04.02.2018

Podium und zwei Klassensiege für Porsche am Mount Panorama

Beim Zwölfstundenrennen auf dem Mount Panorama Circuit in Bathurst hat das Porsche-Team Black Swan Racing mit dem 911 GT3 R den dritten Platz in der Gesamtwertung belegt und außerdem die Klasse A Pro-Am gewonnen.

Rennbericht

Mit dem Podium krönten Marc Lieb (Ludwigsburg), Timothy Pappas (USA), Jeroen Bleekemolen (Niederlande) und Luca Stolz (Brachbach) beim Saisonauftakt der Intercontinental GT Challenge den starken Auftritt der vier 911 GT3 R, die in dem spannenden Rennen gegen harte Konkurrenz alle in den Top Sechs landeten. Einen möglichen Sieg verhinderte letztlich nur der Rennabbruch nach einem schweren Unfall kurz vor dem Ziel. Für den zweiten Klassensieg sorgte das Team Grove Motorsports, das mit dem 911 GT3 Cup die Kategorie B gewann.

Die Schlussphase des Langstreckenklassikers auf der 200 Kilometer westlich von Sydney gelegenen Traditionsrennstrecke war an Spannung kaum zu überbieten. Bis 47 Minuten vor dem Ziel führte Frédéric Makowiecki (Frankreich) mit dem von Manthey-Racing eingesetzten 911 GT3 R. Dann legte das Team einen frühen Stopp ein. Durch den Rennabbruch ging diese Strategie jedoch nicht auf. Am Ende wurde er zusammen mit Dirk Werner (Würzburg) und Romain Dumas (Frankreich) Sechster – einen Platz hinter Langstreckenweltmeister und Le-Mans-Sieger Earl Bamber (Neuseeland), der mit Laurens Vanthoor (Belgien) und Kévin Estre (Frankreich) im 911 GT3 R von Manthey-Racing am Start war. Im 911 GT3 R von Competition Motorsports kamen Patrick Long (USA), Porsche Young Professional Matt Cempbell und dessen australische Landsleute David Calvert-Jones und Alex Davison als Vierte ins Ziel. Alle 911 GT3 R hatten in der Schlussphase im Gegensatz zu den beiden vor ihnen liegenden Konkurrenten genug Sprit an Bord, um bis zum Rennende durchfahren zu können. Der Abbruch machte diesen Vorteil jedoch zunichte.

Die Zwölfstundenjagd in den Blue Mountains ist traditionell etwas für Frühaufsteher. Als auf dem 200 Kilometer westlich von Sydney gelegenen Traditionskurs 49 Autos zum Auftaktrennen der Intercontinental GT Challenge starteten, war es gerade mal 5:45 Uhr am Sonntagmorgen und noch stockdunkel. Trotz der frühen Stunde präsentierten sich die Porsche-Piloten, die am Vortag im Qualifying noch nicht das ganze Potential des 911 GT3 R abrufen konnten und in der Startaufstellung entsprechend weit hinten standen, sofort in Angriffslaune. Mit einer sehenswerten Aufholjagd machten sie vom Start weg verlorenen Boden auf ihre starken Konkurrenten gut. Im 911 GT3 R von Competition Motorsports, dem Klasse-B-Sieger von 2017, ging Patrick Long (USA) nach viereinhalb Stunden in Führung. Auch seine Kollegen arbeiteten sich dank konstant schneller Rundenzeiten und einer optimalen Boxenstrategie kontinuierlich weiter nach vorne. So machte der 911 GT3 R von Manthey-Racing mit Romain Dumas, Dirk Werner und Frédéric Makowiecki in der ersten Rennhälfte nicht weniger als 21 Plätze gut und ging als Fünfter in die zweite Halbzeit. Mit dem 911 GT3 R des US-Teams Black Swan Racing fuhren Marc Lieb, Timothy Pappas, Jeroen Bleekemolen und Luca Stolz vom 25. Startplatz auf Rang acht vor. In der Topklasse A des Bathurst 12 Hour waren neben Porsche auch Audi, Bentley, BMW, Lamborghini, McLaren und Mercedes-AMG am Start.

Als aktueller Champion der World Challenge mit dem 911 GT3 R bestens vertraut, war Patrick Long der erste Porsche-Pilot, der das Feld als Spitzenreiter rund um den Mount Panorama führte. In der zweiten Rennhälfte lagen dann auch Romain Dumas und später Matt Campbell ganz vorne, und schließlich Frédéric Makowiecki. Strategisch waren die 911 GT3 R für alle Eventualitäten gerüstet – nur nicht für einen vorzeitigen Rennabbruch.

In der Klasse B sicherte sich Grove Motorsports den Sieg. Die Fahrer im 911 GT3 Cup waren Ben Barker (Großbritannien) und seine australischen Teamkollegen Vater Stephen und Sohn Brenton Grove sowie Daniel Gaunt.

Ergebnis Rennen

Gesamt
1. Frijns/Leonard/D. Vanthoor (NL/GB/B), Audi R8, 271 Runden
2. Habul/Vautier/Whincup/Marciello (AUS/F/AUS/I), Mercedes GT3, 271
3. Pappas/Lieb/Bleekemolen/Stolz (USA/D/NL/D), Porsche 911 GT3 R, 271
4. Long/Campbell/Calvert-Jones/Davison (USA/AUS/AUS/AUS), Porsche 911 GT3 R, 271
5. Bamber/Estre/Vanthoor (NZ/F/B), Porsche 911 GT3 R, 271
6. Dumas/Werner/Makowiecki (F/D/F), Porsche 911 GT3 R, 271
7. Leventis/Williamson/Waters/Fumaneli (GB/GB/AUS/I), Mercedes GT3, 271
8. Manolios/Millier/Capelli/Canto (AUS/AUS/I/I), Lamborghini, 271
9. Richards/Glock/Eng (NZ/D/A), BMW M6, 270
10. Koundoris/KoundorisWalsh/Padayachee (AUS/AUS/AUS/GB), Audi R8, 269

Klasse A-GT3 Pro-Am
1. Lieb/Campbell/Calvert-Jones/Davison (D/Aus/AUS/AUS), Porsche 911 GT3 R

Klasse B-GT3
1. Barker/Grove/Grove/Gaunt (GB/AUS/AUS/AUS), Porsche 911 GT3 Cup

Alle Ergebnisse und Punktestände der Intercontinental GT Challenge gibt es im Internet auf www.intercontinentalgtchallenge.com.

Rennen: Zwischenbericht

Nach der ersten Hälfte des Langstreckenklassikers auf dem legendären Mount Panorama Circuit im australischen Bundesstaat New South Wales liegen alle vier von internationalen Porsche-Teams eingesetzten Kundensportrenner aus Weissach in den Top 10 der Gesamtwertung. Der bestplatzierte 911 GT3 R ist der von Craft Bamboo Racing aus Hongkong, mit dem der amtierende Langstreckenweltmeister und zweifache Le-Mans-Sieger Earl Bamber (Neuseeland) auf dem dritten Platz liegt. Seine Teamkollegen sind Laurens Vanthoor (Belgien), der in den ersten drei Rennstunden vom 18. Startplatz bis auf Rang drei nach vorne gefahren war, sowie Kévin Estre (Frankreich). Der 911 GT3 R wurde von Porsche Motorsport für die weltweiten GT3-Serien auf Basis des Seriensportwagens 911 GT3 RS konstruiert.

Beim Auftaktrennen der Intercontinental GT Challenge, das traditionell um 5:45 Uhr bei Dunkelheit gestartet wurde, haben sich auch die anderen 911 GT3 R nach vorne gearbeitet. So machte der 911 GT3 R von Manthey-Racing, den sich Romain Dumas (Frankreich), Dirk Werner (Würzburg) und Frédéric Makowiecki (Frankreich) teilen, dank konstant schneller Rundenzeiten und einer optimalen Boxenstrategie bereits 21 Plätze gut und ist jetzt Fünfter. Im 911 GT3 R des australischen Teams Competition Motorsports hatte Patrick Long (USA) nach viereinhalb Stunden die Führung übernommen. Jetzt liegt er zusammen mit Porsche Young Professional Matt Campbell und dessen australischen Landsleuten David Calvert-Jones und Alex Davison auf dem sechsten Platz. Mit dem 911 GT3 R des US-Teams Black Swan Racing sind Marc Lieb (Ludwigsburg), Timothy Pappas (USA), Jeroen Bleekemolen (Niederlande) und Luca Stolz (Brachbach) Achter. In der Topklasse A des Bathurst 12 Hour sind neben Porsche auch Audi, Bentley, BMW, Lamborghini, McLaren und Mercedes-AMG am Start.

In der Klasse B liegt Grove Motorsport mit dem 911 GT3 Cup, den sich Ben Barker (Großbritannien) mit den Australiern Stephen und Brenton Grove teilt, in Führung. Vierter ist das Team Carrera Cup Asia mit Paul Tresidder (Australien), Chris van der Drift (Neuseeland) sowie den Chinesen Andrew Tang und Chen Yi-Fan.

Stimmen zum Rennen

Dr. Frank-Steffen Walliser, Leiter Motorsport und GT-Fahrzeuge: „Das war ein extrem aufregendes Rennen, geprägt von vielen Gelbphasen. Umso erstaunlicher war es, dass wir alle vier gestarteten 911 GT3 R völlig ohne Probleme bis ans Ende des durch eine rote Flagge abgebrochenen Rennens gebracht haben. Vier Porsche in den Top Sechs – leider nicht auf den von uns anvisierten Positionen. Trotzdem nehmen wir viel Positives von diesem Auftaktrennen der Intercontinental GT Challenge mit nach Hause. Mit dem Speed und dem Qualifyingergebnis waren wir nicht da, wo wir sein wollten, doch mit der Effizienz und der starken Teamleistung können wir trotzdem sehr zufrieden sein. Wir hoffen alle sehr, dass der Fahrer den Unfall, der zum Rennabbruch führte, gut überstanden hat.“

Marc Lieb (911 GT3 R #540): „Dieses Rennen war typisch für Bathurst. Viele Unfälle, viele Dramen. Wir haben genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten, also ohne Probleme durchzurollen und das Auto an einem Stück zu lassen. Das ist uns gelungen. Wir waren vielleicht nicht der schnellste Porsche da draußen, aber wir hatten eine super Strategie. Deshalb sind wir sehr zufrieden. Für das Team, das zum ersten Mal in Bathurst am Start war, ist das ein Riesenerfolg.“

Timothy Pappas (911 GT3 R #540): „Das war ein fantastisches Rennen. Wir sind den weiten Weg aus den USA gekommen und haben Bathurst sehr genossen. Die Pro-Am-Klasse zu gewinnen und als Dritter der Gesamtwertung auf dem Podium zu stehen, ist einer der größten Erfolge meiner Karriere. Danke auch an Porsche. Ich bin stolz, ein Teil der Porsche-Motorsportgeschichte zu sein.“

Weitere Stimmen finden Sie in der Pressemitteilung (siehe Downloads).

Der Porsche 911 GT3 R

Der 911 GT3 R wurde von Porsche für die weltweiten GT3-Serien auf Basis des Seriensportwagens 911 GT3 RS konstruiert. Seine Rennpremiere mit dem hochmodernen Vierliter-Sechszylinder-Boxermotor mit Direkteinspritzung feierte der Kundensportrenner im Januar 2016 bei den 24 Stunden von Daytona. Seither holte er Siege in zahlreichen internationalen Rennserien, etwa in der IMSA SportsCar Championship, der World Challenge, dem ADAC GT Masters sowie in der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring auf der anspruchsvollen Nordschleife.

Die Intercontinental GT Challenge

Die Intercontinental GT Challenge ist die erste weltweit ausgetragene Rennserie für GT3-Fahrzeuge. Sie wurde 2016 von der SRO Motorsports Group um Stéphane Ratel gegründet. Porsche ist nicht mit einem eigenen Werksteam am Start, sondern unterstützt internationale Teams mit Werksfahrern und Ingenieuren aus Weissach beim Einsatz des 911 GT3 R. Im Kalender 2018 stehen vier Rennen auf vier Kontinenten.

Die Rennen 2018

04. Februar: Bathurst 12 Hour, Mount Panorama Circuit – Bathurst, Australien

28./29. Juli: 24 Hours of Spa, Circuit Spa-Francorchamps – Spa, Belgien

26. August: Suzuka 10 Hours, Suzuka International Racing Course – Suzuka, Japan

28. Oktober: Mazda Raceway California 8 Hours, Mazda Raceway Laguna Seca – Laguna Seca, USA

Verbrauchsangaben

911 GT3 RS: Kraftstoffverbrauch kombiniert 12,7 l/100 km; CO2-Emission 296 g/km

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