20.09.2018

Das Original in Nordamerika: Die „Nr. 1“ tourt durch die Welt

Auf seiner Jubiläumstour ist der Porsche 356 „Nr.1“ Roadster derzeit in Nordamerika zu sehen. 70 Jahre nachdem die „Nr.1“ das Werk im österreichischen Gmünd verließ, ist sie nun erstmals in Kanada angekommen. Danach geht es weiter zur Rennsport Reunion in den USA.

Er gilt als die Geburtsstunde der Marke Porsche – der Moment, als der 356 „Nr.1“ Roadster seine allgemeine Betriebserlaubnis als erstes Automobil unter dem Familiennamen erhielt. Nun ist das Original von damals zum ersten Mal auf kanadischem Boden gelandet – und das gleich für zwei Stopps. Die Reise nach Übersee fand im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten zu „70 Jahre Porsche Sportwagen“ statt. Dabei sind sowohl das Original als auch das Showcar, ein am ursprünglichen Aussehen der „Nr.1“ orientierter Nachbau, in zahlreichen Ländern rund um die Welt zu sehen.

Nach seiner Übersee-Reise ins US-amerikanische Pebble Beach zum Concours d’Elegance, dem weltweit berühmtesten Schönheitswettbewerb für hochwertige klassische Automobile, landete das Original nun also auf kanadischem Boden. In Vancouver wurde die „Nr.1“ beim „Luxury & Supercar Weekend“ ausgestellt, Kanadas führender Lifestyle- und Automobilveranstaltung mit einer Sammlung von mehr als 187 Luxusautomobilen. Der zweite Stopp war der Toronto Harbour, wo der Roadster am 14. September in schönster Kulisse auf einer Grünfläche vor dem CN-Tower präsentiert wurde.

Der Porsche 356 „Nr.1“ in Toronto


Als nächstes ist die „Nr. 1“ vom 27. bis 30. September bei der Rennsport Reunion in den USA zu sehen, dem weltweit größten Treffen von Oldtimern und aktuellen Porsche-Rennwagen. Dort macht das Original seinen letzten Halt, bevor es nach Zuffenhausen zurückkehrt. Das Showcar hingegen tritt dann die letzte Etappe auf seiner Tour nach China an. Im größten Absatzmarkt verbleibt das nachgebaute 356 „Nr.1“ Showcar für mehr als zwei Monate – die mit Abstand längste Etappe der Jubiläumstour.

Der Porsche 356 „Nr.1“ Roadster auf der Monterey Car Week


Mit Nordamerika verbindet der Porsche 356 eine ganz besondere Beziehung: In den 1950er Jahren galt er dort als liebenswertes Individualfahrzeug. Das klare und ästhetische Design des Porsche stach aus dem Einerlei der amerikanischen Massenmotorisierung heraus.

Schnell wurde der Porsche 356 zu einem Geheimtipp in der nordamerikanischen Rennszene. Untrennbar mit dem großen Erfolg von Porsche in den USA verbunden sind die Namen der Porsche US-Importeure der ersten Stunde: Max Hoffman und dessen professionelles Marketing sowie John von Neumann mit seinem leidenschaftlichen Engagement für den Rennsport. Mit ihrem großen Enthusiasmus, sicherem Gespür für Kundenwünsche und effektiven Vertriebskonzepten verhalfen sie den Porsche-Sportwagen während dieser Anfangsphase zum Durchbruch in Nordamerika.

Ferry Porsche (li.) und Sohn Ferdinand Alexander Porsche neben dem 356 A Coupé in New York, um die Elmer A. Sperry-Medaille in Empfang zu nehmen (November 1958)

Parallel dazu festigen unzählige Sporterfolge auf den amerikanischen Rennpisten sowie prominenten Kunden das dynamische und exklusive Image der Sportwagen „Made in Germany“. Das wirkt sich nicht nur positiv auf die Verkaufszahlen aus: Die schnellen, aber voll alltagstauglichen deutschen Sportwagen werden auch in Hollywood von Filmstars geschätzt und gefahren, allen voran von James Dean. Diese Kombination aus Rennsport und Hollywood-Glamour verhalf der Marke Porsche in Nordamerika zu ihrem einzigarten Lifestyle-Image. Dank der Vorbildfunktion Amerikas setzte sich diese Wahrnehmung der Marke auch in Europa fort.

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