04.06.2014

Dreimal Treppchen in Silverstone

Die mit Spannung erwartete Premiere des 919 Hybrid in der WEC ist gelungen. In der Klasse GTE-Pro gelang Porsche am 20. April in Silverstone sogar der Doppelsieg.

Nach 165 Runden auf dem 5,891 Kilometer langen Kurs in Silverstone hieß es für den 919 Hybrid: Platz drei. Marc Webber fuhr den Porsche-Prototypen hinter dem Safety-Car über die Ziellinie, nachdem das Rennen 24 Minuten vor Ablauf der geplanten sechs Stunden wegen starken Regens abgebrochen worden war.

Zu dieser Zeit war das Schwesterauto von Romain Dumas, Neel Jani und Marc Lieb schon nicht mehr auf der Strecke – es war nach 75 Minuten mit einem Defekt ausgefallen. Das sei ärgerlich, sagte Fritz Enzinger, Leiter LMP1. Insgesamt zeigte er sich aber zufrieden mit dem Ergebnis: „Mit unserer Nummer 20 ein komplett reibungsloses Sechsstundenrennen gefahren zu sein und vom allerersten Einsatz einen Pokal mit heim nehmen zu können, das ist für uns ein tolles Ergebnis, mit dem wir jetzt erst einmal alle ruhig schlafen können.“

Mit einem Doppelsieg startet das Porsche Team Manthey in die Saison

Entwicklungsvorstand Wolfgang Hatz sieht das ähnlich. Vorbereitung, Abläufe, Disziplin in der Box und hinter dem Steuer der beiden 919 Hybrid seien sehr gut gelaufen. „Ich bin wirklich stolz! Unser Wiedereinstieg in die Topklasse des Langstrecken-Motorsports kann sich sehen lassen.“

Sehen lassen kann sich auch das Ergebnis von Porsche in der Klasse GTE-Pro. Mit einem Doppelsieg startet das Porsche Team Manthey in die Saison. Auf dem britischen Traditionskurs gewannen die Porsche-Werksfahrer Marco Holzer, Frédéric Makowiecki und Richard Lietz mit dem 911 RSR bei schwierigen Bedingungen. Ihre Werksfahrerkollegen Patrick Pilet, Jörg Bergmeister und Nick Tandy belegten in dem hart umkämpften Auftaktrennen den zweiten Platz.

Im Hinblick auf Le Mans ein Schritt nach vorne

Auf dem Silverstone Circuit erlebten die Zuschauer bei wechselhaften Witterungsbedingungen ein spannendes Rennen. In der elften Runde setzte sich Nick Tandy, der im 911 RSR mit der Startnummer 91 aus der ersten Startreihe ins Rennen gegangen war, erstmals an die Spitze des GT-Feldes. Eine Stop-and-Go-Strafe, die nach dem Fahrerwechsel sein Teamkollege Jörg Bergmeister absitzen musste, kostete nur für kurze Zeit die Führung. Auch im weiteren Rennverlauf lag meistens einer der 470 PS starken Erfolgsrenner aus Weissach vorne. Am Ende war es Neuzugang Frédéric Makowiecki, der sich an die Spitze setzte und in seinem ersten Rennen als Porsche-Werksfahrer diesen wichtigen Auftakterfolg sicherstellte. Platz drei hinter den beiden 911 RSR belegte der Aston Martin Vantage.

Der Erfolg in Silverstone ist vor allem im Hinblick auf den Start bei den 24 Stunden von Le Mans im Juni ein weiterer Schritt nach vorne. „Das war ein überaus spannendes Rennen mit sehr guten Leistungen unserer Fahrer“, so Porsche-Motorsportchef Hartmut Kristen. „Das war Motorsport vom Allerfeinsten.“

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