14.11.2014

Neues Motorenwerk in Zuffenhausen

Bis Anfang 2016 entsteht auf einer Grundfläche von nur 10.000 Quadratmetern unter anderem eine hochmoderne Montagelinie mit Logistikflächen und Motorenprüftechnik.

Porsche schließt die Roh- und Stahlbauarbeiten für das neue Motorenwerk am Standort Zuffenhausen bis zum Jahresende ab. Insgesamt werden in den dort entstehenden Büro- und Sozialräumen künftig etwa 400 Beschäftigte tätig sein. Der Masterplan für den Umbau des gesamten Industriequartiers „Porsche Werk 4“ wurde von der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) mit Höchstnoten bedacht.

Das Herz von Porsche schlägt auch in Zukunft in Zuffenhausen

Anlässlich einer offiziellen Grundstein-Zeremonie mit Baustellenbesichtigung hat Produktionsvorstand Dr. Oliver Blume die zentrale Bedeutung der Investition am Porsche-Stammsitz unterstrichen: „Das Herz von Porsche schlägt auch in Zukunft in Zuffenhausen und der Rhythmus wird weltweit von den einzigartigen Motoren unserer Sportwagen vorgegeben.“

Mit dem Bau eines neuen Motorenwerks für etwa 80 Millionen Euro gibt Porsche laut Blume ein klares Bekenntnis zum Produktionsstandort Zuffenhausen ab. Zudem könnten „mit der Erweiterung der Motorenkapazität Synergien innerhalb des Volkswagen-Konzerns“ noch stärker genutzt werden, so Blume. „Das Grundprinzip unserer Investitionen in zukunftsfähige Arbeitsplätze ist die Nachhaltigkeit. Das hat die DGNB überzeugt, freut unsere Belegschaft und sichert die Position von Porsche als attraktiver Arbeitgeber ab", sagte Thomas Edig, Personalvorstand und stellvertretender Vorstandsvorsitzender.

Uwe Hück: „Für mich geht ein Traum in Erfüllung“

Zur Besichtigung waren Vertreter der an der Planung, Freigabe und am Bau beteiligten Firmen und Behörden eingeladen sowie als Ehrengäste der Zuffenhausener Bezirksvorsteher Gerhard Hanus und Uwe Hück, Konzern- und Gesamtbetriebsratsvorsitzender von Porsche.

Dieser ergänzte: „Für mich geht ein Traum in Erfüllung. Ein Porsche wird erst durch seinen intergalaktischen Motor so einzigartig. Um diese faszinierenden Motoren zu entwickeln und zu bauen, brauchen wir echte Porscheaner. Deshalb bin ich stolz, dass wir es gemeinsam hinbekommen haben, hier in Stuttgart, der Geburtsstätte unseres 911er, in einen neuen Motorenbau zu investieren. Ich sage nur: Der Mythos lebt!“ Der repräsentative Grundstein wird zum Abschluss der Bauarbeiten in den Eingangsbereich des neuen Werks integriert.

Grundstein-Zeremonie neues Porsche Motorenwerk

Mit dem Bau des Motorenwerks setzt Porsche auch in Sachen Nachhaltigkeit einen Meilenstein. Denn mit dem über 28 Hektar großen Areal vom Werk 4 in Zuffenhausen, auf dem sich unter anderem der Neubau des Motorenwerks befindet, hat sich der Sportwagenhersteller erstmals der Zertifizierung durch die DGNB unterzogen. Damit zählt Porsche – gemeinsam mit zwei weiteren Unternehmen – zu den Pionieren auf diesem Gebiet, denn bislang gab es überhaupt noch keine derartige Zertifizierung für Industriequartiere. Und mehr noch: Direkt im ersten Anlauf gab es für den Masterplan für Werk 4 das „DGNB Vorzertifikat in Gold“. Gewertet wurde anhand von 40 Nachhaltigkeitskriterien, wobei Porsche neben Top-Noten bei der ökologischen, ökonomischen, technischen und Prozess-Qualität vor allem auch bei der Arbeitsplatzgestaltung überdurchschnittlich punkten konnte.

Bis 2016 invesitiert Porsche über 300 Millionen Euro in seinen Stammsitz

Porsche investiert bis 2016 am Stammsitz in Stuttgart-Zuffenhausen über 300 Millionen Euro. Neben dem neuen Motorenwerk, auf dessen Fläche früher ein Kabelwerk stand, baut das Unternehmen bestehende Gebäude, die zuvor für eine Getriebefertigung genutzt wurden, zu zentralen Werkstätten für Fahrzeuge um. Derzeit entsteht auch ein neues Ausbildungszentrum für die jüngsten Porsche-Mitarbeiter auf einem Grundstück, auf dem zuvor ein Straßenbahndepot stand. Um die Zukunftsprojekte zu realisieren und die innerstädtischen Betriebsflächen weiter zu entwickeln, hatte die Porsche AG in den vergangenen Jahren durch Zukäufe ihren Grundstücksbesitz in Stuttgart auf über 600.000 Quadratmeter ausgeweitet und damit mehr als verdoppelt.

In den nächsten Jahren investiert der Sportwagenhersteller in Deutschland deutlich mehr als eine Milliarde Euro in Bauprojekte, die zur Absicherung seines erfolgreichen Wachstumskurses dienen. Darin enthalten sind unter anderem der Neubau eines Antriebsprüfgebäudes am Standort Weissach für 95 Millionen Euro und der weitere Ausbau des Werks in Leipzig für die künftige Vollfertigung des Panamera mit einem Investitionsvolumen in Höhe von rund 500 Millionen Euro. Hinzu kommen weitere 25 Millionen Euro, die am Mehrmarken-Standort Osnabrück für die künftige Montage von Teilumfängen des Porsche Cayenne investiert werden.

Verbrauchsangaben

911 (Typ 991): Kraftstoffverbrauch/Emissionen* kombiniert: 12,4 bis 8,2 l/100 km; CO2-Emission: 289 bis 191g/km

Boxster/Cayman: Kraftstoffverbrauch/Emissionen* kombiniert: 8,4 bis 7,9 l/100 km; CO2-Emission: 195 bis 183 g/km

Cayenne: Kraftstoffverbrauch/Emissionen* kombiniert: 11,2 bis 9,9 l/100 km; CO2-Emission: 263 bis 236 g/km

Cayenne S E-Hybrid: Kraftstoffverbrauch/Emissionen* kombiniert: 3,4 l/100 km; CO2-Emissionen: 79 g/km; Stromverbrauch 20,8 kWh/100 km

Panamera: Kraftstoffverbrauch/Emissionen* kombiniert: 10,7 bis 6,4 l/100 km; CO2-Emissionen: 249 bis 169 g/km

Panamera S E-Hybrid: Kraftstoffverbrauch/Emissionen* kombiniert: 3,1 l/100 km; CO2-Emission: 71 g/km; Stromverbrauch: 16,2 kWh/100 km

Macan: Kraftstoffverbrauch/Emissionen* kombiniert: 9,2 bis 6,1 l/100 km; CO2-Emission: 216 bis 159 g/km

918 Spyder: Kraftstoffverbrauch/Emissionen*: 3,1 l/100 km; CO2-Emission: 72 g/km; Stromverbrauch: 12,7 kWh/100 km

918 Spyder (Weissach Paket): Kraftstoffverbrauch/Emissionen*: 3,0 l/100 km; CO2-Emission: 70 in g/km; Stromverbrauch: 12,7 kWh/100 km

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