01.04.2016

Porsche auf der Techno Classica

Ein Stück Motorsportgeschichte auf der Techno Classica: Porsche Classic präsentiert in Essen vom 6. bis 10. April 2016 erstmals einen komplett von den Werksspezialisten restaurierten 911 2.5 S/T.

Werksrestaurierung in Perfektion: Der 911 2.5 S/T von 1972

Welche Kompetenz der Stuttgarter Sportwagenhersteller im Bereich der Fahrzeugrestaurierung bietet, beweist Porsche Classic am Beispiel des 911 2.5 S/T von 1972. Der vor einigen Jahren von einem Sammler und Enthusiasten in desolatem Zustand in den USA entdeckte Sportwagen wurde über einen Zeitraum von rund zweieinhalb Jahren aufwendig restauriert.

Gerade die Karosserie des 911 2.5 S/T  forderte bei den Restaurierungsarbeiten die Porsche Classic Experten. So zeigte sich nicht nur ein Umbau des 911 auf das spätere G-Modell, sondern auch ein Unfallschaden, der unsachgemäß repariert worden war. Dementsprechend aufwendig gestalteten sich die Karosseriearbeiten, die unter anderem den anspruchsvollen Rückbau und die in Handarbeit ausgeführte Nachfertigung der Kotflügelverbreiterungen umfassten.

Vom US-amerikanischen Rennfahrer und Rennsport-Filmemacher („The Speed Merchants“) Michael „Mike“ Keyser 1971 bestellt, startete der 911 2.5 S/T in der Saison 1972 mit Jürgen Barth bei zahlreichen Rennen in den USA und bei der Langstrecken-Weltmeisterschaft. Im Februar 1972 bestritt er zunächst die 6 Stunden von Daytona, anschließend die zwölf Stunden von Sebring, gefolgt von der Targa Florio sowie dem 1.000-Kilometer-Rennen auf dem Nürburgring. Bei den 24 Stunden von Le Mans gelang nicht nur der Klassensieg bei den GT-Fahrzeugen bis drei Liter Hubraum, sondern zudem ein formidabler 13. Rang in der Gesamtwertung. Es folgten im Laufe der Rennsaison 1972/73 noch weitere Einsätze in Watkings Glen sowie auch Indianapolis.

40 Jahre Transaxle-Sportwagen

Ein weiterer Schwerpunkt auf der Techno Classica ist die Erfolgsgeschichte der Transaxle-Sportwagen. Als besonderes Ausstellungsstück präsentiert Porsche Classic aus der Sammlung des Porsche-Museums einen Prototyp des 924 von 1974. Wie beim ersten Serienfahrzeug von 1976 sitzt der Motor vorn, das Getriebe jedoch vor der Hinterachse. Damit boten die Sportwagen eine nahezu ausgeglichene Achslastverteilung und herausragende fahrdynamische Eigenschaften.

Dies untermauern auch weitere Exponate aus dem Museumsfundus wie ein 944-Chassis, ein 968-Schnittmodell und ein 928 GTS aus dem letzten Baujahr 1995. Das Porsche-Museum selbst, das das 40-jährige Transaxle-Jubiläum ab dem 27. April mit einer Sonderausstellung würdigt, ist ebenso auf der Techno Classica vertreten.

Porsche Transaxle-Modelle, 2016, Porsche AG

Präsentation der Porsche Classic Partner

Direkt neben dem Stand von Porsche Classic präsentieren sich auf der Messe auch zehn Porsche Classic Partner – mit jeweils einem Klassiker aus Zuffenhausen. Für die optimale Betreuung und Wiederaufbereitung klassischer Fahrzeuge baut Porsche das internationale Händler- und Servicenetz auf rund 100 Porsche Classic-Partner weiter aus. Porsche-Kunden und Interessenten erwartet dort das komplette Leistungsspektrum von Porsche Classic. Aktuell sind weltweit 30 Porsche Classic Partner sowie ein Porsche Classic Zentrum in Betrieb.

Porsche Classic übernimmt als Sparte des Zuffenhausener Sportwagen-Herstellers die Versorgung aller Fahrzeuge, deren Produktionsende in der Regel mehr als zehn Jahre zurückliegt. Das umfasst alle Aspekte von Pflege und technischer Literatur über Lieferung und Nachfertigung von Originalteilen bis hin zur kompletten Restaurierung. Insgesamt sind derzeit über 52.000 Originalteile weltweit verfügbar.  Damit integriert Porsche die Pflege und den Werterhalt von Young- und Oldtimern in ein innovatives Service-Konzept, das Tradition und Innovation von Porsche eng miteinander verzahnt. Weitere Informationen und das Teileprogramm sind unter www.porsche.de/classic abrufbar.

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