Pascal Wehrlein siegt am Samstag in London und übernimmt WM-Führung

Pascal Wehrlein hat das Samstagsrennen der ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft in London gewonnen und die Führung in der Fahrerwertung übernommen. Der Porsche-Werksfahrer feierte seinen dritten Saisonsieg. Jake Dennis vom Kundenteam Andretti Formula E belegte Platz 2 und liegt vor dem letzten Saisonrennen fünf Punkte hinter Wehrlein. Nico Müller wurde nach der Porsche-Doppelspitze im Qualifying Elfter.

Wehrlein startete von der Pole-Position in das 39 Runden lange Rennen. Er sammelte die meisten Führungsrunden und überquerte die Ziellinie mit 5,7 Sekunden Vorsprung. Die Führung gab der Deutsche nur ab, als er während einer Full-Course-Yellow-Phase seinen Boxenstopp zum Schnellladen absolvierte. Müller hatte seinen Pit Boost früher absolviert. Als andere Fahrer während der Neutralisation stoppten, fiel der Schweizer zurück.

Porsche 99X Electric (#94), Pascal Wehrlein, Porsche Formel-E-Team, Formel-E, London, 2026, Porsche AG

Schon vor dem Rennen gelang dem Porsche Formel-E-Team eine Premiere in der Formel E: Wehrlein und Müller holten nicht nur in der Duellphase die Plätze 1 und 2 und sicherten dem Werksteam so die erste Startreihe. Beide hatten zuvor auch die Gruppenphase als jeweils Schnellste abgeschlossen. Für Wehrlein war es die vierte Pole-Position der Saison. Dafür erhielt er drei zusätzliche WM-Punkte. Insgesamt qualifizierten sich vier Porsche-Fahrzeuge unter den besten Fünf.

Das Porsche Formel-E-Team verkürzte am Samstag den Rückstand in der Teamwertung auf Jaguar TCS Racing auf fünf Punkte. In der Fahrerwertung führt Wehrlein nun vor Dennis. Damit liegen zwei Porsche-Piloten vor dem Finale an der Tabellenspitze.

Die werkseigenen Porsche 99X Electric gehen in London mit einem historischen Design an den Start. Damit feiert die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG 75 Jahre im Motorsport. Den Herstellertitel in der Formel E hatte der Stuttgarter Sportwagenhersteller bereits beim vorigen Rennen in Tokio erfolgreich verteidigt.

Porsche Formula E Team, London, 2026, Porsche AG

Racing for Charity

Unter dem Motto „Racing for Charity“ setzt die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG in der aktuellen Formel-E-Saison ein starkes gesellschaftliches Zeichen und unterstützt weltweit schwerkranke Kinder. Für jede Rennrunde der beiden werkseigenen Porsche 99X Electric spendet der Stuttgarter Sportwagenhersteller 400 Euro an die gemeinnützigen Organisationen Kinderherzen retten e.V., Interplast Germany e.V. und die Ferry-Porsche-Stiftung. Nachdem Pascal Wehrlein und Nico Müller beim 16. Saisonrennen in London die maximale Anzahl an Rennrunden absolvierten, steht der Spendenbetrag bei 421.200 Euro.

Stimmen zum London E-Prix

Florian Modlinger, Gesamtprojektleiter Formel E: „Das war ein großartiges erstes Rennen hier in London. Im Qualifying haben wir mit Pascal und Nico die erste Startreihe besetzt, in der Anfangsphase führten beide das Rennen an und letztlich holte Pascal den Sieg. Nico gehörte leider zu denjenigen Fahrern, die ihren Pit Boost früh absolvierten – andere profitierten von der Full-Course-Yellow-Phase etwas später. Deshalb kämpfte er am Ende nur um die hinteren Punkteränge. Glückwunsch an unser Kundenteam Andretti und Jake Dennis zu Platz 2. Insgesamt war es ein großartiges Teamergebnis und ein großer Erfolg für alle Beteiligten. Die Hälfte ist geschafft: Pascal führt die Fahrerwertung jetzt mit fünf Punkten Vorsprung an. In der Teamwertung haben wir den Rückstand von 14 auf fünf Punkte verkürzt. Das Auto ist schnell, und morgen geben wir noch mal alles.“

Florian Modlinger, Gesamtprojektleiter Formel E, Formel-E, London, 2026, Porsche AG

Pascal Wehrlein, Porsche-Werksfahrer (#94): „Ich bin mit dem Tag sehr zufrieden. Bis hierhin haben wir perfekte Arbeit geleistet. Wir waren in den Trainings konkurrenzfähig und auch im Qualifying. Im Rennen war es Pech für Nico, dass die Full-Course-Yellow-Phase für ihn zum falschen Zeitpunkt kam. Sonst hätten wir meiner Meinung nach einen Doppelsieg holen können. Die Hälfte des Wochenendes ist geschafft. Jetzt richten wir den Fokus auf morgen und werden alles geben.“

Pascal Wehrlein, Porsche Formel-E-Team, London E-Prix, 2026, Porsche AG

Nico Müller, Porsche-Werksfahrer (#51): „Das war ein sehr actionreiches Rennen. Ich denke, wir haben auf beiden Seiten der Garage perfekt abgeliefert. Ich freue mich sehr über Pascals Sieg. Vor dem Rennen morgen ist in beiden WM-Wertungen alles offen. Leider hatte ich Pech mit den Gelbphasen, die während meines Pit Boosts und während meiner Attack-Mode-Aktivierung kamen. Das ist etwas frustrierend. Aber ich denke, wir haben heute alles richtig gemacht. Der Fokus liegt jetzt darauf, morgen genauso abzuliefern und genug Punkte einzufahren, um beide Weltmeistertitel zu gewinnen.“

Nico Müller, Porsche Formel-E-Team, Formel-E, London, 2026, Porsche AG

ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft – Punktestände nach 16 von 17 Rennen

Fahrerwertung
1. Pascal Wehrlein (GER), 169 Punkte – Porsche 99X Electric
2. Jake Dennis (GBR), 164 Punkte – Porsche 99X Electric
3. Mitch Evans (NZL), 148 Punkte – Jaguar I-Type 7
8. Nico Müller (SUI), 102 Punkte – Porsche 99X Electric
11. Felipe Drugovich (BRA), 65 Punkte – Porsche 99X Electric
12. Dan Ticktum (GBR), 62 Punkte – Porsche 99X Electric WCG3
13. Pepe Martí (ESP), 62 Punkte – Porsche 99X Electric WCG3

Teamwertung
1. Jaguar TCS Racing (GBR), 276 Punkte
2. Porsche Formel-E-Team (GER), 271 Punkte
3. Andretti Formula E (USA), 229 Punkte
8. CUPRA KIRO (USA), 124 Punkte

Herstellerwertung
1. Porsche, 491 Punkte
2. Jaguar, 378 Punkte
3. Stellantis, 259 Punkte

Die offiziellen Punktestände finden sich auf den Seiten der Formel E.

So geht’s weiter

Am Sonntag in London findet das letzte und entscheidende Rennen der Saison statt.

Porsche in der Formel E

Als aktueller Team- und Herstellerweltmeister bestreitet Porsche 2025/2026 seine siebte Formel-E-Saison. Neben dem werkseigenen Porsche Formel-E-Team startet das US-Kundenteam Andretti Formula E mit dem Porsche 99X Electric der neusten Generation GEN3 Evo. Mit Cupra Kiro nimmt ein zweites Porsche-Kundenteam teil und setzt dabei auf 99X-Technik der Vorgängergeneration GEN3. In der Formel E gewinnt die Marke wertvolle Erkenntnisse für ihre Seriensportwagen.

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Verbrauchsangaben

  • Taycan Turbo GT (WLTP)*: Stromverbrauch kombiniert: 21,2 – 20,5 kWh/100 km; CO₂-Emissionen kombiniert: 0 g/km; CO₂-Klasse: A
  • Taycan Turbo GT mit Weissach-Paket (WLTP)*: Stromverbrauch kombiniert: 24,8 – 20,6 kWh/100 km; CO₂-Emissionen kombiniert: 0 g/km; CO₂-Klasse: A