Seit jeher sind Sportwagen von Porsche auf die Bedürfnisse des Fahrers zugeschnitten. Im Mission X erreicht diese Fokussierung ein neues Niveau. Alle wesentlichen Anzeige- und Bedienelemente liegen in der Fahrerachse. Wie in Rennfahrzeugen üblich sind Lenkrad und Pedalerie in der Länge verstellbar, die ins Monocoque integrierten Sitzschalen aus CfK hingegen nicht justierbar. Eine weitere Parallele zum Motorsport: Orientiert an den hochindividuellen Sitzen professioneller Rennfahrer ist das Polster des Fahrersitzes in Form eines 3D-Druck-Bodyform-Schalensitzes individuell anpassbar.  

Damit der Abstand von Fahr- und Bremspedal schnell eingestellt werden kann, ist eine Skala in den Fußraum des Fahrers gefräst. Sechspunkt-Gurte fixieren die beiden Insassen. Andaluzbraune Leder-Pads auf den Sitzkissen und -lehnen sowie entsprechende Textilflächen an den integrierten Kopfstützen spielen mit Materialität und Farbe. Mit Hilfe von Clips lassen sich letztere einfach entfernen, wenn beispielsweise Fahrer und Beifahrer auf einer Rennstrecke Helme und Nackenschutzvorrichtungen tragen.

Die Ausrichtung auf den Fahrer zeigt sich auch in der Asymmetrie des Innenraums und in seinem Farbkonzept. Beide Sitze sind unterschiedlich koloriert. Bis auf die individualisierbaren Teile des 3D-Druck-Bodyform-Schalensitz ist der Fahrer-Sitz in Kalaharigrau gehalten und bildet mit Mittelkonsole und Instrumententafel eine farbliche Einheit. Der Beifahrer-Sitz ist in der Kontrastfarbe Andaluzbraun ausgeführt. In beide Sitze ist mittig ein LED-Lichtband integriert. Dort werden die Insassen von einer Welcome-Inszenierung begrüßt.

Das Lenkrad ist nach oben offen, die beiden mit Leder in Kalaharigrau bezogenen Griffstücke liegen geschmeidig in der Hand. Wie beim aktuellen 911 GT3 RS befinden sich am Lenkrad vier einzelne Mode-Schalter. Wippen und Paddles stehen als weitere Bedienelemente bereit, mit ihnen lässt sich unter anderem die Rekuperation regeln.

Auf dem höchsten Punkt der Lenksäule sitzt das Curved-Kombiinstrument: Zugunsten optimaler Ablesbarkeit ist es konkav gebogen und orientiert sich zum Fahrer hin. Beim Anzeigekonzept lässt sich zwischen einer Porsche-typischen Anzeige mit Tuben und einer vollflächigen Navigationskarte wählen. Im Track-Mode wechseln die Anzeigen in eine funktionale Darstellung mit dezidierten Inhalten für die Rennstrecke.

Oben auf der Lenksäule erlaubt ein kleines „Schaufenster“ den Blick auf das Airbag-Modul. Wie bei einem Rennwagen wurde bei der Lenksäule aus Gewichtsgründen der Materialeinsatz optimiert. Das 7,8 Zoll große Zentraldisplay wendet sich zum Fahrer hin. An seiner rechten Seite sind prominent Bedienelemente aus Aluminium angebracht. Auch hier haben die Designer die Performance-orientierte Nutzung im Blick: Sogar mit Rennhandschuhen lässt sich die Klimasteuerung bedienen. Porsche-typisch befindet sich die Le-Mans-Starttaste links vom Lenkrad. Sie ist hochwertig aus Echtmetall ausgeführt. Inspirieren ließen sich die Designer hier von edlen Metall-Objektiven historischer Kameras.

Im Spiegeldreieck zwischen Türbrüstung und A-Säulen sitzen sechs Zoll große Displays. Sie fungieren als digitale Seitenspiegel, die Außenkameras übertragen die visuellen Informationen über ein Steuergerät dorthin. Auch im Innenraum sind spektakuläre Filmaufnahmen möglich: Eine Kamera oben im Dach und zwei Kameras in den Türen neben den digitalen Außenspiegeln erfassen in Echtzeit das Geschehen in der Kabine. Die Aufzeichnung startet, sobald der Fahrer den Record-Button (REC) des Multi-Purpose-Controllers drückt. Dieser fungiert auch als Bedienhebel.

Ein weiteres Highlight im Innenraum befindet sich auf der Beifahrerseite: Dort ist in die Instrumententafel ein Bajonettsystem eingelassen, an dem sich schnell ein Uhrenmodul befestigen lässt. Der historische Bezug ist unverkennbar: In klassischen Rennwagen und Rallyefahrzeugen montierten Beifahrer an dieser Stelle häufig eine Platte mit Stoppuhren oder kompakte Geräte mit Wegstreckenzählern. Porsche Design hat für den Mission X eigens ein besonderes Uhrenmodul mit Analog- und Digitalanzeige entworfen. Die Uhren sind sowohl für den Rennstreckeneinsatz als auch für Rallyes konzipiert und können unter anderem die Rundenzeiten oder Gesundheitsdaten des Fahrers anzeigen.

In der Verkleidung hinter den Sitzen befindet sich ein kleines, geschlossenes Fach als praktische Verstaumöglichkeit. Smartphones lassen sich in der Ablage vor dem Multi-Purpose-Controller induktiv laden. Die Luftausströmer der Klimatisierung sitzen in den Türen. Denn selbst im Hypercar hat Porsche den Alltagsnutzen nicht außer Acht gelassen.

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Verbrauchsangaben

911 GT3 RS

WLTP*
  • 13,4 l/100 km
  • 305 g/km
  • G Klasse

911 GT3 RS

Kraftstoffverbrauch* / Emissionen*
Kraftstoffverbrauch* kombiniert (WLTP) 13,4 l/100 km
CO₂-Emissionen* kombiniert (WLTP) 305 g/km
CO₂-Klasse G