14.04.2018

Platz vier für den Porsche 911 GT3 R beim ADAC GT Masters Saisonstart

Beim Auftaktwochenende des ADAC GT Masters belegte der beste Porsche 911 GT3 R in einem spannenden Sonntagsrennen den vierten Platz. Im ersten Lauf sorgten Porsche Young Professional Mathieu Jaminet und Teamkollege Robert Renauer mit dem sechsten Rang für die beste Platzierung der Porsche-Kundenteams.

Porsche Young Professional Mathieu Jaminet (F) und Robert Renauer (D) fuhren in der Motorsport Arena Oschersleben ein couragiertes Rennen für das Team Precote Herberth Motorsport und lieferten sich ein spannendes Duell um das Podium. Der GT3 R mit dem zweifachen Le-Mans-Gesamtsieger Timo Bernhard (D) und seinem Werksfahrerkollegen Kévin Estre (F) fuhr auf die siebte Position. Ein Podiumserfolg mit Platz drei in der ADAC GT Masters Trophy Wertung gelang IronForce by Ring Police mit den Fahrern Jan-Erik Slooten (D) und Lucas Luhr (D).

In einem turbulenten zweiten Saisonlauf mit zwei Safety-Car-Phasen konnten die rund 500 PS starken GT3 R eine gute Vorstellung abliefern. Das Fahrzeug vom Team Precote Herberth Motorsport startete von Platz sieben ins Rennen. Zu Beginn verlor Startfahrer Jaminet zunächst vier Plätze im Getümmel des 35 Fahrzeuge starken Feldes. Doch der 23-jährige Franzose arbeitete sich kontinuierlich nach vorn und lag zur Halbzeit des Rennens bereits auf Platz sechs. Ein später Boxenstopp bescherte dem Team den vierten Rang und es entbrannte ein heißer Kampf um Platz vier. Als sechs Minuten vor Schluss nochmal das Safety-Car ausrücken musste, rutschte das Feld wieder eng zusammen. Doch eine letzte wieder freigegebene Runde reichte nicht, um sich auf das Podium zu schieben. „Durch die Kollision in der ersten Runde musste ich stark abbremsen, um einen schweren Unfall und einen Ausfall zu vermeiden. Danach konnte ich einige Plätze gut machen, obwohl es auf dieser Strecke sehr schwer ist zu überholen“, sagte Jaminet.

„Wir haben viel gelernt an diesem Wochenende“

Als Siebter und damit zweitbester Porsche sicherte sich die Mannschaft vom KÜS Team75 Bernhard mit dem Sportwagen-Weltmeister Bernhard und Estre erste Meisterschaftspunkte. Von Platz zwölf gestartet konnte Startfahrer Estre mit seinem 911 GT3 R Boden gut machen und bis auf Position neun vorfahren. Bernhard fuhr bei strahlendem Sonnenschein und 17 Grad Celsius auf Platz sieben über die Ziellinie. „Die Fahrerbesetzung in unserem Team ist neu, wir müssen uns erst einmal einspielen. Wir haben viel gelernt an diesem Wochenende, was wir mit in die nächsten Rennen mitnehmen werden“, erklärte Bernhard.

Das Team75 Schwesterfahrzeug mit dem Belgier Adrien de Leener (B) und Klaus Bachler (A) belegte nach 60 Minuten den zwölften Platz. „Wir haben im Rennen sieben Plätze gut gemacht und hatten einen guten Speed. Beim nächsten Rennwochenende müssen wir im Qualifying zwei bis drei Zehntel schneller sein, um den Sprung in die Top 5 zu schaffen“, sagte Bachler.

Spannende und faire Fights

Der schwarz-weiß gemusterte Porsche 911 GT3 R vom Team IronForce by Ring Police sah auf Platz 22 die Zielflagge. Amateurpilot Jan-Erik Slooten und Lucas Luhr sicherten sich in der extra ausgeschriebenen Trophy-Wertung einen Platz auf dem Podest. „Das Setup war besser als im ersten Lauf, doch wir haben noch viel Arbeit vor uns. Im zweiten Lauf hatten wir viele spannende und faire Fights auf der Strecke und konnten sechs Plätze nach vorne fahren“, erklärte der Teamgründer und Fahrer Jan-Erik Slooten.

„Im zweiten Lauf haben wir eine tolle Performance der Kundenteams gesehen. Es war die Hoffnung auf das Podium da und alle unsere Fahrerpaarungen konnten im Rennen weiter nach vorne fahren. Das Qualifying spielt auf einer Strecke wie Oschersleben eine entscheidende Rolle, da man nur schwer überholen kann. In dem Bereich sehen wir bei den kommenden Rennen noch Steigerungsbedarf und können uns noch verbessern. Technisch lief am Wochenende alles fehlerfrei“, sagte Marc Lieb, Leiter Customer Racing.

Rückblick auf den 1. Lauf

Der zweifache Le-Mans-Gesamtsieger Timo Bernhard (D) und Kévin Estre (F) überquerten die Ziellinie des 3,696 Kilometer langen Parcours in Sachsen-Anhalt auf Rang 14. Das Newcomer-Team IronForce by Ring Police siegte mit Amateur-Pilot Jan-Erik Slooten in der ADAC GT Masters Trophy-Wertung, in der Gesamtwertung belegten sie Platz 24. 

Mit einem guten Start von Platz 13 konnte Robert Renauer auf der zunächst nassen Piste gleich in der ersten Runde vier Positionen gut machen. „Wir sind nach dem nicht optimalen Qualifying sehr zufrieden mit dem Ergebnis und konnten wichtige Punkte mitnehmen“, sagte der 33-jährige Jedenhofener. Renauers Teamkollege Mathieu Jaminet (23) übernahm nach 20 Runden das Steuer des Porsche 911 GT3 R und beendete das Rennen unter abtrocknenden Bedingungen auf dem sechsten Rang. „Es ist ein guter Start in die neue Saison. Jetzt müssen wir die Daten analysieren und die richtigen Schlüsse für das Rennen am Sonntag ziehen“, erklärte Jaminet, der in Oschersleben im vergangenen Jahr seinen ersten ADAC GT Masters Sieg einfahren konnte.

„Das Rennen hat gut begonnen."

Timo Bernhard ging von der achten Position in sein erstes Rennen in der „Liga der Supersportwagen“. Nach dem Erlöschen der Startampel machte der 37-Jährige aus Bruchmühlbach-Miesau zwei Plätze gut, verlor allerdings nach einem Kontakt mit einem anderen Fahrzeug mehrere Positionen. Porsche-Werksfahrerkollege Kévin Estre übernahm nach 19 Runden das Steuer und überquerte die Ziellinie nach einem Dreher auf dem 14. Rang. „Das Rennen hat gut begonnen, doch durch die Berührung und den Dreher haben wir mehrere Positionen verloren. Die Performance unseres Autos war gut und hätte ein Top-5-Ergebnis möglich gemacht“, sagte Bernhard.

Beim Saisonauftakt in Oschersleben feierte das Team IronForce by Ring Police sein Debüt im ADAC GT Masters. Die deutsche Fahrerpaarung Jan-Erik Slooten (33) und Lucas Luhr (38) beendete das Rennen auf dem 24. Platz. In der Trophy-Wertung der Rennserie wurde Bronze-Pilot Slooten als Sieger gewertet. „Es ist immer schwierig, wenn man von so weit hinten beginnt. Doch Lernen gehört für uns als junges Team dazu, und ich freue mich, dass wir noch einige Positionen gutmachen konnten. So gewann Jan-Erik gleich im ersten Rennen die Trophy-Wertung“, erklärte der ehemalige Porsche-Werksfahrer Luhr.

Im zweiten vom KÜS Team75 Bernhard eingesetzten GT3 R beendeten der 28 Jahre alte Adrien de Leener (B) und der 26-jährige Klaus Bachler (A) den ersten Saisonlauf auf dem 27. Platz von 35 gestarteten Fahrzeugen. „Das Auto hat sich im Qualifying sehr gut angefühlt. Der Wetterumschwung am Nachmittag sorgte allerdings dafür, dass unser Setup nicht wie gewünscht funktionierte. Das möchten wir zukünftig besser lösen, die Top 10 ist unser Ziel“, sagte de Leener. Im zweiten Lauf wird der ehemalige Porsche-Junior Bachler das Qualifying bestreiten und als Startfahrer das Rennen beginnen.

Info

Die Rennen drei und vier des ADAC GT Masters finden vom 27. bis 29. April auf dem Autodrom Most statt. Der 4,148 Kilometer lange Parcours in der Tschechischen Republik gehört erstmals zum Kalender der Rennserie. Insgesamt finden 2018 sieben Rennwochenenden in vier Ländern statt. Alle Rennen werden live auf SPORT1 übertragen. Im ADAC GT Masters sind neben Porsche auch Audi, BMW, Corvette, Ferrari, Honda, Lamborghini und Mercedes-AMG am Start.

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