Auf einen Blick
- Porsche Heritage und Museum feiern die Transaxle‑Ära mit wechselnden Pop‑up‑Ausstellungen, um das Thema lebendig und überraschend zu inszenieren.
- Auftakt ist im April im Porsche Museum, weitere Stationen folgen bei Events wie dem Porsche Tennis Grand Prix sowie international.
- Kuratorin Iris Haker verbindet hierfür Technik, Design und Zeitgeist – inspiriert von den 1980er‑Jahren und dem besonderen Fahrerlebnis der Transaxle‑Modelle.
Zum Transaxle-Jubiläum setzen Sie auf wechselnde Pop-up-Ausstellungen – was ist die Idee hinter diesem Format?
Iris Haker: Transaxle ist nicht geeignet für eine starre Museumsinstallation. Die Fahrzeuge sind nahbar, alltagstauglich, voller Ingenieursmut. Wir wollen dieses Thema „out of the box“ erzählen – so wie die Modelle damals gedacht wurden. Deshalb setzen wir auf wechselnde Inszenierungen, die überraschen und Spaß machen. So bleibt die Transaxle-Idee lebendig.
Wo wird „Forever Young. Celebrating Transaxle“ zu sehen sein?
Haker: Wir starten ab April im Porsche Museum. Außerdem können die Besucher des Porsche Tennis Grand Prix einen Eindruck vom Transaxle-Jahr gewinnen. Der erste Siegerwagen des Turniers im Jahr 1978 war ein 924. Es wird aber noch weitere Pop-ups im Museum und bei internationalen Events geben. Um es spannend zu halten, kündigen wir diese jeweils kurzfristig über Social Media und die Homepage des Porsche Museums an.
Wie würden Sie Ihre Arbeit als Kuratorin in diesem Projekt beschreiben?
Haker: Ich übersetze das Thema in eine Erzählung. Inhaltlich und räumlich. Ich recherchiere, gehe in die Sammlung, schaue mir die Fahrzeuge genau an: Details, Proportionen, Innenraum, Geräusche, Gerüche, Wirkung. Daraus entstehen inhaltliche Fixpunkte, Moodboards sowie ein Text-, Raum-, Sound- und Grafikkonzept. Am Ende zählt es, alles zu filtern und mit starken Partnern eine Inszenierung zu bauen, in der alles zusammenfließt.
Sie verbinden Technik, Design, Motorsport und Zeitgeist. Wie machen Sie all das für ein breites Publikum greifbar?
Haker: Da hilft mir mein Studium der Kunstgeschichte. Ich denke in Kontexten und Zeitgeist. Transaxle ist für mich Technik, Design und Zeitgefühl zugleich. Die 1980er-Jahre spielen eine große Rolle: der Optimismus, die Experimentierfreude und die Popkultur dieser Zeit. Ein 928 wirkt noch immer wie Science-Fiction, weil er technisch und formal seiner Zeit voraus war. Damit das heute greifbar wird, braucht es moderne Interpretation.
Sie fahren auch privat einen 924 S. Gibt es etwas an Ihrem Auto, das für Sie besonders charakteristisch ist?
Haker: Der Transaxle-Charakter steckt im Fahrerlebnis und in kleinen Mechanikmomenten. Der hohe Mitteltunnel prägt den Innenraum. Man hat das Gefühl einer tiefen und sportlichen Sitzposition. Und klar, die Klappscheinwerfer. Es ist jedes Mal eine Freude, das Licht anzuschalten. Ebenso das Öffnen der Glasheckscheibe: Ein Knopfdruck prägt das Gefühl von absoluter Coolness. Am Heck trifft Technik auf Designverliebtheit.
Info
Text erstmals erschienen im Christophorus Magazin, Ausgabe 418.
Text: Christina Rahmes
Titelbild: Anne-Sophie Stolz
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