Porsche gratuliert Kurt Ahrens zum 85. Geburtstag

Im Jahr 1969 gewinnt Kurt Ahrens das 1000-Kilometer-Rennen auf dem Österreichring, das als Meilenstein in der Geschichte des Sportwagenherstellers gilt. Am 19. April 2025 feiert er seinen 85. Geburtstag.

Kurt Ahrens gilt als bodenständiger, ehrlicher Teamplayer mit feinem technischem Gespür. In den 1960er-Jahren zählt er zu den talentiertesten deutschen Fahrern seiner Generation. Am 19. April 2025 feiert er seinen 85. Geburtstag. „Kurt Ahrens hat Großartiges für Porsche geleistet. Seine Siege, insbesondere mit dem Porsche 917, gehören zu den Meilensteinen unserer Geschichte“, sagt Michael Steiner, Mitglied des Vorstandes Forschung und Entwicklung. „Wir danken ihm für seinen Einsatz und wünschen ihm zu seinem 85. Geburtstag alles erdenklich Gute.“

Großes Talent im Formel-Sport

Kurt Ahrens wird am 19. April 1940 in Braunschweig geboren. Er wächst in einer motorsportbegeisterten Familie auf, sein Vater, Kurt Ahrens senior, ist Rennfahrer und legt den Grundstein für die Karriere des Sohnes. Später starten beide bei denselben Rennen. 1958 bestreitet er als 18-Jähriger sein erstes Rennen in der Formel 3. In den Jahren 1961, 1963 und 1965 wird er Deutscher Meister in der Formel Junior. Sein Talent stellt er auch in der Formel 2 unter Beweis, wo er gegen Größen wie Jochen Rindt, Jackie Stewart und Graham Hill antritt. Im Jahr 1968 startet er neben Jack Brabham und Jochen Rindt im Brabham-Repco beim Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring – seine erste und letzte Teilnahme in der Formel 1.

908/03, Kurt Ahrens, Nürburgring, Deutschland, 1970, Porsche AG
Kurt Ahrens im 908/03

Der erste Gesamtsieg eines Porsche 917

Besondere Berühmtheit erlangt Ahrens durch seine Einsätze für Porsche bei Langstreckenrennen der späten 1960er-Jahre. Ein Höhepunkt seiner Karriere ist der Gesamtsieg beim 1000-Kilometer-Rennen auf dem Nürburgring im Jahr 1970, als er gemeinsam mit Vic Elford im Porsche 908 triumphiert. Später feiert er einen weiteren Erfolg: den ersten Gesamtsieg eines Porsche 917 beim 1000-Kilometer-Rennen auf dem Österreichring. Ein Moment, der den Beginn der Dominanz dieses Rennwagens markiert und die Test- und Entwicklungsarbeit der vergangenen Monate besonders würdigt.

Für den damaligen Entwicklungschef Ferdinand Piëch und das gesamte Team ist dieser Erfolg durch Ahrens und Siffert von entscheidender Bedeutung, denn nach dem Rückschlag in Le Mans zeigt der 917 in Österreich sein volles Potenzial. 1970 gewinnt Ahrens gemeinsam mit Vic Elford im Porsche 908/03 das 1000-Kilometer-Rennen auf dem Nürburgring. Beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1970 teilt sich Ahrens das Cockpit des Porsche 917 Langheck mit Vic Elford. Während ihn das Fahrverhalten des 917 im Vorjahr noch beunruhigte, fühlt sich Ahrens im weiterentwickelten Modell sicher. 1969 hatte das Auto bei hohen Geschwindigkeiten unruhig gewirkt. Ein Jahr später sichert er sich mit Elford die Pole-Position – mit einer Rundenzeit von 3:19,08 Minuten. Im Rennen liegen die beiden lange in Führung, müssen aber aufgrund eines technischen Defekts aufgeben.

917 KH, Kurt Ahrens (Im Auto), Jo Siffert, Ferdinand Piëch (beide hinter dem Auto), Österreichring, Österreich, 1969, Porsche AG
Kurt Ahrens im 917 beim 1000-km-Rennen auf dem Österreichring 1969

Vorbild für kommende Generationen

Seine Fähigkeit, sich schnell auf neue Strecken und Fahrzeuge einzustellen, macht ihn zu einem geschätzten Werksfahrer für Porsche. Ahrens ist ein schneller Pilot und ein zuverlässiger Teamplayer, der maßgeblich zur Weiterentwicklung der Porsche-Rennwagen beiträgt. Während seiner gesamten Karriere zeigt Ahrens an den Wochenenden, dass er nicht nur schnelle Rundenzeiten fahren kann, sondern auch das strategische Gespür für große Rennen besitzt. Im Alter von nur 30 Jahren entscheidet er sich im Jahr 1970 für die Beendigung seiner Karriere und zieht sich zurück. Der Rennsport war für ihn stets ein Ausgleich zu seinem Alltag als vierfacher Vater und Mitarbeiter im elterlichen Betrieb.

Sein umfangreiches Wissen und seine langjährigen Erinnerungen teilt er auch nach seiner Karriere gern bei historischen Motorsportveranstaltungen.

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