18.02.2016

Reifentest in Abu Dhabi abgeschlossen

Das Porsche Team hat seinen zweiten diesjährigen Test beendet. Insgesamt fuhr das amtierende Weltmeisterteam im Februar acht Tage lang auf dem 5,554 Kilometer langen Formel-1-Kurs.

Im Mittelpunkt standen dabei Reifentests mit Partner Michelin. Außerdem wurden neue Komponenten des Porsche 919 Hybrid für die Saison 2016 geprüft. Zum Programm gehörten unter anderem Aerodynamikvergleiche sowie die Erprobung von Weiterentwicklungen am Antriebsstrang inklusive des Hybridsystems. Nachdem beim ersten Test Anfang Februar die Fahrzeugcrew Romain Dumas (FR), Neel Jani (CH) und Marc Lieb (DE) an drei Tagen 2.059 Kilometer gefahren war, kam nun das Weltmeistertrio Timo Bernhard (DE), Brendon Hartley (NZ) und Mark Webber (AU) zum Zug und spulte 4.142 Kilometer in fünf Tagen ab. Fritz Enzinger, Leiter LMP1, beobachtete den Testverlauf vor Ort.

Die Mannschaft hatte alle Hände voll zu tun, die verschiedenen Reifen auszuprobieren. In der WEC 2016 kommen drei Sorten von Michelin-Slicks zum Einsatz. Sie heißen Soft cold, Soft hot und Soft hot plus – für kühle bis superheiße Streckenbedingungen. In Abu Dhabi musste das Team herausfinden, welche von zwei angebotenen Reifenkonstruktionen für den 919 die bessere ist. Darüber hinaus standen für jede der drei Sorten drei bis vier Mischungen zur Verfügung, von denen es jeweils eine für die kommende Saison auszuwählen galt.

Konstante Bedingungen sind das A und O

Teamchef Andreas Seidl sagte: „Wir sind sehr zufrieden mit diesem Test. Es ist eine schwierige und eine wichtige Aufgabe, unter den vielfältigen Reifenoptionen die richtigen zu wählen. Denn damit werden wir die Saison bestreiten. Konstante Bedingungen sind dabei das A und O, um belastbare Ergebnisse zu erzielen. Wir hatten in Abu Dhabi nicht nur durchgehend trockene Bedingungen, sondern auch stabile Temperaturen. Diese Bedingungen finden wir um diese Jahreszeit in Europa nicht.“

Reifentests sind eine besondere Disziplin. Seidl: „Veränderungen am Auto sind während dieser Vergleiche nur sehr eingeschränkt möglich, weil sonst die Ergebnisse verfälscht würden. Daher muss man bei der Durchführung dieser Tests klar trennen zwischen Reifen- und Fahrzeugweiterentwicklung, wobei natürlich am Ende beides zusammengeführt werden und als Paket optimal funktionieren muss.“ Die kommenden Ausdauertests wird das Porsche Team wieder auf dem heimischen Kontinent absolvieren.  

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