Ein berechenbares, präzises und ruhiges Fahrverhalten ist essenziell für optimales Handling und Fahrspaß. Aus diesem Grund ist der neue 911 GT3 S/C mit den hocheffektiven Fahrwerkskomponenten der 911 GT3-Modelle ausgestattet. Eine Premiere für die Karosserieform: Porsche setzt zum ersten Mal eine Doppelquerlenker-Vorderachse in einem 911 Cabriolet ein. Ihre Konstruktion umfasst ein Anti-Dive-System, bei dem das vordere Kugelgelenk des unteren Querlenkers nach unten versetzt wurde, so dass der Längslenker steiler steht. Beim Bremsen entsteht ein Anstellmoment, das dem Einfedern entgegenwirkt. Auf diese Weise werden die Nickbewegungen des Fahrzeugs spürbar reduziert. Ebenfalls neu im offenen Elfer sind spezielle Aerolenker. Die unteren Querlenker der Vorderachse sind in einem aerodynamisch geformten Tropfenprofil ausgeführt. Sie optimieren die Luftbewegungen in den stark durchströmten Radhäusern und reduzieren so den Luftwiderstand. Zudem leiten sie die Fahrtluft gezielt an die Vorderachsbremsen für zusätzliche Kühlung.
Vom 911 GT3 (911 GT3 (WLTP)*: Kraftstoffverbrauch kombiniert: 13,8 – 13,7 l/100 km; CO₂-Emissionen kombiniert: 312 – 310 g/km; CO₂-Klasse: G) übernimmt der 911 GT3 S/C auch den neu konstruierten Bumpstop (Anschlagpuffer). Mit seiner kürzeren Bauform verlängert sich der lineare Federweg vorn um 27 und hinten um 24 mm. Den Effekt bemerken Kunden vor allem auf schnell gefahrenen, welligen Autobahnpassagen. Dort reduzieren sich die Radlastschwankungen, das Führungsverhalten der Reifen verbessert sich. Vom 911 S/T stammen Stabilisator, Koppelstangen und das Schubfeld an der Hinterachse aus CfK. Die Fahrwerksabstimmung des neuen 911 GT3 S/C entspricht der des 911 GT3 mit festem Dach.
Bremsen und Räder mit GT3-Performance
Damit der Cabriolet-Genuss selbst bei höchsten Belastungen konstant und sicher bleibt, stattet Porsche den 911 GT3 S/C serienmäßig mit der Keramikbremse Porsche Ceramic Composite Brake (PCCB) aus. Für die geschlossenen GT3-Varianten ist diese Bremse optional verfügbar. An der Vorderachse stecken 410 mm große Bremsscheiben, an der Hinterachse beträgt der Durchmesser 390 mm. Im Vergleich zu Graugussscheiben bietet die Keramikbremse mehrere Vorteile. Ihre Bremsscheiben sind nur etwa halb so schwer. So trägt die Anlage dazu bei, dass der 911 GT3 S/C der leichteste offene 911 der aktuellen Generation ist. Zudem bedeuten geringere ungefederte Massen einen klaren Vorteil bei agiler Fahrt, etwa auf kurvenreichen Bergpässen. Ein weiterer Vorteil der Keramikbremse ist ihre größere thermische Belastbarkeit.
Der neue 911 GT3 S/C ist serienmäßig mit Magnesium Leichtbau-Schmiederäder ausgestattet, die bereits am 911 S/T verbaut wurden. Ein besonderes Highlight ist die Lackierung in Californiagold, die diesen Rädern einen starken Charakter verleiht. Die Farboptionen Schwarz (seidenglanz) und Darksilver (seidenglanz) sind optional verfügbar. Eine Lackierung in Silber bietet Porsche ohne Aufpreis an. In Kombination mit dem Street Style Paket tragen die Felgen exklusiv den Lack Schiefergrau (hochglanz). Optional ist zudem eine Ausführung in Pyrored (seidenglanz) verfügbar. Wie in der GT3-Familie bei Porsche üblich, verfügt der 911 GT3 S/C über den motorsporttypischen Zentralverschluss. Das Leichtbaumaterial Magnesium und die hinterfrästen Speichen sparen im Vergleich zu geschmiedeten Aluminiumrädern gleichen Formats insgesamt ca. 9,1 kg Gewicht ein und reduzieren die ungefederten und rotatorischen Massen. Der Fahrer spürt diesen Effekt in Form einer verbesserten Agilität und Fahrpräzision.
Mit dem GT3 S/C bietet Porsche erstmals allen Kunden die Möglichkeit, über die Porsche Exclusive Manufaktur die Bremssattelfarbe frei zu wählen. Neben der serienmäßigen Farbe Gelb stehen sechs weitere expressive Farbtöne zur Wahl, darunter Orange, Blau oder Weiß.