29.09.2015

Porsche und Amerika – ein Rückblick 2

Die USA sind der größte Porsche-Markt überhaupt. Wie kam es dazu? Der Porsche Newsroom geht der Frage nach. Teil 2: Professionalisierung.

1952 begann Porsche damit, eigenes Vertriebspersonal in die USA zu entsenden, um den Service für Kunden und Händler zu verbessern. Einer der ersten Kollegen war der Mechaniker Herbert Linge, der in den Räumen von Max Hoffman eine Porsche-Werkstatt einrichtete sowie Händler und Werkstattmitarbeiter schulte.

Unabhängiges Vertriebsnetz gegründet

Das Engagement von Porsche auf dem US-amerikanischen Markt wurde im April 1954 durch die Entsendung von Wolfgang Raether verstärkt, der weitere Mechaniker aus Deutschland anforderte. Die Nachfolge Raethers trat Otto-Erich Filius an, der im Oktober 1955 in New York ein offizielles Porsche-Büro einrichtete. 1955 wurde mit der Porsche of America Corporation (POAC) ein unabhängiges Vertriebsnetz gegründet.

1963, die Verkaufszahlen in den USA lagen bei rund 6000 Fahrzeugen pro Jahr, trennte sich Porsche von der Hoffman Motor Car Company und trat erstmals als Importeur auf. Wegen des großen Kundenzulaufs zog die POAC bald von New York nach Teaneck, New Jersey. Im dortigen Firmengebäude wurden nun auch neu geschaffene Abteilungen wie Verkaufsförderung und Werbung, Schulung sowie Service-Überwachung und Garantieabwicklung untergebracht.

US-Werbeanzeige aus den 70er Jahren

Ende 1969 wurde die POAC aufgelöst, ihre Aufgaben übernahm die Porsche-Audi Division of Volkswagen of America Inc. – mit dem Ziel, ein neues und exklusives Vertriebsnetz für beide deutschen Marken aufzubauen.

Erstmals einheitliche Standards bei den Händlern

Der Porsche Audi Operations genannten VW-Tochter unterstanden 14 Großhändler, die wiederum mit 150 Händlerbetrieben in den USA vertreten waren. Die neu ausgehandelten Verträge ermöglichten es dem Importeurunternehmen, erstmals einheitliche Standards bei den Händlern durchzusetzen, was wiederum erheblich zu deren Professionalisierung beitrug.

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