Anke Huber: „Wir freuen uns alle auf den Porsche Tennis Grand Prix“

Die Australian Open waren der erste Tennis-Höhepunkt des Jahres. In unserem Interview spricht Anke Huber, Sportliche Leiterin des Porsche Tennis Grand Prix, über die Siegerin Ashleigh Barty, die neue Generation im Damentennis und über ihre Wunschspielerinnen für das Turnier vom 16. bis 24. April in der Porsche-Arena.

Anke Huber, im vergangenen Jahr hat Ashleigh Barty den Porsche Tennis Grand Prix gewonnen und jetzt auch die Australian Open. Was sagen Sie zu ihrer Leistung?

Anke Huber: Ihr Sieg war keine wirkliche Überraschung. Sie hat ein souveränes Turnier gespielt und bis zum Finale eigentlich nur gegen Amanda Anisimova kurz gewackelt. Ansonsten war sie ihren Gegnerinnen haushoch überlegen.

Die sportbegeisterten Australier warteten seit 1978 auf eine australische Siegerin. Wie ist sie, vor allem im Finale gegen Danielle Collins, mit diesem enormen Druck umgegangen?

Huber: Es war schon sehr beeindruckend, wie sie beim Stand von 1:5 im zweiten Satz ruhig geblieben ist und das Match nach Hause gespielt hat. Sie hat immer einen Spielplan, wenn sie auf den Platz geht, das ist bei ihr deutlich zu sehen. Und an den hält sie sich bis zum Ende, egal was da kommt. Das hat sie auch in diesem Finale sehr souverän gemacht für ihr Alter, sie ist ja auch erst 25. Wie sie mit dem Druck umgegangen ist, dass nicht nur sie selbst, sondern auch Millionen von Australiern den Sieg von ihr erwarten, zeigt ihre große Klasse.

Welche Erkenntnisse haben die Australian Open sonst noch gebracht?

Huber: Es war schön zu sehen, dass sich eine neue Generation findet und langsam die Lücken schließt, die beispielsweise eine Serena Williams hinterlassen hat. Ich meine damit Spielerinnen wie Iga Swiatek, Barbora Krejcikova und auch Amanda Aminisova. Wenn sie es schaffen, ihre Topleistungen noch konstanter abzurufen, gehört ihnen zweifellos die Zukunft. Im Augenblick können sie Ashleigh Barty den Platz an der Spitze der Weltrangliste jedoch noch nicht streitig machen.

Sie standen 1996 selbst im Finale der Australian Open, Ihre Gegnerin damals war die überragende Monica Seles. Welche Erinnerungen haben Sie daran?

Huber: Es war mein erstes Grand-Slam-Finale, noch dazu in Australien, wo ich immer sehr gerne gespielt habe. Insofern wird das immer in meiner Erinnerung bleiben, auch wenn ich es leider nicht gewinnen konnte.

Angelique Kerber, Porsche-Markenbotschafterin, 2022, Porsche AG
Porsche-Markenbotschafterin Angelique Kerber

Angelique Kerber hatte, wie schon im Vorjahr, einen sehr unglücklichen Saisonstart. Was trauen Sie der besten deutschen Tennisspielerin in dieser Saison noch zu?

Huber: Sie ist wegen einer Corona-Infektion erst sehr spät nach Australien gereist. Da war es natürlich sehr schwierig, gleich ein Grand-Slam-Turnier zu spielen. Doch wenn sie wieder fit ist und trainieren kann, traue ich ihr auch in diesem Jahr wieder einiges zu. Gegen Angie zu gewinnen, ist nie leicht. Sie läuft und kämpft, und wenn sie gut drauf ist, macht sie nur wenige Fehler. Auch eine Topspielerin braucht schon einen guten Tag, um sie schlagen zu können. Ich bin sicher, dass wir von ihr schon bald wieder tolle Matches sehen werden.

Kommen wir zurück zu Ashleigh Barty und den Porsche Tennis Grand Prix. Sie in diesem Jahr wieder in Stuttgart zu haben, wäre sicherlich ein großer Gewinn für das Turnier.

Huber: Auf jeden Fall. Die Zuschauer in der Porsche-Arena werden sie lieben, da bin ich mir ganz sicher. Wir wollen natürlich auch, dass sie kommt. Eine definitive Zusage von ihr haben wir noch nicht, aber wir sind dran. Aus meiner Sicht stehen die Chancen gut. Sie hat das Turnier im vergangenen Jahr gewonnen, der Belag liegt ihr, und dass wir in der Halle spielen, kommt ihr auch gelegen. Sie hat ja immer wieder betont, dass sie sich in Stuttgart wohlgefühlt hat. Wenn eine Spielerin ein Turnier gewonnen hat, bedeutet das in der Regel, dass es ihr gutgegangen ist, dass sie mit dem Platz und den Bedingungen gut zurechtgekommen ist und somit eigentlich nichts dagegenspricht, dass sie im Jahr darauf wiederkommt.

Ashleigh Barty, Porsche Tennis Grand Prix, 2021, Porsche AG
Die Siegerin des Porsche Tennis Grand Prix 2021: Ashleigh Barty

Sie dürfen sich drei Spielerinnen für den Porsche Tennis Grand Prix wünschen. Welche würden Sie wählen?

Huber: Neben Ashleigh Barty würde ich mir Naomi Osaka und Angelique Kerber für unser Turnier wünschen. Über Barty haben wir ja schon gesprochen. Osaka ist nicht nur eine tolle Spielerin, sondern auch eine sehr interessante Persönlichkeit, die mittlerweile jeder kennt. Wenn sie fit und gut drauf ist, spielt sie sehr gutes Tennis. In Australien hat sie einen fitten Eindruck gemacht, hat sehr unglücklich verloren. Doch ich denke, sie ist wieder auf einem guten Weg. Was Angie angeht, so ist sie perfekt für den Porsche Tennis Grand Prix. Unser Publikum hat sie ins Herz geschlossen, unterstützt sie mit großer Begeisterung. Als zweifache Stuttgart-Siegerin wäre sie in jedem Fall auch sportlich eine echte Bereicherung.

Auf der WTA Tour ist, so scheint es, in diesen ersten Wochen des Jahres wieder Normalität eingekehrt. Wie groß ist Ihre Hoffnung, dass das so bleibt?

Huber: Das neue Jahr hat gut angefangen, und ich bin eigentlich auch recht zuversichtlich, dass diese Saison ganz normal durchgespielt werden kann. Wir freuen uns jedenfalls alle sehr auf das Turnier und darauf, wieder möglichst viele Tennisfans in der Porsche-Arena begrüßen zu dürfen.

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