50 Jahre 917: Als Porsche auf die Concorde traf

Zwei Maschinen, gebaut in derselben, von Ambition und revolutionärer Technik geprägten Ära, treffen anlässlich eines besonderen Jubiläums aufeinander: die Concorde 002 und der Porsche 917-001.

Fünf Jahrzehnte ist es her, dass sie sich zum ersten Mal aus eigener Kraft fortbewegten: Vor 50 Jahren, am 9. April 1969, startete die Concorde 002 ihren Jungfernflug. Die erste in Großbritannien gebaute Concorde besaß einen Prototyp als Flugwerk, der 2.179 km/h erreichte. Um dies zu realisieren, musste die Anglo-Französische Entwicklergruppe auf sowohl neue Materialien, als auch technische Erfindung setzen.

Im gleichen Monat wurde der 917 als Gruppe-4-Sportwagen homologiert. Der 917 entpuppte sich als erfolgreichstes und bekanntestes Langzeitrennauto seiner Zeit. Durch seine innovative Aerodynamik, entwickelt von einem Team aus jungen und erfinderischen Ingenieuren, fuhr der 917 seiner Konkurrenz davon. Ein kompakter und leistungsstarker 12-Zylinder Motor gepaart mit dem Einsatz von Materialien, die sonst nur für Flugzeuge verwendet werden, setzten neue Maßstäbe.

Porsche 917-001, Concorde 002, 2019, Porsche AG
Treffen zweier Legenden
Porsche 917-001, Concorde 002, 2019, Porsche AG
Treffen zweier Legenden
Porsche 917-001, Concorde 002, 2019, Porsche AG
Treffen zweier Legenden
Porsche 917-001, Concorde 002, 2019, Porsche AG
Treffen zweier Legenden
Porsche 917-001, Concorde 002, 2019, Porsche AG
Treffen zweier Legenden
Porsche 917-001, Concorde 002, 2019, Porsche AG
Treffen zweier Legenden
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Tim Orchard: „Es war faszinierend, den 917 bestaunen zu können, da man ihm ansieht, dass er aus der Ära der Concorde stammt und mit derselben Hingabe und Genauigkeit entwickelt wurde. Die Brutalität und Schlichtheit stechen sofort ins Auge. Es ist das erste Mal, dass ich Richard Attwood treffe. Es war mir eine Ehre, ihm das Flugzeug zeigen zu können, in dem ich mehrere Jahre fliegen durfte. Die Concorde war anders als alles, was ich bis dahin geflogen habe. Teils Düsenflieger, teils exklusiver Atlantik-Überflieger. Seine enormen Kraftreserven und sein Können waren einzigartig. Der Porsche 917 und die Concorde sind Gleichgesinnte. Beide wurden mit sehr viel Leidenschaft entwickelt. Sie haben Dinge vollbracht, die zuvor undenkbar waren.“

Richard Attwood: „Wie viele andere bin auch ich ein großer Fan der Concorde. Ich wünschte, ich wäre einmal in einer mitgeflogen. Der 917 und die Concorde sind so puristisch und simpel von außen betrachtet, bergen jedoch im Inneren eine Reihe von technischen Meisterwerken, die auch nach heutigen Standards noch beindruckend sind. Ich möchte mich bei Tim bedanken. Er hat mich wirklich in die späten 1960er und frühen 1970er zurückversetzt und mich daran erinnert, dass man fast alles erreichen kann, was man sich vornimmt.“

Abschluss einer Reise des Porsche 917 durch Großbritannien

Passenderweise rundet der Porsche 917 seine Reise durch das Vereinigte Königreich mit einer Ablichtung neben der letzten gebauten und geflogenen Concorde ab. Die Concorde „Alpha-Foxtrot“ landete ein letztes Mal nach 6.045 Flügen in ihrer neuen Heimat „Aerospace Bristol at Filton“, wo die in Großbritannien gebauten Concordes vor 50 Jahren ihre Reise begannen.

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