09.11.2016

Nachhaltigkeit: Porsche baut Engagement aus

Der Sportwagenhersteller hat Zertifizierungen für Gebäude in Shanghai, London sowie Atlanta erhalten und ist neues Mitglied im Unternehmens-Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften B.A.U.M.

Erst jüngst hatte Porsche ein ebenso umfangreiches wie innovatives Mobilitätskonzept für seine Mitarbeiter in der Region Stuttgart vorgestellt, das unter anderem die kostenlose Nutzung des ÖPNV mit dem Firmenausweis bei Feinstaub-Alarm ermöglicht. Jetzt ist der Stuttgarter Sportwagenhersteller dem Unternehmens-Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften B.A.U.M. beigetreten und hat zudem für Gebäude in Shanghai, London sowie Atlanta Zertifizierungen nach LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) und BREEAM (Building Research Establishment Environmental Assessment Method) erhalten.

Schon in der Vergangenheit hat Porsche mit seiner Infrastruktur in Produktion und Administration Maßstäbe gesetzt: So wird das Produktionswerk in Zuffenhausen seit 1996 freiwillig nach dem Öko-Audit EMAS der Europäischen Union bewertet. Und das 28 Hektar große Areal des Porsche Werk 4 in Zuffenhausen war das erste Industriequartier überhaupt, das ein Zertifikat in Gold der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) erhielt. „Rund ein Drittel des Rohstoffverbrauchs in Deutschland ist auf den Betrieb von Gebäuden zurückzuführen. Dies macht deutlich, dass wir nicht nur in Bezug auf unsere Produkte eine Verantwortung wahrnehmen müssen, sondern auch mit Blick auf unsere Liegenschaften weltweit. Zumal der Umgang mit Ressourcen ein entscheidender Faktor ist, um auch in Zukunft unsere Wettbewerbsfähigkeit und damit Standorte und Arbeitsplätze zu sichern“, sagt Albrecht Reimold, Vorstand für Produktion und Logistik der Porsche AG, dessen Ressort auch das Zentrale Baumanagement samt Umwelt- und Energiemanagement umfasst.

Porsche bekennt sich dazu, nachhaltig zu wirtschaften

Mit der Mitgliedschaft im Bundesdeutschen Arbeitskreis für umweltbewusstes Management e.V., kurz B.A.U.M., verpflichtet sich Porsche dem B.A.U.M.-Unternehmenskodex und bekennt sich dazu, nachhaltig zu wirtschaften und den Umweltschutz zu fördern. Die jüngsten Zertifizierungen nach LEED in Gold für das Technische Trainingszentrum von Porsche in Shanghai und die Nordamerika-Zentrale One Porsche Drive in Atlanta unterstreichen dies ebenso wie die Bewertung „sehr gut“ durch das britische BREEAM-System für das Porsche Handels- und Servicezentrum im Westen Londons.

Im Showroom in Chiswick kommen ausschließlich LED-Leuchten zum Einsatz

Im Technischen Trainingszentrum in Shanghai setzt Porsche unter anderem auf ein effektives Klimasystem, das mit Wärmetauschern und einem Wärmepumpensystem ausgestattet ist und für eine gleichzeitige Kühlung und Entfeuchtung der feuchtwarmen Außenluft sorgt. Beim Porsche Handels- und Servicezentrum in Chiswick handelt es sich um einen kompletten Neubau, der bei laufendem Betrieb auf dem Areal des bereits bestehenden Porsche Zentrums errichtet wurde.

Neuen Raum zu erschließen, indem alte Gebäude effizient modernisiert oder ersetzt werden, ist ein wesentlicher Bestandteil der Porsche-Philosophie. Bei der Energieeffizienz wurde in Chiswick ein besonderes Augenmerk auf die Beleuchtungssysteme gelegt, da hier das größte Einsparpotenzial beim Betrieb eines Autohauses besteht. Unter anderem kommen im Showroom ausschließlich LED-Leuchten zum Einsatz.

Die Porsche-Zentrale in Nordamerika

Bei der Nordamerika-Zentrale One Porsche Drive wird zur Bewässerung der Teststrecke in einem Kreislaufsystem Regenwasser eingesetzt. Für die Gestaltung der Off-Road-Strecke wurden Abbruchelemente der früher an dieser Stelle befindlichen Fabrik wiederverwendet. Und die Fassade der Porsche-Zentrale in Atlanta kombiniert einen hocheffizienten Wärmeschutz – auch in den Südstaaten gibt es im Winter empfindliche Minusgrade – mit einem ebenso wirksamen Schutz bei extremer Hitze im Sommer. Die unmittelbare Nähe zum Flughafen bringt zudem kurze Anfahrtswege und ein ausgeklügelter Schallschutz sorgt dafür, dass die Porsche-Mitarbeiter dennoch in Ruhe ihrer Arbeit nachgehen können.

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