- Porsche 963 von JDC-Miller MotorSports erreicht Platz zwei in Elkhart Lake
- Porsche sichert sich vorzeitig den Team- und Fahrertitel im IMSA Michelin Endurance Cup
- Werks-Hybridprototypen verlieren nach Zwischenfällen alle Siegchancen
- „Rexy“ Porsche 911 GT3 R von AO Racing auf Rang zwei der GTD-Pro-Klasse
Das 6-Stunden-Rennen im US-Bundesstaat Wisconsin war von zahlreichen Zwischenfällen geprägt. Insgesamt neun Safety-Car-Phasen sorgten auf der Road America immer wieder für Verschiebungen im Klassement. Zur Halbzeit des achten Saisonlaufs der IMSA-Meisterschaft führte die Startnummer 7 von Porsche Penske Motorsport. Doch rund eine Stunde später beförderte ein Konkurrent den Porsche 963, der im Design des RS Spyder von 2007 antrat, ins Kiesbett. Nach langwieriger Bergung, anschließenden Reparaturen und insgesamt drei Strafen waren Julien Andlauer aus Frankreich und Felipe Nasr aus Brasilien chancenlos. Die Sieger der beiden Auftaktrennen in Daytona und Sebring erreichten das Ziel auf Platz sechs.
Nach dem Pech der Startnummer 7 brachte sich das Schwesterauto zunächst in eine gute Position im Kampf um den Rennsieg. In der achten Gelbphase belegte Kévin Estre am Steuer der Nummer 6 den zweiten Platz. Nach dem Restart geriet der Franzose jedoch mit einem Mitbewerber aneinander und schlug in die Barrieren ein. Der Porsche 963, der in den Farben des legendären Porsche 917/30 von 1973 antrat, wurde am Ende auf Platz acht gewertet. Estre teilte sich das Auto im Rennen mit dem Belgier Laurens Vanthoor.
„Gute Nachrichten zuerst: Wir haben den Team- und Fahrertitel im IMSA Michelin Endurance Cup in der Tasche. Das zeigt, wie stark unsere Mannschaft in den Langstreckenrennen agiert“, sagt Urs Kuratle, Leiter Werksmotorsport LMDh. „Gratulation an unser Kundenteam JDC-Miller MotorSports zum zweiten Platz. Leider gab es am heutigen Tag auch einige Schattenseiten. Viele Autos waren in einem hektischen Rennen in Zwischenfälle verwickelt. Unsere beiden Porsche 963 von Porsche Penske Motorsport gehörten dazu. Daher haben wir hier keine Top-Ergebnisse erreicht.“
Besser verlief der Renntag für das Kundenteam JDC-Miller MotorSports. Werksfahrer Laurin Heinrich aus Deutschland, der Amerikaner Kaylen Frederick und Tijmen van der Helm aus den Niederlanden erreichten als Zweite das Siegerpodest. Der ehemalige Porsche-Junior Heinrich bleibt auf Platz zwei der bestplatzierte Fahrer in der Gesamtwertung aus dem Lager der Stuttgarter Sportwagenschmiede. In der Herstellerwertung rangiert Porsche ebenfalls auf Rang zwei. In der Herstellerwertung des IMSA Michelin Endurance Cup, der die Langstreckenrennen in Daytona, Sebring, Watkins Glen sowie auf der Road America und der Road Atlanta umfasst, liegt Porsche auf Platz eins.
GT-Klassen: „Rexy“ Porsche 911 GT3 R von AO Racing auf dem Podest
In der GTD-Pro-Klasse überzeugten die beiden Briten Harry King und Nick Tandy mit einer starken Leistung am Steuer der Startnummer 77. Der „Rexy“ genannte 911 GT3 R im Dinosaurier-Design fuhr nach 142 Runden auf der Road America auf Platz zwei ins Ziel. Der baugleiche Neunelfer von Manthey kämpfte phasenweise ebenfalls an der Spitze, beendete das Rennen aber aufgrund von Strafen auf Platz neun. Das Schwesterauto unter der Nennung von Manthey 1st Phorm fiel in der GTD-Klasse in der letzten Runde auf Platz 16 zurück. Der bestplatzierte Porsche war in jener Kategorie die Startnummer 28 von RS1 auf Rang zehn. Der Porsche 911 GT3 R von Wright Motorsports schied nach einem Unfall vorzeitig aus.
Der neunte Lauf zur IMSA WeatherTech SportsCar Championship findet am 23. August auf dem Virginia International Raceway statt. Dort gehen nur die beiden GT-Klassen an den Start. Der nächste Einsatz des Porsche 963 in der Topkategorie GTP folgt am 20. September in Indianapolis.
Weiterführende Informationen und Links
Alle Ergebnisse und Gesamtstände: Alkamelsystems
75 Jahre Porsche Motorsport: Die Geschichte von #Raceborn
60 Jahre Erfolg auf den Rennstrecken: Team Penske
Hochauflösende Fotos: Porsche auf der Road America
Fahrerstimmen zum Rennen
Laurens Vanthoor (Porsche 963 #6): „Wir haben ein enttäuschendes Ende erlebt. Über die gesamte Distanz haben wir am Limit gekämpft, um eine Siegchance zu erhalten. Kurz vor Schluss ist es einmal schiefgegangen. Das ist sehr schade. Wir haben als Team über das Wochenende erhebliche Fortschritte gemacht, auch die Strategie war sehr gut. Es sollte aber einfach nicht sein. Zum Glück hat sich bei den Unfällen niemand verletzt.“
Julien Andlauer (Porsche 963 #7): „Es war ein hartes Wochenende. Im Qualifying fehlte es uns deutlich an Tempo. Im Rennen mussten wir jederzeit am absoluten Maximum agieren, um mithalten zu können. Erst als es gegen Ende etwas wärmer wurde, war unser Auto besser zu fahren. Leider konnten wir daraus keinen Profit mehr schlagen, weil wir bereits zu weit zurücklagen. Mit zwei Runden Rückstand erreichst du nichts mehr.“
Laurin Heinrich (Porsche 963 #5): „Mit einem solchen Resultat haben wir nicht gerechnet. Uns war schon vor dem Start klar, dass wir aus eigener Kraft kaum Chancen haben würden. Wir waren also auf Fehler von anderen angewiesen. Dieses Szenario ist eingetreten. Die Gangart wurde bei jedem Restart immer härter. Wir konnten uns glücklicherweise aus allem Ungemach heraushalten und somit als Zweite viele Punkte für die Meisterschaft einfahren.“
Harry King (Porsche 911 GT3 R #77): „Wir hatten uns vor dem Start eine tolle Strategie zurechtgelegt. Aber all dies wurde aufgrund der zahlreichen Gelbphasen hinfällig. Wir haben für eine insgesamt saubere Leistung den Lohn erhalten: keine Strafen, keine Kontakte, keine Fehler bei Boxenstopps. Den Podestplatz haben wir uns dadurch mehr als verdient.“
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