Auf einen Blick
- Nasr/Andlauer/Heinrich siegen in Sebring vor Estre/Vanthoor/Campbell
- Beide Werks-Porsche 963 im Mobil 1-Design beim 12-Stunden-Klassiker
- Doppelerfolg für den Porsche 911 GT3 R in der GTD-Pro-Klasse
- Wright Motorsports fährt mit dem Neunelfer auf das GTD-Podest
Die Daytona-Sieger Felipe Nasr, Julien Andlauer und Laurin Heinrich setzten sich in Florida in einem spannenden Duell gegen die Markenkollegen Kévin Estre, Laurens Vanthoor und Matt Campbell durch. In der GTD-Pro-Klasse erreichten die Kundenteams Manthey und AO Racing mit dem 911 GT3 R die Plätze eins und zwei. Einen solchen Porsche-Doppelerfolg in gleich zwei IMSA-Klassen hatte es zuletzt 2008 gegeben.
Packendes Rennen in Sebring: 75 Minuten nach dem Start des zweiten Saisonlaufs der IMSA WeatherTech SportsCar Championship fuhr der Porsche 963 mit der Startnummer 6 erstmals an die Spitze. Wenig später übernahm das Schwesterauto das Kommando und führte das 55 Fahrzeuge umfassende Teilnehmerfeld über die halbe Renndistanz an.
Nach der letzten von insgesamt neun Safety-Car-Phasen entwickelte sich ein spannender Sprint über die finalen 16 Minuten: Vorjahressieger Felipe Nasr aus Brasilien setzte sich dabei gegen den Franzosen Kévin Estre durch, den Langstrecken-Weltmeister von 2024. Die Startnummer 7 des Werksteams konnte damit wie im Vorjahr die beiden Rennen zum Saisonauftakt in Daytona und Sebring gewinnen. Durch den zweiten Sieg des Jahres baute Porsche seine Führung in der Gesamtwertung weiter aus. Auch im Michelin Endurance Cup, der die fünf längsten Läufe des Jahres umfasst, steht der Sportwagenhersteller an der Spitze.
Bilanz von Thomas Laudenbach, Leiter Porsche Motorsport: „Wir hatten mit dem Porsche 963 sowohl in der Topklasse GTP als auch in der GT-Topkategorie mit dem 911 GT3 R die richtigen Pakete. Wir waren schnell, die Fahrer souverän und alle Teams haben optimal gearbeitet – besser können wir es uns nicht wünschen. Gratulation an unsere Kundenteams sowie an die Werksmannschaft und alle Partner. Wir freuen uns über den gelungenen Saisonstart und diese großen Erfolge zum 75. Jubiläum von Porsche Motorsport.‟
„Wir sind mit unseren Triumphen in Daytona und Sebring wie im Vorjahr die Gewinner der ‚36 Stunden von Florida‘ – großes Kompliment an die Mannschaft‟, erklärt Urs Kuratle, Leiter Werksmotorsport LMDh. „Unser Team hat vor allem in der Vorbereitung optimal gearbeitet und war hier in Sebring ab dem ersten Training bestens aufgestellt. Von Simulation über Test bis hin zum Rennen: Alles hat gepasst. Ich bin stolz auf die Leistung aller, die zu diesem Erfolg beigetragen haben!‟
Kundenteams
Bei den 12 Stunden von Sebring hat Porsche erneut seine Stärke im Kundensport untermauert. In der Topklasse GTP lieferte JDC-Miller MotorSports mit dem Porsche 963 eine starke Vorstellung ab: Phasenweise fuhr die Startnummer 5 nahe an den Podestplätzen. Bei den kühleren Temperaturen in der Nacht konnte das US-Kundenteam das Tempo der Spitze nicht mehr mitgehen und beendete das Rennen auf Gesamtrang neun.
In der GTD-Pro-Klasse gelang dem zur Saison 2026 deutlich verbesserten Porsche 911 GT3 R ein Doppelerfolg. Das deutsche Kundenteam Manthey feierte seinen ersten IMSA-Sieg mit dem bis zu 416 kW (565 PS) starken „Grello‟ genannten Neunelfer. Dicht dahinter folgte der baugleiche Rennwagen des amerikanischen Teams AO Racing. In der GTD-Klasse fuhr Wright Motorsports in allerletzter Sekunde mit dem 911 GT3 R auf das Podium.
Weiterführende Informationen
Fotos und Videos: Porsche bei den Mobil 1 Twelve Hours of Sebring
Ergebnisse und Gesamtstände: Alkamelsystems
Alle Infos zum Einsatzteam: Das Team Penske
Zahlen zum großen Rennen: Die Sebring-Statistiken
Seit 30 Jahren Partner: Porsche-Rennwagen im Mobil 1-Design
Fahrerstimmen zum Rennen
Laurin Heinrich (Porsche 963 #7): „Nach Daytona nun auch Sebring gewonnen zu haben, ist ein einzigartiges Erlebnis. Ein Doppelsieg für Porsche und Penske – das ist unfassbar. Unser Team hat wieder einmal deutlich gezeigt, wie stark es ist. Wir haben keine Fehler gemacht und gewonnen. Für mich ist es ein perfekter Tag.‟
Kévin Estre (Porsche 963 #6): „Nach einigen Stunden war klar, dass sich der Rennsieg zwischen unserem Porsche und dem 963 der Markenkollegen entscheiden wird. Beide Fahrzeuge haben Führungsarbeit geleistet, am Ende hat es für uns ganz knapp nicht gereicht – sehr schade.‟
Thomas Preining (Porsche 911 GT3 R #911): „Ich bin beeindruckt, wie schnell wir als neues Team in der IMSA in die Erfolgsspur gefunden haben. Die Fortschritte unserer Mannschaft sind enorm. Danke an alle, die uns auf dem bisherigen Weg unterstützt haben. Es war heute ein schwieriges und strategisches Rennen. Die letzten zwei Stunden verliefen wie in der DTM: Vollgas und mit aller Entschlossenheit in die Zweikämpfe.‟
Nick Tandy (Porsche 911 GT3 R #77): „Ein tolles Rennen. Unser Porsche fuhr richtig gut und das Team hat optimal gearbeitet. Bei einer Gelbphase hatten wir etwas Pech, aber wir haben auch aus dieser Situation das Beste gemacht, indem wir eine mutige Strategie wählten und belohnt wurden. Gratulation an die Manthey-Mannschaft zum Sieg. Wir nehmen die Punkte für den Podestplatz gern mit und freuen uns über das starke Resultat. Nach der Enttäuschung in Daytona fühlt sich das richtig gut an.‟