23.07.2016

Startreihe zwei für 919 Hybrid

Beim vierten Lauf zur FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC werden die beiden Porsche 919 Hybrid am Nürburgring aus der zweiten Startreihe starten.

Die amtierenden Weltmeister Timo Bernhard (DE), Brendon Hartley (NZ) und Mark Webber (AU) belegten Platz drei. Neben ihnen reihen sich die aktuellen Tabellenführer Romain Dumas (FR), Neel Jani (CH) und Marc Lieb (DE) mit dem Schwesterauto zum Sechsstundenrennen auf dem Nürburgring ein, das am Sonntag um 13:00 Uhr beginnt.

In der WEC zählt der Durchschnitt der jeweils schnellsten Runde von zwei Fahrern für die Startaufstellung. Auf dem Nürburgring bestritten Bernhard/Webber (Startnummer 1, 1:39,861 Minuten) und Jani/Lieb (Startnummer 2, 1:39,893 Minuten) die Qualifikation. Während der 20-minütigen Sitzung war die Strecke nahezu trocken, zum Ende hin setzte erneut Regen ein.

Im dritten freien Training, das am Morgen auf nasser und später abtrocknender Strecke stattfand, legte Mark Webber die schnellste Runde in 1:41,002 Minuten vor. Das Schwesterauto belegte Platz fünf, hier fuhr Marc Lieb die schnellste Runde in 1:42,239 Minuten.

Der Porsche 919 Hybrid mit der Startnummer 1

Stimmen zum Qualifying

Fritz Enzinger, Leiter LMP1: „Beide Autos in der zweiten Startreihe – wir nehmen dies als Herausforderung an und wollen am Ende trotzdem ganz vorne sein. Unser Ziel, die Titelverteidigung, besitzt dabei oberste Priorität. Angesichts der geringen Zeitabstände zwischen den LMP1-Hybridrennwagen dürfen wir uns gemeinsam mit den Zuschauern auf ein extrem spannendes Rennen freuen, das womöglich durch unbeständiges Wetter zusätzlich gewürzt wird.“

Andreas Seidl, Teamchef: „Die Platzierungen im Qualifying hingen heute vor allem davon ab, wer das richtige Zeitfenster erwischte oder eben nicht. Das gilt für die Verkehrssituation ebenso wie für die Streckenbedingungen – sie wurden erst besser, bevor es zum Schluss wieder regnete. Dieses Timing ist Audi heute besser gelungen als uns. Unsere 919 Hybrid liefen technisch völlig problemlos, und wir glauben, dass wir für das Rennen sehr gut vorbereitet sind.“

Fahrer Porsche 919 Hybrid Startnummer 1
Timo Bernhard (35, Bruchmühlbach-Miesau):
„Ich hatte auf meinen beiden Runden leider etwas Mühe mit LMP2-Fahrzeugen. Mark erwischte dann zum Schluss eine freie Runde, aber dann begann es leider in der letzten Schikane zu regnen. Also Startplatz drei morgen – wir geben alles.“

Brendon Hartley (26, Neuseeland): „Ich bin heute nur kurz im dritten freien Training gefahren. Timo und Mark waren mit Regenreifen, Intermediates und Slicks unterwegs. Im Trockenen sind wir schnell, aber bei nassen Streckenbedingungen sah es zeitweise weniger gut für uns aus.“

Mark Webber (39, Australien): „Platz drei – wir wussten, dass es eng werden würde. Aber ich bin zufrieden mit unserer Nummer 1, jeder von uns hat einen guten Job gemacht. Alle haben heute versucht, den Regen zu schlagen. Unglücklicherweise ist uns dies nicht so gut gelungen. Am Ende weiß wohl jeder Fahrer, wo er hätte schneller fahren können. Es war schwierig, bei den Regenschauern das richtige Timing zu finden.“

Fahrer Porsche 919 Hybrid Startnummer 2
Romain Dumas (38, Frankreich):
„Für mich kam es darauf an, nach dem gestrigen Zwischenfall wegen der defekten Bremsscheibe heute im dritten freien Training einige Runden fahren zu können. Die Mechaniker hatten sehr viel Arbeit und haben das toll gemacht. Unser Auto fühlte sich wieder gut an.“

Neel Jani (32, Schweiz): „Die Strecke trocknete rasch ab, aber es war kein einfaches Qualifying. Man musste sehr aufpassen, mit den Slicks auf der Ideallinie zu bleiben, daneben war es teilweise sehr nass. Für uns lief es heute nicht ideal, aber wenn ich mir die Konkurrenzdichte an der Spitze anschaue, dann können wir uns auf jeden Fall auf ein sehr spannendes Rennen freuen.“

Marc Lieb (36, Ludwigsburg): „Auf meiner ersten Runde hatte ich ein paar Probleme mit den Einstellungen und zunächst keinen elektrischen Boost. Auf der nächsten Runde lief es erst ganz gut, aber auch nicht hundertprozentig – ich habe vor der Schikane etwas zu früh gebremst. Dann erwischte Neel keine freie Runde. Das war nicht unser bestes Qualifying heute.“

Info

Eurosport 2 (kostenpflichtig) sendet am Renntag von 18:00-19:15 Uhr live und am 27. Juli von 09:30-10:00 Uhr eine Zusammenfassung. Der frei empfangbare Sender Eurosport sendet am 26. Juli eine Zusammenfassung (22:30-22:55 Uhr).

Das gesamte Rennen live bietet Eurosport kostenlos im Internet hier.

Das Live-Bild über die kompletten sechs Stunden inklusive Zeitnahme und zusätzlichen Informationen kann auch über die FIA WEC-App empfangen werden. Die Basisversion ist kostenlos, das Live-Feed gegen Gebühr abrufbar.

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