04.06.2014

Zeitreise in die Historie

Direkt am Stammsitz der Porsche AG in Stuttgart-Zuffenhausen befindet sich eines der spektakulärsten Automobilmuseen der Welt. Das Porsche-Museum.

“Diejenigen, die das Glück haben, aus einem Traum ein Geschäft zu machen, schulden es der Welt, die Hüter dieser Träume zu sein.” Man könnte sagen, dass mit diesem Zitat von Dr. Ing. h.c. Ferdinand Porsche der erste, zumindest gedankliche Grundstein zum Porsche-Museum gelegt wurde.

In dem vom Wiener Architekturbüro Delugan Meissl futuristisch gestalteten, 5.600 Quadratmeter umfassenden Ausstellungsbereich des Museums werden mehr als 80 Fahrzeuge gezeigt – von den ersten Porsche-Konstruktionen der Welt bis zur aktuellen Generation des Porsche 911.

Das Porsche-Museum: Millionen Besucher aus aller Welt

Im ersten Jahr nach seiner Eröffnung, am 31. Januar 2009 führte das Porsche-Museum bereits mehr als 700.000 Besuchern aus aller Welt die Faszination und Vielfalt der Marke Porsche vor Augen. Im Dezember 2013 konnten bereits zwei Millionen Besucher empfangen werden. An diesem Treffpunkt werden internationale Kunden genauso wie die vielen Menschen aus aller Welt, die zwar selber keinen Porsche fahren, aber dennoch höchst fasziniert von den Sportwagen sind, empfangen. Während die mutige Architektur des Gebäudes Einzigartigkeit, Selbstbewusstsein und Traditionsbewusstsein von Porsche widerspiegelt, hält die Ausstellung mit den jederzeit startbereiten Sportwagen des “Rollenden Museums” die Geschichte des Unternehmens quicklebendig. So wird das Museum nicht nur als Ausstellung, sondern zugleich als Kommunikationsplattform genutzt – als fester Bestandteil des ständigen Dialogs, den Porsche mit der Öffentlichkeit pflegt.

Im Unterschied zu anderen Automobilmuseen ist das Porsche-Museum bewusst nicht als eine so genannte Erlebniswelt konzipiert worden. Im Porsche-Museum sollen allein die Fahrzeuge für sich sprechen; die Präsentationslinie erwächst aus den Exponaten und nicht aus einer Erlebnisorientierung. Hinzu kommt der pädagogische Anspruch des Museums, auch eine kulturelle Leitfunktion am Traditionsstandort Zuffenhausen wahrzunehmen: Mit modernsten museumsdidaktischen Methoden vermittelt die Ausstellung umfangreiches historisches und zeitgenössisches Wissen über das Unternehmen Porsche. Entsprechend seinen persönlichen Interessen kann der Besucher aus verschiedenen Perspektiven auf die Exponate und die Unternehmensgeschichte eingehen.

Das Porsche-Museum von Innen.

Bei der Besucherkommunikation verzichtet Porsche bewusst auf marketing-orientierte Aussagen, sondern stellt den kulturellen Bildungsauftrag in den Vordergrund. Entsprechend seiner exponierten Position innerhalb der deutschen Automobilindustrie nutzt Porsche das Museum als Plattform, um nationale wie internationale Besucher über die Geschichte und Erfolge der einheimischen Automobilindustrie zu informieren. Neben der inhaltlichen Ausrichtung zeichnet sich das Ausstellungskonzept durch seine, ganz der Marke Porsche entsprechende, Flexibilität aus: Alle Fahrzeugexponate sind im wahrsten Sinne “mobil”. Das heißt, die Zusammenstellung der Ausstellung kann problemlos samt aller Medieninstallationen verändert werden, um durch Austauschexponate ein hohes Maß an Abwechslung und Attraktivität zu bieten. Ein chronologischer Rundgang stellt die Geschichte der Renn- und Serienfahrzeuge des Unternehmens vor.

Ausstellung, Historisches Archiv, Gläserne Werkstatt, Gastronomisches Angebot

Neben der Ausstellung, dem Historischen Archiv und der gläsernen Werkstatt für historische Fahrzeuge ergänzen ein vielseitiges gastronomisches Angebot mit Kaffeebar, Bistro und gehobenem Restaurant sowie großzügige Konferenzflächen die überwiegend in weiß gehaltene Museumswelt. Unabhängig vom Ausstellungsbetrieb kann das Porsche-Museum auch als Veranstaltungsort genutzt werden, etwa für Tagungen, Filmvorführungen oder Konzerte.

Das Museum am Porscheplatz steht an einem bedeutenden Ort deutscher Automobilgeschichte. Bereits 1938 war das damalige Porsche-Konstruktionsbüro von der Stuttgarter Stadtmitte in das Zuffenhausener Werk 1 umgezogen. Im gleichen Jahr entstanden hier die Vorläufer des späteren “VW-Käfer” und 1939 mit dem Typ 64 der Urahn aller Porsche-Sportwagen – der so genannte “Berlin-Rom-Wagen”. Seit 1950 werden in Zuffenhausen die Sportwagen mit dem heute weltbekannten Porsche-Wappen hergestellt.

Verbrauchsdaten

911 (Typ 991): Kraftstoffverbrauch/Emissionen* kombiniert: 9,0 bis 8,2 l/100 km; CO2-Emission: 211 bis 191 g/km

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