25.07.2016

Wahre Liebe zum 911

WhatsApp kennt jeder. Den Mann hinter der Erfolgsgeschichte nur wenige: Jan Koum. Der Antrieb für seine Erfolgsgeschichte ist ein ganz besonderer: „Der Wunsch, einen Porsche zu kaufen, war für mich die Motivation, noch härter zu arbeiten.“

Der gebürtige Ukrainer hat die Messenger-App, die inzwischen mehr als eine Milliarde Menschen weltweit nutzen, erfunden. Mehr noch: Jan Koum hat sie entwickelt. Er hat sie gecoded und zu jenem begehrenswerten Objekt gemacht, das Facebook vor zwei Jahren für 19 Milliarden Dollar kaufte. Seither sitzt Koum im Verwaltungsrat von Facebook und gehört zu den rund 200 reichsten Menschen der Welt. Ein modernes Märchen.

Sein Vermögen sieht man Koum nicht an. Bei öffentlichen Auftritten trägt er T-Shirt, Jeans und Sneaker – konsequentes Programmierer-Outfit. Auch in Sachen Auto macht er keine Kompromisse. „Meine Marke ist Porsche“, sagt Koum. „Ich wollte schon immer einen Porsche besitzen. Aber ich konnte mir keinen leisten.“ Aufgewachsen in einem Vorort von Kiew, zog der damals 16-Jährige 1992 mit seiner Mutter in die Vereinigten Staaten, ins Silicon Valley. Zunächst lebten die beiden von Sozialhilfe, er putzte im Supermarkt, sie bügelte Hemden im Akkord. Wenn damals ein Porsche an ihm vorbeifuhr, erneuerte Koum sein Ziel: „Für mich war Porsche der Inbegriff von Erfolg. Und der Wunsch, ein solches Auto zu besitzen, war für mich die entscheidende Motivation, mehr zu lernen und noch härter zu arbeiten.“ Was er auch tat. Er lernte Programmieren. Nach neun Jahren bei Yahoo gründet er 2009 WhatsApp – der Rest ist Digitalgeschichte.

Seinen ersten 911 legte Jan Koum sich vor ziemlich genau zehn Jahren zu, ein Cabriolet, Baujahr 2003. Damals, Koum lächelt, habe er seine Cabrio-Phase durchlaufen. Inzwischen steht er auf Coupés der 964er- und 993er-Serie. „Es geht einfach nichts über die Freude, einen originalen, luftgekühlten Porsche aus den Neunzigerjahren fahren zu können.“ In seiner wachsenden Elfer-Sammlung fehlen dem WhatsApp-Gründer noch zwei Modelle: ein 964 RS 3.8 sowie ein 964 Turbo S Leichtbau. „Ich kaufe bevorzugt Autos, bei denen sich das Radio zurückbauen lässt. Denn der Sound des Sechszylinders ist die beste Musik.“

Verbrauchsangaben

911 Carrera Cabriolet: Kraftstoffverbrauch kombiniert*: 8,5-7,5 l/100 km; CO2-Emission kombiniert*: 195-172 g/km

Info

Text erstmalig erschienen im Porsche-Kundenmagazin Christophorus, Nr. 377

Text: Thomas Lötz // Foto: Robert Gallagher 

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