schneller Franzose und starke Junioren

Frédéric Makowiecki wird den GT-Kader von Porsche Motorsport in der Saison 2014 verstärken und einen 911 RSR pilotieren. Der Franzose, der sich selbst meist kurz Fred Mako nennt, ist eine feste Größe am Steuer von Porsche-Rennfahrzeugen. Insgesamt verfügt er über neun Jahre Erfahrung am Steuer von Neunelfern. Einer seiner größten Erfolge war der Titelgewinn im Porsche Carrera Cup Frankreich im Jahr 2010. „Frédéric Makowiecki ist einer der schnellsten und erfahrensten GT-Piloten überhaupt“, sagt Porsche-Sportchef Hartmut Kristen. „Er verfügt über sehr viel Erfahrung auf fast allen internationalen Rennstrecken und weiß genau, wie man einen Porsche 911 schnell bewegt.“

Mit dem Porsche 911 RSR starten in der Saison 2014 die Porsche-Werksfahrer Jörg Bergmeister (D), Michael Christensen (DK), Wolf Henzler (D), Marco Holzer (D), Richard Lietz (A), Patrick Long (USA), Patrick Pilet (F) und Nick Tandy (GB) in der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC bzw. der neuen Tudor United SportsCar Championship in den USA und Kanada. Den Porsche-Fahrerkader 2014 komplettieren die Porsche-Junioren Klaus Bachler (A) im Porsche Mobil 1 Supercup sowie Connor de Phillippi (USA), Sven Müller (D) und Alex Riberas (E) im Porsche Carrera Cup Deutschland. Der Neuseeländer Earl Bamber wird als Gewinner der Porsche Motorsport International Cup Scholarship in dieser Saison von Porsche im Porsche Mobil 1 Supercup gefördert.

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