Porsche Tennis Grand Prix, Stuttgart, 2019, Porsche AG
Petra Kvitova


„Ich war noch nie in so einer Situation“

Als Anett Kontaveit am Samstag um die Mittagszeit erfuhr, dass sie kampflos in ihr erstes Finale in dieser Saison einziehen wird, war sie überrascht und erfreut zugleich. „Damit habe ich natürlich nicht gerechnet, und ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass ich schon einmal in so einer Situation war“, sagte die Estin, die aktuelle Nummer 15 der Welt. „Ich kann deshalb auch nicht sagen, ob dieser unverhoffte freie Tag ein Vor- oder Nachteil ist. Petra ist eine großartige Spielerin. Ich weiß aber auch: Wenn ich gut spiele, kann ich mit den Besten mithalten.“

Naomi Osaka muss passen

Das erste Halbfinale in der Porsche-Arena hatte noch nicht begonnen, als das Turnier seine Nummer 1 verlor: Naomi Osaka musste sich wegen einer Bauchmuskelverletzung, die sie sich am Freitag bei ihrer sensationellen Aufholjagd im Viertelfinalmatch gegen die Kroatin Donna Vekic zugezogen hat, vorzeitig vom Porsche Tennis Grand Prix verabschieden. 

„Ich hätte wirklich gerne gespielt, aber es ging einfach nicht“, sagte die Japanerin sichtlich geknickt. „Als ich heute Morgen aufgestanden bin, konnte ich mich nicht richtig bewegen, deshalb musste ich mein Match schweren Herzens absagen. Stuttgart hat mir trotz allem einen guten Antrieb für die Sandplatzsaison gegeben. Ich bin froh, dass ich hier zwei Matches gewinnen konnte und danke den Zuschauern, die mich toll unterstützt haben.“ 

Eine Schrecksekunde war die Absage von Naomi Osaka auch für Turnierdirektor Markus Günthardt. „Es ist natürlich traurig für ein Turnier, ein Halbfinale zu verlieren, vor allem auch für die Zuschauer. Wir hatten in dieser Woche sicherlich kein Glück, aber es zeigt die Qualität des Porsche Tennis Grand Prix, dass wir trotzdem hervorragende Spiele von höchster Qualität gesehen haben. Die Porsche-Arena war voll, es herrschte eine tolle Stimmung, das spricht für das Turnier. Ich bin sicher, dass wir am Sonntag auch ein hochklassiges Finale erleben werden.“

Mona Barthel und Anna-Lena Friedsam im Doppel-Finale

Das Finale im Doppel geht mit Spielerinnen vom Porsche Team Deutschland über die Bühne: Mona Barthel und Anna-Lena Friedsam treffen auf Anastasia Pavlyuchenkova (Russland) und Lucie Safarova (Tschechien).

Porsche Tennis Grand Prix, Stuttgart, 2019, Porsche AG
Kiki Bertens


Der Halbfinaleinzug ist für Kiki Bertens der bisher größte Erfolg beim Porsche Tennis Grand Prix. 2017 und 2018 ist sie bereits in der ersten Runde ausgeschieden. Ihre Gegnerin im Halbfinale ist Petra Kvitova.

Arbeitssieg für Petra Kvitova

Das war ein hartes Stück Arbeit für Petra Kvitova. Die Nummer 3 der Welt und Führende im „Porsche Race to Shenzhen“, der offiziellen Qualifikationsrangliste für die prestigeträchtigen WTA Finals im November, musste im ersten Match des Tages alle Register ziehen. Anastasija Sevastova war die erwartet starke Gegnerin und verlangte der Favoritin beim 2:6, 6:2, 6:3 alles ab. Im ersten Satz führte die Lettin bereits mit 4:0 – und Petra Kvitova kam aus dem Staunen nicht heraus. „Keine Ahnung, wann ich das letzte Mal so schlecht gestartet bin“, sagte sie nach dem Einzug ins Halbfinale. „Ich habe viel zu viele Fehler gemacht, Anastasija fast keine.“ Den zweiten Durchgang sicherte sich die zweifache Wimbledon-Siegerin souverän, und obwohl Anastasija Sevastova im dritten Satz hartnäckig dagegenhielt, hatte sie nicht mehr allzu viel entgegenzusetzen. 

Der Lohn für diesen Kraftakt war ihr dritter Halbfinaleinzug in Stuttgart. Weiter ist sie in der Porsche-Arena noch nie gekommen. Das will sie am Samstag ändern, wobei sie nur zu gut weiß: „Wenn ich das Turnier gewinnen will, muss ich auf jeden Fall besser spielen, sonst wird das nichts.“

Naomi Osaka gewinnt Tennis-Krimi

In der Porsche-Arena lag eine Sensation in der Luft. Das zweite Viertelfinale entwickelte sich zu einem echten Tennis-Krimi. Naomi Osaka, die Nummer 1 der Welt aus Japan, sah gegen die an Position 25 geführte Kroatin Donna Vekic schon wie die sichere Verliererin aus, lag nach einem 3:6 und 6:4 im entscheidenden Satz 1:5 zurück. Doch im Duell der jüngsten im Turnier verbliebenen Spielerinnen (Osaka ist 21, Vekic 22) kämpfte sich die zweifache Grand-Slam-Siegerin zurück und rettete sich in den Tiebreak – wo sie ihren zweiten Matchball zum 7:4 verwandelte. Als sich damit die ganze Spannung löste, hielt es die Zuschauer nicht mehr auf ihren Sitzen. Die Porsche-Arena verwandelte sich in ein Tollhaus. 

„Natürlich war ich gestresst, als ich im dritten Satz so weit zurücklag. Aber ich wollte mir hinterher nichts vorwerfen müssen“, sagte Naomi Osaka. „Deshalb habe ich gekämpft und alles versucht, um das Match noch zu drehen. Ich will gute Erinnerungen an dieses Turnier haben, unabhängig vom Ergebnis.“

Ihre Gegnerin im Halbfinale ist die Estin Anett Kontaveit. Sie profitierte im letzten Viertelfinalmatch des Abends beim Stand von 5:7, 7:5, 3:0 von der verletzungsbedingten Aufgabe ihrer Gegnerin Victoria Azarenka (Weißrussland). 

Porsche Tennis Grand Prix, Stuttgart, 2019, Porsche AG
Naomi Osaka, die Nummer 1 der Welt, hat ihr Auftaktmatch erfolgreich gemeistert
Porsche Tennis Grand Prix, Stuttgart, 2019, Porsche AG
Julia Görges ist unglücklich ausgeschieden
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Laura Siegemund


Im Achtelfinale trifft Laura Siegemund auf Anastasija Sevastova. Die Lettin besiegte ihre Landsfrau Jelena Ostapenko mit 6:2, 4:6, 6:0. Ebenfalls in Runde zwei ist Daria Kasatkina (Russland) durch ihr 7:6(8), 7:5 gegen Elise Mertens (Belgien). Greet Minnen (Belgien) gewann gegen Dominika Cibulkova (Slowakei) mit 7:5, 6:3 und muss bereits am Mittwoch wieder antreten – ausgerechnet gegen Petra Kvitova. Die Tschechin ist die Nummer 3 der Welt und die Führende im „Porsche Race to Shenzhen“, der Qualifikationsrangliste für die prestigeträchtigen WTA Finals der acht erfolgreichsten Spielerinnen der Saison.

Alle weiteren Informationen finden Sie in der Pressemitteilung.

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Jelena Ostapenko


Nach diesem spannenden Turnier im Turnier sowie den Finalspielen in der Qualifikation nimmt der Porsche Tennis Grand Prix am Dienstag mit den ersten Hauptrundeneinzeln richtig Fahrt auf.

Anna-Lena Friedsam löst das Hauptfeld-Ticket

Sie kam mit einer Wildcard in die Qualifikation, jetzt steht sie in der Hauptrunde: Anna-Lena Friedsam vom Porsche Team Deutschland gewann ihr Qualifikationsfinale 6:4, 6:4 gegen die Tschechin Tereza Smitkova und komplettiert damit das deutsche Quintett beim Porsche Tennis Grand Prix. „Ich bin sehr glücklich, dass ich bei diesem tollen Turnier den Einzug ins Hauptfeld geschafft habe“, sagte die 25-Jährige, die in der Bundesliga für den TEC Waldau Stuttgart spielt. „Schon bei den ersten Turnieren in diesem Jahr hat sich abgezeichnet, dass ich nach der langen Verletzungspause schon wieder ganz gut drauf bin. Jetzt will ich so weit wie möglich kommen.“ Einfach wird das nicht, schließlich bekommt sie es in ihrem Auftaktmatch am Dienstag gleich mit Kiki Bertens zu tun, der Weltanglistensiebten aus den Niederlanden.

Turkish Airlines Tiebreak

Als zweite deutsche Hoffnung in den Qualifikationsfinals schrammte Anna Zaja vom TEC Waldau Stuttgart nur knapp an der Hauptrunde vorbei. Nach 6:1 und 1:6 führte sie gegen Sara Sorribes Tormo im Entscheidungssatz bereits mit 5:2. Doch die Spanierin kämpfte sich zurück und gewann das spannende Match schließlich im Tiebreak. In der ersten Runde ist sie die Gegnerin von Andrea Petkovic. Ebenfalls ins Hauptfeld schafften es Mandy Minella (Luxemburg), die Vera Zvonareva (Russland) mit 6:3, 5:7, 6:2 besiegte, sowie Greet Minnen (Belgien), die sich gegen Giulia Gatto-Monticone (Italien) mit 6:1, 6:7(3), 6:2 behauptete. 

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Sara Sorribes Tormo


Das Hauptfeld fest im Blick hat auch die ehemalige Top-10-Spielerin Vera Zvonareva. Die Russin gewann am Sonntag gegen Isabella Shinikova (Bulgarien) klar mit 6:2, 6:1. Um einen Platz unter den besten 28 Spielerinnen kämpft sie nun mit Mandy Minella. Die Luxemburgerin besiegte Anna Kalinskaya (Russland) mit 7:5, 6:1. Das vierte Finalspiel der Qualifikation bestreiten Giulia Gatto-Monticone (Italien) und Greet Minnen (Belgien). Gatto-Monticone bezwang Magdalena Frech (Polen) mit 6:4, 6:4. Minnen setzte sich gegen Anna Blinkova (Russland) mit 3:6, 7:5, 6:4 durch.

Angelique Kerber: Erstes Training in der Porsche-Arena

Auf dem Weg der Besserung ist Porsche-Markenbotschafterin Angelique Kerber. Die amtierende Wimbledon-Siegerin und zweifache Stuttgart-Gewinnerin, die den Fed Cup am Wochenende krankheitsbedingt verpasste, absolvierte am Sonntagabend eine erste Trainingseinheit auf dem Centre-Court in der Porsche-Arena.

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Anna-Lena Friedsam


Wenig Mühe hatte Antonia Lottner (TC Bad Vilbel) mit Paula Ormaechea (Argentinien). Sie setzte sich deutlich mit 6:1, 6:1 durch und trifft jetzt auf ihre Kollegin vom Porsche Team Deutschland, Anna-Lena Friedsam (TEC Waldau Stuttgart), die ihr erstes Match gegen Ekaterina Alexandrova mit 7:5, 6:2 gewann. Das war die Überraschung des Tages, denn die Russin war als Nummer 57 der WTA-Weltrangliste die am höchsten positionierte Spielerin der Qualifikation.

Auslosung: Zwei Grand-Slam-Siegerinnen im Duell

Hochspannung von der ersten Runde an verspricht die Auslosung für das Hauptfeld beim Porsche Tennis Grand Prix. Die Starterinnen vom Porsche Team Deutschland sind bei dem hochklassig besetzten Turnier schon in ihren Auftaktmatches gefordert. Die amtierende Wimbledon-Siegerin Angelique Kerber trifft auf Donna Vekic (Kroatien). Julia Görges muss gegen die Russin Anastasia Pavlyuchenkova bestehen. Wildcard-Starterin Laura Siegemund, Gewinnerin des Porsche Tennis Grand Prix 2017, kämpft gegen Lesia Tsurenko (Ukraine) um den Einzug ins Achtelfinale. Auf Andrea Petkovic wartet eine Qualifikantin. Hochspannung verspricht das Duell zweier ehemaliger Grand-Slam-Siegerinnen und Weltranglistenersten: Garbiñe Muguruza (Spanien) trifft auf Victoria Azarenka (Weißrussland).

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Naomi Osaka, 2019, Porsche AG
Naomi Osaka


Mit der Spanierin Garbine Muguruza (French Open 2016, Wimbledon 2017) und der Lettin Jelena Ostapenko (French Open 2017) kommen zwei weitere Grand-Slam-Siegerinnen zum Porsche Tennis Grand Prix. Freuen können sich die Fans in Stuttgart auch auf die Russin Daria Kasatkina, eine der Aufsteigerinnen des Jahres 2018, die Französin Caroline Garcia sowie die Schweizerin Belinda Bencic, die im Februar mit ihrem Sieg beim Millionenturnier in Dubai ein eindrucksvolles Comeback in der Weltspitze feierte.

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