24.06.2016

911 RSR wieder auf Titeljagd

Nach der Rennpause wegen der 24 Stunden von Le Mans nimmt die IMSA SportsCar Championship wieder Fahrt auf. Am 3. Juli wird in Watkins Glen eines der traditionsreichsten Sportwagenrennen der USA ausgetragen.

Das Werksteam Porsche North America schickt als Titelverteidiger in der Klasse GTLM, die mit fünf Automobilherstellern am stärksten besetzt ist, zwei Porsche 911 RSR in das einzige Sechsstundenrennen der wichtigsten Sportwagenrennserie auf dem nordamerikanischen Kontinent. Das erfolgreichste GT-Auto der Saison 2015 wurde auf Basis der siebten Generation der Sportwagenikone 911 entwickelt und feierte im Vorjahr in Watkins Glen einen Doppelsieg. Das Rennen wird zusammen mit Daytona, Sebring und dem Petit Le Mans auch für den North American Endurance Cup gewertet. In dieser speziellen Langstreckenwertung liegt Porsche aktuell an der Spitze.

Das Rennen

Die 5,472 Kilometer lange Rennstrecke Watkins Glen International, von Experten und Fans kurz auch „The Glen“ genannt, liegt im US-Bundesstaat New York. Sie wurde um eine bewaldete Bergkuppe gebaut und 1956 eröffnet. Von 1961 bis 1980 schlug auch der Formel-1-Tross für den Großen Preis der USA seine Zelte nahe der beschaulichen Kleinstadt Watkins Glen auf.

Die Porsche-Fahrer

Im Porsche 911 RSR mit der Startnummer 911 treten der amtierende IMSA-GT-Champion Patrick Pilet (Frankreich) und Nick Tandy (Großbritannien) an, die im April in Long Beach ihren ersten Saisonsieg feierten. Mit der Nummer 912 sind Earl Bamber (Neuseeland) und Frédéric Makowiecki (Frankreich) am Start. Im Vorjahr wurden sie in Watkins Glen Zweiter, in dieser Saison haben sie in Daytona, Sebring und Laguna Seca jeweils den dritten Platz belegt. Als fünfter Werksfahrer ist Jörg Bergmeister (Langenfeld) auch in Watkins Glen für das Porsche-Kundenteam Park Place Motorsports im Einsatz.

Die Porsche-Fahrzeuge

Der Porsche 911 RSR, der Erfolgsrenner aus Weissach, wurde für 2016 vor allem aerodynamisch modifiziert und damit dem neuen Reglement angepasst. Die Position des Heckflügels wurde weiter nach hinten verlagert, der Heckdiffusor fällt nun deutlich größer aus. Außerdem erhielt der schnellste Neunelfer aller Zeiten ein neues Werksdesign. Der 911 GT3 R wurde von Porsche für die weltweiten GT3-Serien auf Basis des Seriensportwagens 911 GT3 RS konstruiert. Seine Rennpremiere mit dem neuen hochmodernen Vierliter-Sechszylinder-Boxermotor mit Direkteinspritzung feierte er im Januar 2016 in Daytona. In Laguna Seca holte er den ersten Sieg in der IMSA SportsCar Championship.

Der Porsche 911 RSR

Die Zeiten

Das Sechstundenrennen startet am Sonntag, 3. Juli, um 10:10 Uhr Ortszeit (16.10 Uhr MESZ) und wird außerhalb der USA auf www.imsa.com live übertragen.

Stimmen vor dem Rennen

Dr. Frank-Steffen Walliser, Porsche-Motorsportchef: „Nach Le Mans richtet sich unser Blick auf einen weiteren Klassiker – diesmal in den USA: Das traditionsreiche Sechsstundenrennen in Watkins Glen ist ein wichtiger Teil der amerikanischen Sportwagen-Renngeschichte und jedes Jahr eine neue große Herausforderung. Mit der Verlängerung der erfolgreichen Partnerschaft mit unserem Einsatzteam CORE Autosport haben wir in Le Mans ein Zeichen gesetzt und die Weichen für die Zukunft in der populären IMSA SportsCar Championship gestellt. Das ist für alle Beteiligten sicherlich auch in Watkins Glen eine zusätzliche Motivation.“

Marco Ujhasi, Gesamtprojektleiter GT Werksmotorsport: „Da die Strecke in Watkins Glen einen neuen Belag erhalten hat, war es für uns wichtig, vor dem Rennen dort noch zu testen. Das haben wir trotz des ganzen Termindrucks rund um Le Mans in die Tat umgesetzt. Mit Hilfe von Patrick und Earl haben wir dabei viele nützliche Daten und Erfahrungen gesammelt, die wir in die Abstimmung des 911 RSR auf diese anspruchsvolle Strecke einfließen lassen werden.“

Patrick Pilet (911 RSR #911): „Vor einem Jahr, als Porsche alle Meistertitel in der Klasse GTLM holte, hatten wir vor Watkins Glen noch kein Rennen gewonnen. Diesmal reisen wir mit einem Sieg in Long Beach an. Alles läuft also nach Plan. Im Regen hatte ich 2015 einen tollen Start und ging in Führung. Diesmal würde ich gerne auch im Ziel vorne liegen – egal ob auf nasser oder trockener Piste.“

Nick Tandy (911 RSR #911): „Schön, dass die Saison in den USA nach zwei Monaten Pause für uns jetzt endlich weitergeht. Ich liebe so traditionsreiche Rennstrecken wie Watkins Glen. Hier haben legendäre Fahrer wie Jim Clark und Graham Hill schon Formel-1-Rennen gewonnen. Auch unser 911 RSR macht gerade auf diesem Kurs sehr viel Spaß.“

Earl Bamber (911 RSR #912): „Im vergangenen Jahr hat es in Watkins Glen wie aus Kübeln gegossen. Das war schon ein verrücktes Rennen. Ich habe mit Patrick kürzlich den neuen Streckenbelag testen können. Der Grip ist auf jeden Fall besser, und im Rennen werden sicherlich auch schnellere Rundenzeiten gefahren. Die Fans können sich schon mal auf spannende Positionskämpfe freuen.“

Frédéric Makowiecki (911 RSR #912): „Vier Rennen sind wir in dieser Saison in den USA schon gefahren – und drei Mal wurden wir dabei Dritter. Ich denke, jetzt ist es Zeit für den ersten Sieg. Unser Team hat die Le-Mans-Pause genutzt, um in Watkins Glen zu testen. Das war wichtig, weil die Strecke neu asphaltiert wurde. Wir gehen also bestens vorbereitet an den Start.“

Jörg Bergmeister (911 GT3 R #73): „Watkins Glen ist ein absoluter Sportwagenklassiker in den USA und für mich einer der Höhepunkte der IMSA SportsCar Championship. Eine entscheidende Rolle kann das Wetter spielen, das in dieser Gegend oft sehr wechselhaft ist. Ich bin aber überzeugt, dass wir sowohl bei trockenen als auch bei nassen Bedingungen eine gute Chance haben.“

Das ist die IMSA SportsCar Championship

 Die IMSA SportsCar Championship ist eine Sportwagenrennserie, die seit 2014 in den USA und Kanada ausgetragen wird. Sie ist aus dem Zusammenschluss der American Le Mans Series und der Grand-Am Series entstanden. Sportprototypen und Sportwagen starten dabei in vier verschiedenen Klassen: GTLM (GT Le Mans), GTD (GT Daytona), P (Prototype) und PC (Prototype Challenge). Der Porsche 911 RSR fährt in der Klasse GTLM, der neue Porsche 911 GT3 R in der Klasse GTD.

Verbrauchsangaben

911 GT3 RS: Kraftstoffverbrauch/Emissionen* kombiniert 12,7  l/100 km; CO2-Emission: 296 g/km

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