27.10.2014

Herausforderung in Shanghai

Der sechste von acht Läufen zur FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC findet am 2. November auf dem Shanghai International Circuit statt.

Ein weiteres Mal bereitet das Porsche Team die Porsche 919 Hybrid auf eine unbekannte Strecke vor. Software statt Hardware: Simulationsprogramme unterstützen das Team bei der grundsätzlichen Anpassung der Hybridstrategie und Abstimmung des Porsche 919 Hybrid für die verschiedenen Streckenprofile. Für die finalen Abstimmungsarbeiten vor dem Sechsstundenrennen sind die Testfahrten in den drei Freien Trainings in Shanghai jedoch unersetzbar.

„Jede Strecke ist eine neue Herausforderung für unser junges Team mit dem Porsche 919 Hybrid“, sagt Fritz Enzinger, Leiter LMP1,vor dem Rennen. „In Fuji haben wir das sehr gut gemeistert, die Lernkurve von den ersten Runden bis zum Rennen war extrem steil. Wir hoffen, dass uns das auf dem völlig andersartigen Kurs in Shanghai auch gelingt.“ Das Team sei froh, das Rennen auf diesem überaus attraktiven Markt für Porsche im WM-Kalender zu haben. „Wir wollen uns dort bestmöglich gegen die starke Konkurrenz behaupten.“

GTE-Pro: Porsche-Piloten wollen im Titelkampf Boden gut machen

Das Porsche Team Manthey, Gewinner des Auftaktrennens in Silverstone, ist in der chinesischen Wirtschaftsmetropole mit zwei Porsche 911 RSR in der stark besetzten Klasse GTE-Pro am Start. In der Herstellerwertung belegt Porsche aktuell den zweiten Platz. Auf dem 5,451 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs sind die Porsche-Werksfahrer Jörg Bergmeister (Langenfeld) und Richard Lietz (Österreich) im 470 PS starken 911 RSR mit der Startnummer 91 im Einsatz. Ihre französischen Werksfahrerkollegen Frédéric Makowiecki und Patrick Pilet teilen sich, ebenfalls in der Klasse GTE-Pro, das Cockpit der Nummer 92. In der Klasse GTE-Am treten die Kundenteams Proton Competition mit Porsche-Junior Klaus Bachler (Österreich) sowie Prospeed Competition an. Auch sie setzen den Porsche 911 RSR ein.

Dr. Frank-Steffen Walliser, Porsche Motorsportchef, zeigt sich zuversichtlich: „In Fuji haben wir zuletzt eine sehr gute Teamperformance gezeigt und der 911 RSR ist ohne jede Probleme gelaufen. Trotzdem konnten wir unsere Position in der Meisterschaft nicht verbessern. In den letzten drei Rennen wird der Kampf um den Titel dadurch um so härter.“  Das Team gehe gut vorbereitet in die spannende Schlussphase der Saison. „In Shanghai erwartet uns eine anspruchsvolle Strecke, von der wir glauben, dass unser Auto und unsere Reifen dort sehr gut zusammenpassen. Wir sind deshalb sehr zuversichtlich, dass wir um den Sieg mitfahren können.“

Mehr Zitate in der entsprechenden Pressemitteilung (Download; linke Spalte).

Zahlen und Fakten

- Das Sechsstundenrennen startet am 2. November um 11:00 Uhr Ortszeit.

- Eine Runde auf dem Shanghai International Circuit ist 5,451 Kilometer lang, sie hat neun Rechts- und sieben Linkskurven.

- Die längste Gerade liegt zwischen den Kurven 13 und 14 und misst rund 1,3 Kilometer.

- Ebenso charakteristisch wie schwierig ist die erste Kurve nach dem Start: In einem fast vollständigen Kreis wird sie schneckenartig immer enger.

- Aus der Vogelperspektive erinnert der Streckenverlauf an das chinesische Schriftzeichen Shàng, das „oben“ oder „über“ bedeuten kann.

- Die Strecke und die überaus großzügige Anlage vor den Toren der Millionenmetropole Shanghai wurden auf einem Sumpfgelände errichtet.

- Seit 2004 fährt die Formel 1 auf dieser Rennstrecke, seit 2012 die WEC.

- Das Porsche Team hat mit dem 919 Hybrid in der ersten Saison bisher zwei Podestplätze (Silverstone und Fuji) und eine Poleposition (Spa) erreicht.

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