Obwohl der Mission X viele innovative Design-Ansätze zeigt, ist die Porsche-DNA unverkennbar. Auch ohne Porsche Wappen wäre dieses Hypercar-Konzept auf den ersten Blick als Modell des Sportwagenherstellers zu identifizieren. Der Mission X vereint charakteristische Gestaltungsmerkmale und lässt zugleich einen ersten Blick in die Zukunft der Porsche-typischen Marken- und Produktidentität zu. Die Konzeptstudie referenziert auf legendäre Rennwagen aus verschiedenen Epochen der Markengeschichte und überführt diese in die Zukunft.

Trotz ultimativer E-Performance und entsprechenden aerodynamischen Anforderungen ist die Karosserie nicht zerklüftet, sondern hat mit den markentypischen Hochspannungsflächen eine skulpturale Formgebung. Das Aerodynamikkonzept stammt aus dem Motorsport. Die außergewöhnliche Optik ließ sich realisieren, indem die umströmende Luft durch die Karosserie geleitet wird. Zusammen mit klassischen Proportionen, der Leichtbau-Glaskuppel über der Kabine und den nach oben schwenkenden Le-Mans-Türen resultiert daraus auch in puncto Design ein Sportwagen der Superlative.

„Der Mission X ist ein klares Bekenntnis zum Kern der Marke“, sagt Michael Mauer, Leiter Style Porsche. „Die weitergedachte Ausprägung unserer Marken- und Produktidentität ist ein wichtiger Kompass, an dem wir uns in der Entwicklung unserer Serienmodelle orientieren. Die Konzeptstudie symbolisiert eine Symbiose aus klar erkennbarer Motorsport-DNA mit einer luxuriösen Gesamtanmutung. Hochspannend sind scheinbare Gegensätze, die der Mission X vereint: eine stark ausgeprägte Performance-Orientierung bei zugleich hoch effizienter, nachhaltiger Technologie. Das Design der Konzeptstudie unterstreicht einmal mehr die sehr klar definierten Designkriterien der Marke und gewährt einen Blick in die Zukunft.“

Leichtbau-Glaskuppel und Le-Mans-Türen: futuristisches Konzept

Statt des üblichen Greenhouse mit Metalldach und konventionellen Seitenscheiben spannt sich über den beiden Insassen eine Leichtbau-Glaskuppel. Der spektakuläre Dachaufbau erinnert mit seiner großen transparenten Fläche an eine Flugzeugkanzel oder an frühere Rennwagen wie beispielsweise den Porsche 917 (1969). In die großen Seitenfenster sind kleinere versenkbare Scheiben integriert. Die Teilung erfolgt nahezu fugenlos.

Analog zum Mission R (2021) setzt Porsche als tragendes Element ein „Exoskelett“ (deutsch: „Außenskelett“) ein. Diese Struktur aus Kohlefaser-Verbundwerkstoff vereint ein niedriges Gewicht mit einer einzigartigen Optik. Oberhalb der Frontscheibe sitzt vorne eine kleine weitere Glasfläche. Diese sogenannte „Daytona-Scheibe“ bot bei historischen Rennfahrzeugen eine verbesserte Sicht in Steilkurven und sorgt beim Mission X für ein noch offeneres Raumgefühl.

Ebenso Aufsehen erregend: Die Le-Mans-Türen sind an der A-Säule und am Dach angeschlagen und öffnen nach vorne oben. Das Türkonzept kam bereits beim Motorsportklassiker Porsche 917 zum Einsatz. In die Fahrertür ist außerdem ein Projektor integriert. Dieser unterstreicht einmal mehr den Performance-orientierten Ansatz. Die aktuellen Bedingungen auf der Rennstrecke werden auf dem Boden projiziert: Außentemperatur, relative Luftfeuchtigkeit und Windgeschwindigkeit sind dort vor dem Einstieg digital dargestellt.

Silhouette: lang geschwungen im Stil von Rennwagen-Ikonen

Wie beim legendären Porsche 917 zieht sich die Silhouette lang geschwungen von der flachen Fronthaube über die Kotflügel nach oben. Der Vorderwagen ist mit Versatz zum hinteren Teil gestaltet, beide sind als ineinandergeschobene Körper inszeniert. Einerseits wird dadurch die starke dreidimensionale Skulptur unterstrichen. Andererseits ist dies Teil des Aerodynamikkonzeptes bei dem der Vorderwagen maximal effizient durchströmt werden kann.

Die Karosserie ist in Rocketmetallic lackiert – einer edel anmutenden, eigens für die Konzeptstudie gestalteten Lackfarbe. Besonderheit dieses Lacks ist ein sogenannter Flop-Effekt: Abhängig vom Betrachtungswinkel changiert das Braun ins Dunklere. Unterhalb der Gürtellinie finden sich Sichtcarbon-Umfänge. Dazu gehören beispielsweise die Seitenschweller, der Frontsplitter und der große Heckdiffusor. Diese Komponenten sind in einer Seidenglanz-Ausführung von Rocketmetallic lasiert und daher leicht getönt, ihre Struktur ist aber weiterhin erkennbar.

Die Vorderräder sind Rennwagen-typisch hinten freigeschnitten, dies dient der Entlüftung der Radhäuser. Während das Exterieur Porsche-typisch aus hochspannenden und gleichzeitig optisch ruhigen Flächen ohne dekorative Styling-Elemente auskommt, sind die Räder der Konzeptstudie entsprechend ihrer technischen Anforderungen detailreich ausgearbeitet: Vorne sind sie wegen der nötigen Luftzufuhr zur Kühlung der Radbremsen nur leicht verkleidet. An der Hinterachse sitzen nahezu transparente Aeroblades, die zur besseren Kühlung der Radbremsen turbinenartig gestaltet sind. Sie wecken Erinnerungen an die legendären „Schaufel-Räder“ der Gruppe-A-Rallyefahrzeuge Ende der 1980er Jahre. Die Leichtmetallräder im Format 20 beziehungsweise 21 Zoll (Vorder/-Hinterachse) sind tief geschüsselt. Die bronze-gold-farbenen Doppel-Speichen sind hinterfräst, kombinieren also Leichtbau mit Stabilität.

Auf klassische Außenspiegel haben die Designer verzichtet, stattdessen sitzen Kameras unter anderem an den B-Säulen und oberhalb des Heckdiffusors. Dieser Diffusor dominiert die Heckansicht. Porsche Active Aerodynamics (PAA) verbessert die aerodynamischen Eigenschaften mit einem aktiven Frontflügel sowie einem herausfahrbaren Heckflügel. Damit ist die optimale Performance für jeden Fahrzustand abrufbar, egal ob Reichweite oder Rundenzeit im Vordergrund stehen.

Als besonderes Detail debütiert beim Mission X das aktualisierte Porsche Wappen. Gebürstetes Edelmetall, dreidimensionale Wabenstruktur, aufgefrischtes Wappentier sowie dezentere Goldfarbe – das sind nur einige der behutsamen Modifikationen, die das weiterentwickelte Porsche Wappen von seinem unmittelbaren Vorgänger unterscheiden. Deutlich cleaner und moderner ausgeführt, transportiert das überarbeitete Wappen den Charakter von Porsche. Beim Mission X befindet es sich auf Fronthaube und Lenkrad sowie in einer monochromen Ausführung auf den Deckeln der Radnaben.

Die Porsche Lichtsignatur neu interpretiert

Elementarer Bestandteil der Porsche Markenidentität ist die Lichtsignatur. Beim Mission X haben die Designer die charakteristische Vierpunkt-Grafik neu interpretiert: Die vertikale Grundform der Hauptscheinwerfer wurde von historischen Rennfahrzeugen wie Porsche 906 oder 908 inspiriert und weit in Richtung Fahrbahn heruntergezogen. Eine High-Tech-Tragwerkstruktur rahmt die LED-Lichtmodule ein und präsentiert die freiliegenden, schmalen Elemente von Tagfahr- und Blinklicht. Werden sie aktiviert, öffnet sich das Licht wie ein Augenaufschlag. Voll erleuchtet stellen die Scheinwerfer ein selbstbewusstes Statement dar.

Eine durchgehende, scheinbar schwebende Leuchteneinheit prägt das Heck des Mission X. Besonderheit ist hier ein transparenter, leuchtender Porsche-Schriftzug. Die skulpturale Heckleuchte entwickelt sich optisch freischwebend aus einer modernen Tragwerkstruktur heraus und spannt sich, in vier Elemente segmentiert, über die gesamte Breite des Fahrzeugs. Geheimnisvoll pulsiert das „E“ des Porsche-Schriftzugs während des Ladevorgangs. Analog blinkt je ein Licht in der tragenden Struktur von Heckleuchte und Scheinwerfer. Auch in solchen Details gibt der Mission X Impulse für die Weiterentwicklung künftiger Fahrzeuge.

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Nach 60 Jahren voller Träume und Rekorde - was soll da für die Ikone 911 noch kommen? Vielleicht ein kleines Team mit einer großen, verrückten Idee.

Verbrauchsangaben

911 Carrera 4S

WLTP*
  • 11,1 – 10,2 l/100 km
  • 253 – 231 g/km
  • G Klasse

911 Carrera 4S

Kraftstoffverbrauch* / Emissionen*
Kraftstoffverbrauch* kombiniert (WLTP) 11,1 – 10,2 l/100 km
CO₂-Emissionen* kombiniert (WLTP) 253 – 231 g/km
CO₂-Klasse G