Ferry-Porsche-Stiftung zeichnet Engagement für Medienkompetenz aus

Digitale Kompetenzen vermitteln, für Risiken im Netz sensibilisieren und Teilhabe ermöglichen: Zehn gemeinnützige Organisationen aus Stuttgart und Leipzig werden dafür als „Helden des Alltags“ ausgezeichnet. Die Ferry-Porsche-Stiftung unterstützt die geförderten Projekte mit insgesamt 100.000 Euro. Mit der Aktion „Helden des Alltags“ würdigt die Stiftung seit 2019 gesellschaftliches Engagement in beiden Städten.

„Medienkompetenz ist eine Schlüsselqualifikation für gesellschaftliche Teilhabe und demokratische Mitbestimmung“, sagt Angela Rodriguez, Vorstandsmitglied der Ferry-Porsche-Stiftung. „Neben dem sicheren Umgang mit digitalen Technologien kommt es darauf an, Informationen kritisch einzuordnen, Risiken zu erkennen und digitale Angebote verantwortungsvoll zu nutzen. Unsere diesjährigen „Helden des Alltags“ leisten dazu einen wertvollen Beitrag.“

Diese Projekte stärken die Medienkompetenz in Stuttgart

Mit „Challenge45“ vermittelt der Caritasverband für Stuttgart e.V. Schülerinnen und Schülern der vierten und fünften Klassen zentrale Kompetenzen für einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien. In drei interaktiven Modulen geht es um Datenschutz und Privatsphäre, soziale Netzwerke und Werbung sowie ein respektvolles Miteinander im Klassenchat.

Digital Balance e.V. fördert mit Schulprojekten, Workshops, Elternabenden und Fortbildungen einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien und leistet zugleich Suchtprävention. Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche, ihre Familien sowie pädagogische Fachkräfte. Schwerpunkte sind Cybermobbing und Datenschutz.

Seit 2021 ermöglicht die Evangelische Gesellschaft Stuttgart e.V. (eva) mit „eva’s Media-Raum“ Menschen in Armut und Wohnungsnot die digitale Teilhabe. Das Projekt bietet ihnen Geräte, Internetzugang und einen geschützten Raum. Bei alltäglichen digitalen Anwendungen erhalten die Nutzenden praktische Unterstützung. Zudem vermitteln Grundlagenkurse und Einzelberatungen digitale Kompetenzen.

Das Sozialunternehmen NEUE ARBEIT gGmbH bringt mit dem „LogInBus“ digitale Unterstützung direkt zu Menschen in schwierigen Lebenslagen. Der mobile Medienbus fährt mehrmals pro Woche verschiedene Anlaufstellen an. Vor Ort bietet er kostenfreies WLAN, offene Beratung und Kurse zu digitalen Medien sowie Möglichkeiten zum Drucken und Scannen.

Im Workshop „Hass im Netz – muss nicht sein!“ sensibilisiert der Stadtjugendring Stuttgart e.V. Jugendliche dafür, dass Hassrede nicht selbstverständlich ist und welche Folgen digitale Hetze für alle Beteiligten in einem digitalen Raum hat. Gemeinsam erarbeiten sie Strategien für einen sicheren Umgang mit Hasskommentaren und ein souveränes Verhalten im Netz.

Diese Projekte stärken die Medienkompetenz in Leipzig

Der Anker e.V. verbindet in seiner offenen Medienwerkstatt digitale Bildung mit Kreativität, kritischem Denken und Teilhabe. Kinder und Jugendliche entdecken digitale Medien eigenständig und setzen ihre Ideen in der Trickfilm- und Comicwerkstatt, im Fotolabor oder am Computer praktisch um. Ergänzende Workshops vermitteln ihnen wichtige Kompetenzen für einen reflektierten Umgang mit digitalen Inhalten.

Mit „#starkmitmedien“ unterstützt der Deutsche Kinderschutzbund Leipzig e.V. Eltern, Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte dabei, Kinder und Jugendliche sicher und kompetent durch die digitale Medienwelt zu begleiten. Thematische Schwerpunkte sind insbesondere die Sensibilisierung für Cybergrooming und Cybermobbing, rechtliche Fragestellungen sowie eine altersgerechte Mediennutzung.

Mit dem „Medienführerschein“ vermittelt DRAHTSEIL, eine Einrichtung in Trägerschaft der Diakonie Leipzig, bereits in der Grundschule einen bewussten Umgang mit digitalen Medien. Während einer Projektwoche setzen sich die Kinder mit Themen wie Smartphone-Nutzung, Werbung und Gefahren im Netz auseinander. Das erworbene Wissen wenden die Teilnehmenden anschließend kreativ in eigenen Projekten an.

Der Medienkiosk der HEIZHAUS gGmbH eröffnet Kindern und Jugendlichen praxisnahe Zugänge zu digitalen Technologien. Sie entwickeln eigene Projekte mit KI, VR, Gaming und weiteren Zukunftstechnologien. Offene Formate und Workshops fördern ihre technischen Fähigkeiten, stärken den kritischen Umgang mit digitalen Medien und vermitteln Kompetenzen für eine selbstbestimmte Nutzung.

Mit „Netzkompetent!“ bietet die VILLA gGmbH medienpädagogische Projekttage für die Klassenstufen vier und fünf an. In Teams setzen sich die Teilnehmenden mit verschiedenen Aspekten der Smartphone- und Internetnutzung auseinander. Sie reflektieren ihr eigenes Medienverhalten, lernen persönliche Daten zu schützen, Informationen kritisch einzuordnen und respektvoll im Netz zu kommunizieren.


Über die Ferry-Porsche-Stiftung

Die 2018 gegründete Ferry-Porsche-Stiftung fördert und initiiert gemeinnützige Projekte in den Bereichen Soziales, Umwelt, Bildung und Wissenschaft, Kultur und Sport. Mit ihrem gesellschaftlichen Engagement will die Stiftung vor allem junge Menschen an den Unternehmensstandorten der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG unterstützen. Namensgeber ist Ferry Porsche, der 1948 die Sportwagenmarke Porsche gründete.