Pur und analog – der Porsche 911 Speedster

Das, was auf der New York International Auto Show seine Weltpremiere feierte, regt die Phantasie an: der neue Porsche 911 Speedster. Gastautor Fabian Mechtel teilt seine Gedanken.

Schon im ersten Moment, das Tuch ist noch kaum fertig gezogen, fängt das Kopfkino an. Dann, wenn Du da die sardischen Bergstraßen im Schnelldurchlauf nimmst, sauber an jedem Scheitel ins Gas gehst und den zweiten Gang ausdrehst auf der Zwischengeraden, 6000, 7000, 8000, ja: 9000/min, dann bist Du nicht bloß begeistert, wie dieser Wagen abgeht, wie er klingt, wie großartig alles ist. Dann musst Du auch ergriffen, ja, wahrlich ergriffen sein von diesem Wunder der Technik, das hinter Dir arbeitet, hart arbeitet. Tausende von Einzelteilen, die perfekt zueinander passen müssen, Benzin und Luft in Vorwärtsenergie verwandeln, in Kraft, in Musik – und in Freude. Und Lächeln. Nein, denkst Du Dir dann: lass es ewig so weitergehen, Drehzahl, the sound of speed, für alle Sinne.

Ein Speedster in perfekter Anlehnung an seine legendären Brüder: flacher Scheibenrahmen, breites Heck und innen nur das Nötigste. Nach oben ist er natürlich offen. Komplett offen. Kein Windschott, keine aerodynamisch optimierte Umströmung der Passagiere. Stattdessen der volle Sturm. Dafür sorgt vor allem der Motor. Denn im Kern ist der Speedster ein GT3, das verrät sein Entwicklungsvater Andreas Preuninger. Erstmals basiert der offenste aller Elfer nicht mehr auf dem Carrera, sondern auf der Schöpfung der Weissacher Motorsport-Abteilung.

Andreas Preuninger, 911 Speedster, Weltpremiere, New York International Auto Show, 2019, Porsche AG
Andreas Preuninger


Für den Speedster haben sie dem Triebwerk noch ein paar Tricks anerzogen: so darf er nicht nur über eine Einzeldrosselklappen-Anlage aus dem GT3 R-Rennwagen die Luft ansaugen, sondern auch über eine ganz besondere Schalldämpferanlage ausatmen: dank Ottopartikelfiltern nicht nur fit für die neuesten EU-Abgasnormen, sondern durch eine innovative Dünnblechschweißtechnologie auch ein Drittel leichter als die Anlage des serienmäßigen GT3. Das Ergebnis sind 375 kW (510PS; Kraftstoffverbrauch kombiniert 13,8 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert 317 g/km). Und das Geräusch des handgeschalteten Vierliter-Saugmotors dürfte entsprechend noch atemberaubender sein.

So sehen es auch die zur Premiere nach New York gereisten Fachjournalisten.

„Der Speedster ist ein wunderbares Auto. Die Form des Hecks ist fantastisch und die Idee des Analogen des GT3s kombiniert mit dem Ungefilterten und Ausgeliefert sein des absolut offenen Speedsters wird ein Traum beim Fahren sein. Da bin ich ganz sicher.“

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„Stell’ ihn Dir bei 9000 Umdrehungen auf einer engen britischen Landstraße vor. Es dürfte unglaublich sein. Ich war schon immer ein großer Freund der Generation 991.2 – mit dem Speedster sorgt Porsche nun wirklich für den krönenden Abschluss.“

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„Ein offener, zum Fahren gemachter Sportwagen ist immer etwas Tolles. Ich bin seit Jahren ein großer Freund der Marke, habe selber ein paar Porsche daheim. Häufig ertappe ich mich wie ich statt der Coupés den Boxster nehme – mit dem Speedster ist die Mischung aus Offenfahren und unglaublicher Leistungsfähigkeit sicher besonders reizvoll.“

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Verbrauchsangaben

  • 12,9 – 12,7 l/100km
  • 290 – 288 g/km

911 GT3 (Typ 991 II)

Kraftstoffverbrauch/Emissionen*
Kraftstoffverbrauch* kombiniert 12,9 – 12,7 l/100km
CO2-Emissionen* kombiniert 290 – 288 g/km
  • 8,5 – 7,5 l/100km
  • 195 – 172 g/km

911 Carrera Cabriolet (Typ 991 II)

Kraftstoffverbrauch/Emissionen*
Kraftstoffverbrauch* kombiniert 8,5 – 7,5 l/100km
CO2-Emissionen* kombiniert 195 – 172 g/km
  • 13,8 l/100km
  • 317 g/km

911 Speedster (Typ 991 II)

Kraftstoffverbrauch/Emissionen*
Kraftstoffverbrauch* kombiniert 13,8 l/100km
CO2-Emissionen* kombiniert 317 g/km