Auf einen Blick
- Sonderschau bis zum 28. Juni 2026
- Besondere Inszenierung der beiden Expeditionsfahrzeuge
- 15-minütiger Kurzfilm auf dem Porsche-YouTube-Kanal
Es ist eine Geschichte von extremer Höhe, im wörtlichen wie im übertragenen Sinne. Das Porsche Museum ehrt die zwei Offroad-Prototypen „Doris“ und „Edith“ mit einer eigenen Sonderschau. „Beide basieren auf einem Porsche 911 und stehen für eine Leistung, die sich nicht in Rundenzeiten oder Höchstgeschwindigkeiten messen lässt, sondern in Metern über dem Meeresspiegel“, sagt Tanja Schleicher, Kuratorin des Porsche Museums. „Sie haben 6.721 Meter des Vulkans Ojos del Salado in Chile erklommen und diesen besonderen Rekord erzielt.“
In der Ausstellung des Porsche Museums sind die beiden Fahrzeuge im Epilog, am höchsten Punkt des Rundgangs, platziert – eine bewusste Positionierung als Hommage an den Zielpunkt der Expedition. „So übertragen wir den Höhenrekord in eine räumliche Erfahrung“, erklärt Schleicher. Ein visuelles Band führt die Gäste entlang der Expedition. Höhenprofile, Etappen, klimatische Bedingungen und technische Anpassungen werden dargestellt. Großformatige Grafiken zeigen den Verlauf der Expeditionen mit dem dreifachen Le Mans-Sieger Romain Dumas am Steuer.
Ein Abschnitt widmet sich den extremen Bedingungen: reduzierte Sauerstoffkonzentration, Temperaturen bis zu minus 20 Grad, starke Winde und Steigungen von bis zu 40 Prozent. Diese Parameter sind mehr als Datenpunkte, sie strukturieren die Dramaturgie der Schau. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Einsatz synthetischer Kraftstoffe, denn der Rekord wurde mit eFuels durchgeführt.
Gewichtsreduktion und der Weg an die Grenze des Machbaren
Im Zentrum stehen die beiden Porsche 911 Carrera 4S der Generation 992 in zwei Evolutionsstufen. „Doris“ markiert den Ausgangspunkt, „Edith“ erreicht den Gipfel. „Bei Edith konnten wir rund 360 Kilogramm Gewicht einsparen und gezielt dort optimieren, wo es für die Bedingungen entscheidend war“, sagt Projektleiter Jens Kayser. Eine Entscheidung, die bei Porsche Tradition hat: Erkenntnisse unter Extrembedingungen zu gewinnen und in die Serie zurückzuführen. Die Sonderschau verortet zudem das Projekt bewusst in der Geschichte von Porsche. „Projekte im technischen Grenzbereich, Wettbewerbe und Rekorde sind typisch Porsche“, erklärt Tanja Schleicher.
Raceborn Moment: vom Gipfel ins Museum
Parallel zur Sonderschau ist am Wochenende ein Kurzfilm im Rahmen der Reihe „Raceborn Moment“ erschienen, die sich im Jubiläumsjahr „75 Jahre Motorsport“ jedem Monat einem Kapitel aus der Motorsporthistorie von Porsche widmet. Während das Porsche Museum den Raum strukturiert, schafft der rund 15-minütige Film auf dem Porsche-YouTube-Kanal Nähe zu Menschen, Entscheidungen und Momenten auf dem Berg. Mehr dazu: Porsche YouTube Raceborn Moments.