04.03.2014

Kosename Sau

Er ist rosa, hat einen Schwanz und einen Rüssel: Seinen Spitznamen trägt der 917/20 Coupé also nicht ohne Grund. Wie Porsche zur Sau kam – und welches „Tier“ noch im Unternehmen zu finden ist.

Unter den verschiedenen 917-Versionen nimmt der Porsche 917/20 einen besonderen Platz ein. Er blieb ein Einzelstück. Hier hatten die Porsche-Techniker in Zusammenarbeit mit der französischen Firma SERA den Versuch unternommen, die Vorteile von Kurz- und Langheck-917 zu verbinden. Seine Karosserie war extrem breit und besaß stark abgerundete Radausschnitte. Bei unveränderter Spurweite versteckten sich die Räder tief in den Radkästen. Die Nase war ebenso tief und flach wie beim neuen Langheck-Coupé, nur kürzer.

Bestes Stück aber war die fantasievolle Lackierung, die den 917/20 als „Sau“, „Dicke Berta“ oder auch „Trüffeljäger“ in die Porsche-Geschichte eingehen ließ. Porsche-Designer Anatole Lapine entschied sich für rosafarbenen Lack und beschriftete die einzelnen Partien entsprechend. Mit der „Sau“ sorgte Porsche in Le Mans 1971 für eine Sensation, und gewann, obwohl völlig unerprobt, das Vortraining. Im Hauptrennen aber fiel der 917/20, an fünfter Stelle liegend, kurz vor Schluss durch Unfall aus.

935/78, „Moby Dick“

Sau ist nicht der einzige tierische Spitzname bei Porsche. Aufgrund der besonderen Karosserieform wird der 935/78 liebevoll „Moby Dick“ genannt. Er ist der stärkste Rennwagen auf Basis des 911 – und ein echter Siegertyp.

 

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